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StaRccato: Cornelia Niedrig

Cornelia Niedrig spielt in der Sendereihe 'Niedrig und Kuhnt', die ein realistisches Bild der Polizeiarbeit zeigen will, eine Kriminalkommissarin. Sie war vor der Rolle schon über 20 Jahre im Polizeidienst und kann dadurch authentisch spielen.

Dass sie einmal beim Fernsehen landen würde, konnte sich Cornelia Niedrig überhaupt nicht vorstellen: 'Ich konnte meine Stimme auf dem Anrufbeantworter nicht leiden und mochte auch meine Fotos nicht.' 

Mittlerweile betrachtet sie ihre Fernsehauftritte in 'Niedrig und Kuhnt' zwar immer noch kritisch, hat sich aber an ihr Fernseh-Ich einigermaßen gewöhnt. Als sie an dem Sat.1-Casting teilnahm, konnte sie bereits 20 Jahre Polizeierfahrung vorweisen. Auch erste Kameraerfahrungen brachte sie mit, die sie allerdings unfreiwillig gesammelt hatte. Das Haus ihrer Familie wurde von Kamerateams belagert, als ihr jüngerer Bruder Andreas Niedrig, heute ein erfolgreicher Triathlet, mit seiner Drogenvergangenheit an die Öffentlichkeit ging. Damals gab sie ihre ersten Interviews. 

Von all den Kameras mal abgesehen, ist ihre neue Arbeit aber inhaltlich auch nicht anders als das, was sie aus ihrer Tätigkeit im wahren Leben gewöhnt ist. Als Kriminaloberkommissarin arbeitete sie im Bereich Sexualdelikte, bevor sie zum Fernsehen kam. Der Polizeidienst hat in ihrer Familie Tradition: Schon ihr Großvater und ihr Vater haben dort gearbeitet. Nach ihrer Ausbildung lief sie dann erst einmal zwei Jahre in Gelsenkirchen Streife, bis sie die Prüfung zum gehobenen Dienst bestand und ein Studium zur Diplom-Fachwirtin begann. 

Nach erfolgreichem Abschluss wurde sie 2000 zur Kommissarin befördert. Wie sehr sie ihre Arbeit und die tägliche Konfrontation mit Sexualstraftaten belastet hat, merkte sie erst, als sie, bedingt durch die Dreharbeiten, etwas Abstand gefunden hatte. Dennoch will sie später wieder in den Polizeidienst zurückkehren, allerdings in einen anderen Bereich. Am liebsten würde sie im kommunikativen Bereich der Polizei arbeiten, beispielsweise im Verhaltenstraining. Die Reihe 'Niedrig und Kuhnt' versucht, den Polizeialltag so realistisch wie möglich darzustellen. Der Zuschauer erhält einen Einblick darin, was die Polizei leisten kann, was sie darf und was nicht. 

Während sie in den Kulissen ihrer Serie über ihre Rolle spricht, verrät sie auch, wie sie als Polizistin mit Angst umgeht. Sie ist zwar ihr ständiger Begleiter, aber eher unterbewusst und nicht so präsent, dass sie Cornelia Niedrig lähmen würde. Entspannung findet die lebendige Beamtin beim Sport. Hierfür findet sie jedoch immer weniger Gelegenheit, weil sie am Wochenende die Drehbücher für die nächste Woche durchgehen muss und genügend Zeit für Tochter haben möchte. 

Es ist ihr wichtig, ihrer Tochter bestimmte Werte wie Nächstenliebe zu vermitteln. Diese gehen der heutigen Gesellschaft immer mehr verloren, findet sie und begrüßt es daher sehr, dass diese Themen im Religionsunterricht behandelt werden.