Der frühere Öl-Manager und Finanzexperte von Elf Aquitaine, Justin Welby, ist Erzbischof von Canterbury und damit Primas der anglikanischen Staatskirche von England.
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Erzbischof Welby macht Vorschläge für neue Liturgieformen

Anglikanische Kirche will mehr Spaß im Gottesdienst

Kirchen und Kathedralen sollen "Orte für Feiern, Freude und für gute Nachrichten" werden, sagt Anglikanerprimas Justin Welby - und macht direkt einen Vorschlag, wie das aussehen könnte.

London - 19.09.2018

Kirchen und Kathedralen sollten nach dem Willen des Erzbischofs von Canterbury mehr zu "Orten für Feiern, Freude und für gute Nachrichten" werden. "Ich möchte, dass die Menschen Spaß haben", sagte Justin Welby, Primas der anglikanischen Staatskirche, laut britischen Medienberichten (Dienstag) während einer Konferenz.

Dabei verwies er den Angaben zufolge auf seine Zeit als Dekan in Liverpool. Damals habe man dort etwa zu Halloween eine Messe veranstaltet, zu der man den Redner in einem Sarg durch ein in Nebel getauchtes Kirchenschiff getragen habe. Laserlicht habe für noch mehr Gruselatmosphäre gesorgt, so der Chef der Kirche von England. Eine solche Inszenierung habe auch Menschen in die Kirche gelockt, die sonst nicht gekommen wären.

Welby forderte die Teilnehmer der Konferenz auf, lange und langweilige Messen zu überdenken und "aufregende, fantasievolle Ideen" zu finden. Allzu oft werde "Gott in ein Gebäude gezwängt" und bleibe auf der Strecke. Das habe dann nichts mehr mit Gott zu tun, sondern sorge schlicht für Langeweile, sagte der Erzbischof, der im Mai Prinz Harry und Meghan Markle getraut hatte. (KNA)