Papst Franziskus vor dem neuen Papamobil des rumänischen Herstellers Dacia.
Bild: © Renault
Zuwachs im päpstlichen Fuhrpark

Neues Papamobil übergeben: Franziskus fährt jetzt Dacia

Bescheidenheit auch unterwegs: Das rumänische Autounternehmen Dacia hat das neue Papamobil für Papst Franziskus hergestellt. Damit es den Bedürfnissen des argentinischen Pontifex' entspricht, wurden allerdings ein paar Besonderheiten eingebaut.

Vatikanstadt - 29.11.2019

Papst Franziskus hat einen zum Papamobil umgebauten "Duster" vom rumänischen Autohersteller Dacia erhalten. "Das Fahrzeug wurde speziell für die Mobilitätsbedürfnisse des Kirchenoberhaupts entwickelt", teilte die Pressestelle des Renault-Tochterunternehmens am Mittwoch mit. Für Fahrten über den Petersplatz nutzt Franziskus wie sein Vorgänger Johannes Paul II. einen offenen Geländewagen.

Das neue Papamobil unterscheidet sich von den herkömmlichen "Duster"-Modellen vor allem durch das große Schiebedach im Heck. Wenn es vollständig zurückgerollt ist, kann man eine abnehmbare Glaskanzel aufsetzen. So kann das Auto sowohl für die Fahrten nach der Generalaudienz als auch für Reisen des Papstes eingesetzt werden.

Papamobil-typisch ist das Fahrzeug weiß lackiert, sein Innenraum ist beige und schwarz gehalten. Es verfüge über fünf Sitze, davon ein besonders bequemer im Fond, so die Pressemitteilung. Außerdem sei der Abstand der Karosserie zum Boden um drei Zentimeter verringert worden, um dem Papst einen leichteren Einstieg zu ermöglichen. Das neue Papamobil wurde von der Dacia Prototypenabteilung in Zusammenarbeit mit dem rumänischen Karosseriebauer "Romturingia" gebaut.

Die Oberhäupter der katholischen Kirche nutzen die heute allbekannten Papamobile erst seit dem Pontifikat Johannes Paul II. Der polnische Papst führte die weißen Autos ein, damit er auf seinen ausgedehnten Reisen die Menschen im Vorbeifahren grüßen und segnen konnte. Während sein Nachfolger Benedikt XVI. zumeist in Autos des Herstellers Mercedes-Benz fuhr, gab es nie eine feste Marke, die von den Päpsten bevorzugt genutzt wurde.

Auch die Päpste vor dem heiligen Johannes Paul II. besaßen schon Autos. Doch diese dunklen Staatskarossen hatten nicht die Funktion des Papamobils. Noch bis in die 1970er-Jahre hinein gab es für öffentliche Auftritte der Kirchenoberhäupter stattdessen einen tragbaren Sessel, die sogenannte Sedia gestatoria. (cst)