"Schaut hin" als oranger unscharfer Schriftzug auf violettem Hintergrund
Bundespräsident und Bundeskanzlerin haben Teilnahme zugesagt

Reduzierter und konzentrierter: Programm des ÖKT steht fest

Auch wenn das Programm Corona-bedingt kleiner ausfällt – der Ökumenische Kirchentag in Frankfurt soll ein Signal für das gemeinsame Engagement aller Christen sein. Auch hochrangige Politiker haben ihre Teilnahme angekündigt.

Frankfurt - 30.03.2021

Das Programm des 3. Ökumenischen Kirchentags (ÖKT) im Mai in Frankfurt steht fest. Es werde Corona-bedingt nicht nur digital und dezentral durchgeführt, sondern falle auch reduzierter und konzentrierter aus, verkündeten die Organisatoren in einer Pressekonferenz am Dienstag. Demnach sind rund 80 digitale Veranstaltungen zu Glaubens- und Vertrauensfragen, dem gesellschaftlichen Zusammenhalt und der wachsenden globalen Verantwortung entstanden. Zudem werde es eine neue Programmstruktur mit einem zentralen Livestream, einem ÖKT-Studio, einem Vertiefungsprogramm zu den einzelnen Themen und einem digitalen Begegnungsort geben, an dem sich die Teilnehmer kennenlernen und austauschen können.

"Ganz genau gerade jetzt bietet der ÖKT eine lang vermisste Möglichkeit für Diskurs, Orientierung, Halt und, ja auch, Trost", betonte Bettina Limperg, Präsidentin des ÖKT von evangelischer Seite. Es würden "heiße Eisen" wie die Themen Macht und Missbrauch von Macht, Armut und Ungerechtigkeit sowie Herausforderungen einer digitalen Gesellschaft angegangen. Thomas Sternberg, Präsident des ÖKT von katholischer Seite, fügte hinzu, dass die Veranstaltung Stimme sein wolle für diejenigen, "die bei uns und weltweit durch die Pandemie noch weiter an den Rand gedrängt werden, die auf der Strecke bleiben, die zur Zeit Einsamkeit und Angst erleben". Aus Frankfurt, einer pluralen Stadt mit vielen verschiedenen Menschen und sozialen Problemen, solle ein Signal für das gemeinsame Engagement aller Christinnen und Christen gesendet werden, so die Organisatoren.

Zu den zentralen Veranstaltungen des ÖKT werden hochranginge Politiker erwartet. So hätten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, Bundeskanzlerin Angela Merkel und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg ihre Teilnahme zugesagt. Zudem werde es Bibelarbeiten mit Prominenten wie Entertainer Eckart von Hirschhausen, der Lyrikerin Nora Gomringer, der Theologin Margot Käßmann oder dem baden-württembergischen Ministerpräsident Winfried Kretschmann geben. Gleichzeitig seien Pfarreien und Gemeinden, Vereine, Verbände und andere Institutionen eingeladen, den ÖKT am jeweiligen Heimatort mit eigenen Angeboten zu feiern.

TV-Übertragungen von zentralen Gottesdiensten

Verfolgen kann man das Programm kostenlos auf der Internetseite des ÖKT. Von dort aus können die Teilnehmer zu den weiteren Workshops, Podien und vertiefenden Angeboten wechseln. Voranmeldungen für teilnahmebeschränkte Veranstaltungen können in der ÖKT-App vorgenommen werden, die ab sofort zum kostenlosen Download zur Verfügung steht.

Daneben wird der 3. ÖKT auch im Fernsehen zu verfolgen sein. Der Gottesdienst zu Christi Himmelfahrt am Donnerstag, 13. Mai, 10 Uhr, wird live im Ersten übertragen, der Schlussgottesdienst am Sonntag, 16. Mai, 10 Uhr, live im ZDF. Ebenfalls live im ZDF wird am Samstag, 15. Mai, 11 Uhr, eine Diskussionsveranstaltung zum Thema "Abschied in Würde – Verantwortung und Schutz am Lebensende" gesendet. Zudem werde es am 15. Mai verschiedene konfessionelle Gottesdienste geben, von denen vier auf der Internetseite des ÖKT im Livestream verfolgt werden könnten.

Der Ökumenische Kirchentag wird gemeinsam vom Zentralkomitee der deutschen Katholiken und dem Deutschen Evangelischen Kirchentag organisiert und findet zum dritten Mal statt. Das Leitwort lautet: "schaut hin". Der erste ÖKT fand 2003 in Berlin, der zweite 2010 in München statt. Wegen der Pandemie hatten die ÖKT-Organisatoren im Dezember das Format der Veranstaltung komplett geändert und um einen Tag gekürzt. (mal)

Hinweis

Das komplette Programm des 3. Ökumenischen Kirchentages ist auf der Internetseite des ÖKT sowie in der ÖKT-App abrufbar.