Für Einsatz zugunsten von Menschen am Rande der Gesellschaft

Kapuzinermönch Paulus Terwitte erhält Bundesverdienstkreuz

Aktualisiert am 27.03.2021  –  Lesedauer: 

München/Frankfurt ‐ Bekannt ist er als Fernsehmoderator, Buchautor und Mitgestalter von Fernsehgottesdiensten. Jetzt ist der Kapuzinermönch Paulus Terwitte auch Träger des Bundesverdienstkreuzes. Für den 61-Jährigen eine Auszeichnung für alle, die Obdachlose begleiten.

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Bruder Paulus Terwitte (61), Frankfurter Kapuzinermönch, hat das Bundesverdienstkreuz erhalten. Wie sein Orden am Freitag in München mitteilte, gilt es seiner Arbeit zugunsten von Menschen am Rande der Gesellschaft. Der Kapuziner ist Vorstand der Franziskustreff-Stiftung, die seit mehr als 25 Jahren in der Frankfurter Innenstadt eine Obdachlosenspeisung anbietet. Durch seine Tätigkeit als Fernsehmoderator, Buchautor und Mitgestalter von Fernsehgottesdiensten ist er einem breiten Publikum bekannt.

Täglich werden im Franziskustreff rund 150 Gäste mit einem Frühstück versorgt und dabei von Ehrenamtlichen am Tisch bedient. Der Treff, zu dem auch eine Sozialberatung gehört, finanziert sich den Angaben zufolge aus Spenden von fast 2.000 Wohltätern. Der Ordensmann sagte, das Bundesverdienstkreuz sei "eine Auszeichnung für alle, die mit mir verbunden obdachlosen Menschen Hilfe und Begleitung sind, damit sie einen Schritt nach vorn auf dem Weg zurück in die Gesellschaft machen können."

Obdachlose seien Botschafter eines unsicheren Lebens

Der Kapuziner wünscht sich eine Krankenstation für obdachlose Menschen in der Main-Metropole. Außerdem will er Unterrichtspakete entwickeln, durch die Schülerinnen und Schüler lernen sollen, wie sie sozialen Abstieg auffangen können.

In einem Interview der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte Bruder Paulus: "Obdachlose sind für uns eigentlich Botschafter eines Lebens, das unsicher ist." Sie erinnerten daran, "was wir selber fürchten und uns auch schnell geschehen kann". (KNA)