Video: © BR
Video   01:00:04

Kath. Gottesdienst zum Dreikönigsfest vom 06.01.2020

Aus der Kloster- und Pfarrkirche St. Mariä Himmelfahrt in Windberg

An Epiphanias, am Fest der Erscheinung des Herrn, im Jahr 1125 wurde das Kloster Windberg gegründet, so die Überlieferung. Daher besteht eine enge Verbindung des Prämonstratenserklosters und der Pfarrkirche zum Dreikönigsfest. An diesem Feiertag überträgt das BR Fernsehen einen katholischen Gottesdienst aus Windberg in Niederbayern.

1140 wurde mit dem Bau der dreischiffigen Klosterkirche begonnen. Die Eingangsportale und der Taufstein sind aus der romanischen Zeit noch erhalten. Im Laufe der Jahrhunderte wurde das Gotteshaus immer wieder umgebaut. Das heutige Erscheinungsbild stammt aus dem 18. Jahrhundert. Als Schmuck finden sich 400 Sterne in der Kirche, als Symbol für die Kirchenpatronin Maria. Der frühere Abt Bernhard Strelin (1701-1777) war interessierter Hobbyastrologe und wollte der Gottesmutter einen Sternentempel errichten. So wird Maria auch als „Stella maris“ angerufen – Maria als der Leitstern, wie der Stern von Bethlehem, eine Wegweiserin zum Kind in der Krippe. In der Klosterkirche finden sich noch weitere weihnachtliche Motive, bemerkenswert sind die Deckenfresken, die u.a. die Reise und die Anbetung der Heiligen Drei Könige darstellen.

Diese Geschichte machen die 35 Windberger Ministrantinnen und Ministranten lebendig, die im Ort als Sternsinger und Könige verkleidet von Haus zu Haus ziehen und den Segen bringen. Mit Kreide schreiben sie die Buchstaben „CMB“ an die Türen, das bedeutet: "Christus mansionem benedicat" – „Christus segne dieses Haus“.
Den Gottesdienst zelebriert Abt Hermann Josef Kugler. Musikalisch umrahmt wird die Messe mit traditionellen Weihnachtsliedern sowie Orgel- und Trompetenstücken unter Leitung von Dekanatskirchenmusiker Peter Hilger.

www.kloster-windberg.de