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Ferien mit Gott

Im Urlaub führt das touristische Interesse die Menschen auch in Kirchen, weiß Bruder Paulus.

Keine Gelegenheit ist besser, sich in Ruhe andere Städte anzusehen, als der Urlaub. Man geht durch fremde Gassen, wundert sich über fremde Gerüche, gewinnt neue Eindrücke. Und mitten drin entdeckt man eine Kirche. Etwas Bekanntes aus der Heimat. Man geht hinein und ist gleich wieder zu Hause. Man findet die gleichen Zeichen und Symbole, trifft Jesus Christus am Kreuz und auf zahlreichen Bildern in anderen Situationen. Solche Momente laden ein zu verweilen, sich umzuschauen, die Ruhe zu nutzen, in sich hineinzuhorchen. Den Stress vorbeiziehen zu lassen, nach dem wirklich Wichtigen im Leben zu fragen. 

Bruder Paulus kennt das von sich selbst, stößt aber auch in seiner Klosterkirche "Liebfrauen" in der Rhein-Main-Metropole immer wieder auf Touristen, die einen Blick in das Gotteshaus und den Klosterhof werfen. Was er diesen Besuchern dann zeigt und sagt, will er in dieser Sendung den Fernsehzuschauern bei einem kleinen Rundgang näher bringen. Paulus macht dabei keinen Ausflug in die Kunstgeschichte, sondern erklärt mit einfachen Worten die symbolische Bedeutung der Dinge, die sich in jeder Kirche wiederfinden: Altar, Kreuz, Heiligenfiguren, Kerzen. Er lädt auf diesem Rundgang durch seine eigene Klosterkirche den Zuschauer dazu ein, auch bei einem vielleicht zunächst nur von touristischen Interessen geleiteten Kirchenbesuch, die Nähe Gottes zu suchen. 

"Machen Sie im Urlaub doch auch mal Ferien mit Gott und so gesehen vielleicht eine ganz neue Urlaubserfahrung", so sein Motto. Bruder Paulus macht Vorschläge, wie man anders Urlaub macht, wie man tatsächlich Erholung findet und wie man seine Mitmenschen daran teilhaben lässt. Zum Beispiel durch eine Karte, auf der zur Abwechselung kein namenloser Strand oder eine Badenixe zu sehen ist, sondern die Kirche, welche man gerade für sich entdeckt hat.