20 Jahre nach dem Terror vom 11. September 2001: Ein Priester erzählt
Himmelklar – Der katholische Podcast

20 Jahre nach dem Terror vom 11. September 2001: Ein Priester erzählt

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York war der Priester Kevin Madigan persönlich dabei. Er hat Not und Solidarität erlebt – und existentielle Fragen. Die kommen auch in der Pandemie wieder auf, erzählt er im Interview.

Von Renardo Schlegelmilch |  Köln - 08.09.2021

HTML-Elemente (z.B. Videos) sind ausgeblendet. Zum Einblenden der Elemente aktivieren Sie hier die entsprechenden Cookies.

Vor 20 Jahren veränderten die Terroranschläge vom 11. September 2001 das Leben in New York und der ganzen Welt. Kevin Madigan war vor Ort und hat die Folgen des Anschlags mitbekommen. Im Interview erzählt er von Nächstenliebe, Tatendrang, Trauer und Normalität – und zieht einen Vergleich zur Corona-Pandemie unserer Tage.

Frage: Die Kirche St. Peter in Lower Manhattan ist nur ein paar hundert Meter vom Ground Zero entfernt. Wie sah denn das Gemeindeleben vor dem Anschlag vom 11. September aus?

Madigan: St. Peter war die erste katholische Kirche, die es im Bundestaat New York überhaupt gab. New York war damals die Hauptstadt der in der Entstehung begrifflichen USA. Wir sind also eine der ältesten Gemeinden des Landes.

In den Jahren vor 9/11 waren es hauptsächlich Büroleute die zu uns gekommen sind. Neben dem World Trade Center gab es in der Ecke auch sonst hauptsächlich Bürokomplexe, viele sind also vor der Arbeit zu unseren Messen gekommen, oder sie sind zur Mittagspause für ein kurzes Gebet vorbeigekommen.

Frage: Wo genau ist die Kirche denn?

Madigan: Wir sind ungefähr eineinhalb Straßenblöcke entfernt. So nah, dass beim Einschlag des ersten Flugzeugs ein Fragment der Hülle auf unserem Dach gelandet ist.

Frage: Das World Trade Center war für Sie in Ihrem Gemeindealltag also ein Fixpunkt. Was haben denn die New Yorker vor dem Anschlag über die zwei Türme gedacht?

Madigan: Nach einer gewissen Zeit haben die Leute es einfach so hingenommen. Es war nie eines der Gebäude, in das die Leute verliebt waren, wie das Empire State Building, oder das Chrysler-Gebäude. Eigentlich sah das World Trade Center auch aus wie zwei große Müsli-Kartons übereinandergestellt. Mit der Zeit haben die Leute es akzeptiert, aber am Anfang war es nicht besonders beliebt. Am Anfang war es auch schwierig Mieter für die Büroflächen zu finden. Als erstes zogen auch Regierungsbehörden ein, um überhaupt Mieteinnahmen zu liefern. Aber die Leute haben sich dann dran gewöhnt.

Frage: Und dann kam der 11. September 2001. Was war das für ein Tag für Sie?

Madigan: An dem Morgen war ich gerade damit fertig, die Beichte abzunehmen und bin aus der Kirche in unsere Unterkunft, die in der Nähe liegt. Auf einmal gab es eine Explosion. Ich dachte zuerst es wäre ein Kleinflugzeug gewesen, das in einen der Türme gekracht ist. Vor 70 Jahren hatten wir so einen Vorfall am Empire State Building. Als ich auf die Straße bin, habe ich gesehen, dass es etwas viel, viel größeres war. Sofort kamen Feuerwehr- und Polizeiautos aus allen Richtungen.

Ich habe mir die geweihten Öle geschnappt, um den Kranken und Sterbenden die Krankensalbung spenden zu können. Als ich am brennenden Turm angekommen bin, haben die Leute erzählt, dass Menschen aus den Fenstern springen würden. Ich habe aber bewusst nicht hingeguckt, weil ich diese Erinnerung nicht in meinem Kopf haben wollte. Als das Feuer immer höher gestiegen ist, gab es den Einschlag am zweiten Turm. Trümmerstücke sind um uns herumgeflogen, da wusste ich: Ich muss hier weg.

Bild: © Privat

Bei den Anschlägen vom 11. September 2001 in New York war der Priester Kevin Madigan persönlich dabei.

Frage: Da haben Sie verstanden, dass das hier kein Unfall war…

Madigan: Absolut. Ich hatte dann gehört, dass die Verletzten auf die andere Seite des Gebäudekomplexes gebracht werden sollten. Ich bin mit einem anderen Priester dann da rüber gelaufen, da ich sah, dass der Südturm anfing in sich zusammenzufallen. Schutt flog in alle Richtungen. Ich habe mich umgesehen und eine U-Bahn-Station direkt neben uns entdeckt. Ich schrie zu den Leuten "Folgt mir", und wir alle sind in die Station geflüchtet. Da haben wir uns an die Wände gequetscht, als der ganze Schutt auch über die Treppen in die Station gekommen ist. Das war alles feiner Staub, der Zement der Türme. Fünf bis zehn Minuten sind wir da unten geblieben, bis sich der Staub gelegt hat. Ein Polizist war unter uns, der hatte eine Taschenlampe dabei. Wir haben uns alle mit den Armen eingehakt und sind Stück für Stück den Bahnsteig entlang, bis wir zu einem anderen Ausgang gekommen sind, der drei oder vier Straßen weiter war. Draußen wurde uns dann gesagt, wir sollen uns zum nächsten Krankenhaus begeben, um uns die Lungen untersuchen zu lassen. Da war aber alles gut. Danach bin ich wieder zurück zur Kirche, um zu sehen, ob da noch alles sicher ist. In unsere Priesterunterkunft durfte ich allerdings nicht mehr zurück, also musste ich mir eine andere Übernachtungsmöglichkeit in der Nähe suchen.

Frage: Da ist es doch sicher schwer zu realisieren, dass das alles wirklich um einen herum passiert. Surreal, wie im Katastrophenfilm. Oder hat man da gar keine Zeit drüber nachzudenken?

Madigan: Das war alles so hektisch, es ging alles so schnell. Aber das war ja auch nicht der erste Terroranschlag auf der Welt. Im Libanon, in Jugoslawien, überall gab es sowas, aber wir hätten nie erwartet, das mal bei uns in New York zu erleben. So eine furchtbare Explosion, so einen furchtbaren Verlust von Menschenleben. Den Terror im eigenen Hinterhof zu erleben, das war ein ziemlicher Schock. Erst da haben wir kapiert, dass wir eben nicht sicher oder immun von den Schrecken des Krieges und des Terrors sind.

Frage: Was haben Sie den Menschen als Priester gesagt an diesem Tag?

Madigan: Es gab schon ein paar Leute, die Beistand brauchten. Ein Mann saß auf den Stufen unserer Kirche und weinte, weil sein Bruder in einem der Türme gearbeitet hatte, und er ihn nicht erreichen konnte. Ich habe gefragt in welchem Stockwerk er arbeitet. Es war eine der niedrigeren Etagen. Ich habe gesagt: Gib die Hoffnung nicht auf, vielleicht hat er es ja raus geschafft. Wahrscheinlich hat er das auch. Ich habe den Mann zwar nicht wieder gesehen, aber die meisten unterhalb des Einschlags hatten es aus den Türmen geschafft. 1993 gab es schon mal einen Bombenanschlag in der Tiefgarage des World Trade Centers, seitdem gab es jedes Jahr regelmäßige Probealarme und Evakuierungs-Übungen, um die Leute schnell rauszuholen. Ich glaube es waren 98 oder 99 Prozent der Menschen auf den unteren Etagen, die rechtzeitig raus gekommen sind, und den Anschlag überlebt haben.

Frage: Glück im Unglück, so makaber es klingt. Einerseits kann man sich ja die Theodizee-Frage stellen: Weshalb lässt Gott solch ein schreckliches Unglück zu, andererseits ist es ja fast ein Wunder, dass so viele tatsächlich überlebt haben …

Madigan: Gott gibt den Menschen die Freiheit, das Gute oder das Böse zu wählen. Die Menschen, die diese Anschläge verübt haben, wurden vom Bösen geleitet. Gott ist dafür aber nicht verantwortlich, es zeigt aber wie wichtig dieses Geschenk der Freiheit ist, und wie verantwortungsvoll wir damit umgehen müssen. Die Freiheit hat aber auch die Menschen geleitet, die andere gerettet haben, oder die Verwaltungsmenschen, die für Rettungswege und Brandübungen verantwortlich waren, und somit Leben gerettet haben. Die haben ihre Freiheit und ihre Intelligenz zum Positiven genutzt, im Gegensatz zu denen, die die Anschläge verübt haben.

Die St. Peter's Roman Catholic Church ist nur einen Katzensprung vom World Trade Center entfernt.

Frage: Was ist mit den Leuten, die Sie als Seelsorger betreut haben? Haben die an diesem Tag ihren Glauben verloren, oder hat sie die große Solidarität eher bestärkt.

Madigan: Es gab die unterschiedlichsten Reaktionen. Ein sehr interessantes Gespräch habe ich ein paar Tage nach dem Anschlag mit einem Arzt geführt. Er war am Morgen des 11. September eigentlich für eine Besprechung im World Trade Center verabredet, als er die Explosion sah. Er hatte mitbekommen, dass die Sanitäter die Verletzten in unserer Kirche untergebracht haben. Bei uns haben sie auf die Rettungswagen gewartet. Leider waren es auch einige Tote, die zu uns gebracht wurden. Der Arzt hat die blutenden Menschen auf unserer Treppe gesehen, hatte aber kein Verbandsmaterial dabei. Da ist er in die Kirche gerannt, und hat das Tuch, das auf dem Altar lag, zerschnitten und damit die Wunden versorgt. Eine Woche später kam er noch mal, und wollte sich bei mir entschuldigen. "Wofür?" Habe ich gefragt. "Ich habe Ihren Altar entweiht, und ich bin Jude, also fühle ich mich doppelt schuldig." Ich habe gesagt: "Sie haben damit das beste getan, was überhaupt möglich war." Im Endeffekt ist das genau ja auch der Sinn der Eucharistie, kein bloßes Ritual zelebrieren, sondern den Menschen im täglichen Leben so gut es nur geht zu helfen. Der Stoff, der uns bei der Anbetung dient, wurde dazu genutzt wortwörtlich die Wunden der Leidenden zu verbinden.

Frage: Ein großes Zeichen der Solidarität und Nächstenliebe. Davon hat man ja viel gelesen nach den Anschlägen. Für uns Außenstehende ist das manchmal schwer zu verstehen. Wie haben Sie das erlebt damals?

Madigan: Oh ja. Die ersten drei, vier Tage kamen Menschen aus dem ganzen Großraum New York zu uns, de einfach nur helfen wollten. Schutt wegräumen, wie bei einem Erdbeben vielleicht noch mit der Hoffnung, Überlebende zu finden. Hunderte, tausende. Menschen, die ich seit Jahren nicht gesehen hatte. Leute, die 60, 80, 100 Meilen gefahren sind, nur um zu helfen. Nach ein paar Tagen haben die Behörden aber gesehen, dass die ganzen Helfer, obwohl sie die nobelsten Absichten hatten, irgendwie doch eher im Weg waren, und im Endeffekt auch sich selbst und andere teils in Gefahr gebracht haben. Daraufhin wurde der ganze Bereich großräumig abgesperrt und unter Kriegsrecht gestellt. Die Freiwilligen haben dann auf andere Art geholfen, haben Essen für die Einsatzkräfte vorbeigebracht. Es war einfach so eine riesige Hilfsbereitschaft da. In gewissem Sinne haben wir das Osterwunder neu erlebt. 9/11 war der Karfreitag, und die Tage danach wurden für uns zum Osterfest – einem Fest des Dienens und der Nächstenliebe.

Frage: Viele Überlebende des Anschlags haben ja bis heute gesundheitliche Probleme. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Madigan: Gott sei Dank hatte ich da keine Probleme. Ich habe jahrelang dort noch gewohnt, aber mir geht es gut. Übrigens, das Feuer, dass auf dem Schutthaufen brannte, wurde damals zum längst-brennenden, menschengemachten Feuer aller Zeiten in Amerika. Das brannte bis zum frühen Dezember pausenlos. Deshalb hing auch monatelang noch der Rauch in der Luft, dem konnte man nicht entgehen. Wir haben aber für die Zeit Gasmasken bekommen, das ging für mich zumindest alles gut aus.

Frage: Wie lange hat es gedauert, bis das Leben in New York wieder den normalen Rhythmus gefunden hat?

Madigan: Das hat in der Tat Jahre gedauert. Im ersten Jahr war es so, als würden wir im Kriegsgebiet leben. Die ersten Monate zumindest gab es überall Straßensperren. Jeden Tag musste man einen anderen Weg nach Hause nehmen. Ganz lange haben auch die Wiederaufbauarbeiten gedauert, nicht nur am Ground Zero, überall brauchte es neue Stromleitungen, Rohrleitungen. Bis das wirklich wieder alles normal wurde, hat es sicher sieben oder acht Jahre gedauert. Im Prinzip so lange, bis der neue Turm des One World Trade Center errichtet wurde.

Himmelklar: Hat sich der Geist, die Mentalität der Stadt dadurch auf Dauer verändert?

Madigan: Ehrlich gesagt nur für eine kurze Zeit. Für ein paar Wochen waren die Menschen sehr höflich und zuvorkommend. Im Stau wurde nicht andauernd gehupt. Als das Hupen nach ein paar Wochen wieder los ging, war mir klar, dass die Menschen zurück in den Alltag gefunden haben.

Aber auch hier: Die Menschen sind so unterschiedlich, dass man das gar nicht allgemeingültig sagen kann. Es gab auf alle Fälle eine tiefgreifende Trauer, die wochenlang über der Stadt gelegen hat, weil es auch so viele Beerdigungen gab, auf die die Leute fast am Fließband gegangen sind. In der Zeitung gab es kleine Steckbriefe über die Opfer, jeden Tag eine Seite in der New York Times. Das war sehr traurig, das so verdeutlicht zu sehen, welche Menschen mitten aus dem Leben gerissen wurden, entweder in ihrer Jugend, oder nach einem langen, erfüllten Leben.

Das Johannesevangelium spricht vom Samen in der Erde, der vergehen muss, um neues Leben in die Welt zu bringen. Tod und Auferstehung sind also keine getrennten Sachen, sondern zwei Seiten derselben Medaille.

Zitat: Kevin Madigan

Frage: 9/11 war definitiv die größte Katastrophe, die New York erlebt hat. Es gab aber auch Menschen, die ähnliches über die Pandemie gesagt haben. Hunderte Tote jeden Tag, Notlazarette im Central Park. Kann man diese zwei Krisenlagen denn vergleichen? Wie haben Sie die Pandemie in New York erlebt?

Madigan: Zum Glück bin ich nicht krank geworden. Die meisten unserer Gemeindemitglieder haben zum Glück überlebt, nur wenige von uns sind gestorben. Der Unterschied ist, dass 9/11 ein sehr dramatischer, kurzfristiger Verlust menschlichen Lebens war. Die Pandemie zieht sich über einen viel längeren Zeitraum. Wenn man natürlich jemanden in seinem Umfeld verloren hat, war es genau so dramatisch. Gerade vor den Impfstoffen war die Lage ja völlig unkontrollierbar. Aber auch hier gab es die Trauer und auch die Dankbarkeit für die Leben, die verloren gegangen sind, durch einen Moment, der damals wie auch heute unvorstellbar war.

Frage: Die Durchhaltekraft, die Resilienz der New Yorker ist ja inzwischen zu einem regelrechten Sprichwort geworden. Entspricht das der Wahrheit, oder ist das etwas zu sehr romantisiert?

Madigan: Nein, da ist was dran. Es gab Helden, damals am 11. September und auch jetzt in der Pandemie. Damals waren es Feuerwehrleute und Polizisten, die in die Türme gerannt sind um zu helfen, obwohl es für sie der sichere Tod war. Aktuell sind es die Ärzte, Krankenschwestern oder Pflegekräfte, die genauso ihr Leben riskiert haben, um anderen das Leben zu retten. Es gab genau die gleiche Welle der Hilfsbereitschaft. Das ist dieselbe Dimension bei beiden Tragödien, der Unterschied ist, dass eine Katastrophe vom Menschen gemacht wurde, die andere aus der Natur kam.

Frage: Vor 20 Jahren haben Sie eine der größten Katastrophen unserer Lebzeiten hautnah miterlebt. Was hat das mit Ihrem Glauben gemacht?

Madigan: Das hat meine Überzeugungen, die sowieso schon da waren, bestärkt. Tod, Auferstehung, das Ostergeheimnis sind das Zentrum meines persönlichen Glaubens. Das Johannesevangelium spricht vom Samen in der Erde, der vergehen muss, um neues Leben in die Welt zu bringen. Tod und Auferstehung sind also keine getrennten Sachen, sondern zwei Seiten derselben Medaille. Auch in der furchtbaren Tragödie des 11. Septembers habe ich neues Leben entstehen sehen. Das rechtfertigt natürlich in keinster Weise diese furchtbaren Anschläge, aber es zeigt, dass Leben und Tod nichts getrenntes sind, sondern zusammengehören.

Frage: Wir leben gerade in angespannten Zeiten. Pandemie, Klima, politische Spaltung, Unruhen in Afghanistan, die ihren Ursprung auch am 11. September hatten – Wenn Sie all das sehen, was macht Ihnen da noch Hoffnung für die Zukunft?

Madigan: Es sind in der Tat schwierige Zeiten. Es scheint so, als ob die Menschen manchmal nicht aus den Tragödien der Vergangenheit lernen. Aber trotzdem sehe ich immer noch, dass Menschen heute wie damals mit Großzügigkeit und Nächstenliebe reagieren. Manchmal braucht es eine Katastrophe, um das den Menschen bewusst zu machen. Trotzdem sehe ich genau dort den Heiligen Geist am Werk, der die Menschen dazu bringt, ihre beste Seite zu zeigen. Heute braucht es Kreativität und eine große Vorstellungskraft, um die Herausforderungen des Klimawandels anzugehen, die vor uns liegen.

Wir sehen auch, dass der Krieg in Afghanistan ein vollkommenes Desaster war. Vielleicht werden wir als Nation jetzt endlich anfangen, die vergangenen 20 Jahre zu reflektieren, und zu verstehen, dass wir dem Land nur Kugeln, Bomben und Schmiergeld gebracht haben. Natürlich wurden auch Schulen gebaut, und den Menschen ein kleines Gefühl von Freiheit vermittelt, oder eine Gesundheitsversorgung aufgebaut – aber wird das jetzt auf Dauer anhalten? Es braucht für uns jetzt eine Zeit der Reflektion, nach diesem Krieg, der ja eigentlich aus redlichen Gründen begonnen worden sein sollte, aber genau so furchtbar endete, wie jeder andere Krieg. Vielleicht werden wir in Zukunft nicht mehr so schnell in Kriege ziehen, selbst wenn die Beweggründe verständlich sind.

Von Renardo Schlegelmilch