Franziskus feiert Allerheiligenmesse in Malmö

Tickets für Papstmesse ab sofort erhältlich

Aktualisiert am 27.09.2016  –  Lesedauer: 
Papst Franziskus feiert im Petersdom die Messe am Neujahrstag am 1. Januar 2016. Sternsinger aus Deutschland und Österreich bringen als Heilige Drei Könige mit Krone und Gewand kostümiert Wein und Brot für die Kommunion.
Bild: © KNA (Archivbild)
Schweden

Bonn ‐ Die Vorbereitungen für die Papstreise zum Reformationsgedenken nach Schweden schreiten voran. Auch andernorts rüstet man sich für das einjährige ökumenische Großereignis.

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Zum Reformationsgedenken besucht der Papst Schweden: Ab sofort sind Tickets für den Gottesdienst mit Papst Franziskus in Malmö erhältlich. Die Einlasskarten für die Heilige Messe am 1. November im Swedbank-Stadion können kostenfrei auf der Webseite des Bistums Stockholm angefordert werden, wie die Nordische Bischofskonferenz am Dienstag mitteilte.

Der Schweden-Besuch des Papstes zur Reformationsgedenkfeier am 31. Oktober in Lund stand im Mittelpunkt der Beratungen der Nordischen Bischofskonferenz, die bis Dienstag tagte. Zu Besuch kam dazu der Präsident des Päpstlichen Rates für die Förderung der Einheit der Christen, Kurienkardinal Kurt Koch.

MDR startet Themenseite

Unterdessen schreiten auch in Deutschland die Vorbereitungen auf das Gedenkjahr voran. So hat der MDR nun ein Multimediaportal zum Thema "500 Jahre Reformation" gestartet. Auf der Sammelseite www.mdr.de/reformation500 sind alle entsprechenden Angebote des Senders in Radio und Fernsehen zu finden, wie der MDR am Dienstag in Leipzig mitteilte. Zur Ergänzung gibt es eine multimediale Darstellung der Reformationsorte in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen unter anderem mit Videos und 360-Grad-Kugelpanoramen.

Linktipp: Gedenkfeier im Zeichen von Dank und Buße

Vatikan und Lutherischer Weltbund haben neue Informationen zum Reformationsgedenken bekannt gegeben. Für Papst Franziskus steht in Schweden zudem ein ausgesprochen katholisches Hochfest auf dem Programm. (Artikel von Juni 2016)

"Der MDR wird in diesem Jubiläumsjahr nicht nur auf die historischen Etappen in Luthers Wirken in Mitteldeutschland blicken, sondern vor allem auf das 'Heute' im einstigen Kernland der Reformation", kündigte MDR-Intendantin Karola Wille an. So widmet sich der Sender zum Reformationstag am 31. Oktober schwerpunktmäßig dem Thema, unter anderem mit Live-Berichterstattungen aus Mansfeld, Eisleben und Wittenberg von den Feiern zu Beginn des Reformationsgedenkens.

Im Frühjahr kommenden Jahres zeigt die ARD "Katharina Luther" mit Karoline Schuch in der Hauptrolle und Devid Striesow als Martin Luther. Der Film wurde unter redaktioneller Federführung des MDR in großen Teilen in Mitteldeutschland, unter anderem auf Schloss Reinhardsbrunn in Thüringen, gedreht.

Der Reformator als Popstar

Auch in anderen Bereichen nehmen sich Kulturschaffende zum Reformationsgedenken der Figur Martin Luthers an. So avanciert der Reformator zum 500-Jahr-Gedenken seines "Thesenanschlags" zum Popstar. Derzeit bereiten sich bundesweit bis zu 20.000 Sängerinnen und Sänger auf das Pop-Oratorium "Luther - Das Projekt der tausend Stimmen" vor, wie die evangelische "Stiftung Creative Kirche" am Dienstag in Berlin erklärte. Im Mittelpunkt des Stücks steht das Leben des Reformators.

Die Tournee beginnt am 14. und 15. Januar mit zwei Aufführungen in Hannover. Weitere gibt es in Stuttgart, Düsseldorf, Mannheim, Hamburg, Halle (Westfalen), München, Siegen und Wittenberg. Das Finale findet am 29. Oktober 2017 in der Berliner Mercedes-Benz-Arena statt. Die Veranstalter erwarten insgesamt mehr als 100.000 Besucher.

Das Oratorium besteht aus traditionellen Chorälen und 20 neu komponierten Liedern in modernen Rhythmen. Sie stammen vom Komponist Dieter Falk und dem Textautor Michael Kunze. An den Aufführungen wirken auch ein Symphonieorchester und eine Rockband mit. Kooperationspartner des Projekts ist die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD).

Die EKD-Botschafterin für das Reformationsgedenken, Margot Käßmann, betonte bei der Vorstellung der Tournee, die Reformation sei "von Beginn an eine Singebewegung gewesen". Die Reformatoren hätten ihre Botschaft auch über Lieder verbreitet. "Daran knüpft das Oratorium auf gute Weise an", lobte die frühere Bischöfin. Zusammen mit dem Arzt und Kabarettisten Eckart von Hirschhausen ist sie Schirmherrin des Projekts. Am 31. Oktober 2017 enden die Gedenkveranstaltungen zu 500 Jahren Reformation. (kim/KNA)

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