Wegen Corona nur eine kleine Delegation

Bundeskanzler Scholz empfängt erstmals Sternsinger

Aktualisiert am 05.01.2022  –  Lesedauer: 

Berlin ‐ Seit Helmut Kohl die Sternsinger 1984 zum ersten Mal empfing, kommen sie jedes Jahr ins Kanzleramt. Nun gab es eine Premiere: Erstmals nach 16 Jahren durfte mit Olaf Scholz ein neuer Bundeskanzler die kleinen Könige begrüßen.

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Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) hat erstmals die Sternsinger empfangen. Vier als Heilige Drei Könige verkleidete Jugendliche brachten am Mittwoch ihren Segen in das Kanzleramt. Die Mädchen und Jungen kamen aus Wolfsburg im Bistum Hildesheim und waren stellvertretend für alle Sternsinger angereist, die sich bundesweit um den Jahreswechsel am Dreikönigssingen beteiligen. Seit Kanzler Helmut Kohl die Sternsinger 1984 erstmals empfing, kommen sie jedes Jahr ins Kanzleramt. Am 6. Januar begrüßen auch Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und seine Frau Elke Büdenbender im Schloss Bellevue die Sternsinger. Diese Tradition wurde 1982 vom damaligen Bundespräsidenten Karl Carstens begründet.

Rund um den Dreikönigstag am 6. Januar ziehen in ganz Deutschland Sternsinger von Haus zu Haus, schreiben den Segen "Christus mansionem benedicat" für "Christus segne dieses Haus" an die Türen und sammeln Spenden für Kinder weltweit. Zentral eröffnet wurde die Aktion Dreikönigssingen am Donnerstag in Regensburg. Sie steht dieses Mal unter dem Motto "Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit" und macht auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksamen.

Dank an die Sternsinger

Laut Kindermissionswerk ist das Sternsingen die weltweit größte Solidaritätsaktion von Kindern für Kinder. Seit 1959 wurden rund 1,23 Milliarden Euro für mehr als 76.500 Projekte in Asien, Ozeanien, Afrika, Lateinamerika und Osteuropa gesammelt. Träger in Deutschland sind das Kindermissionswerk "Die Sternsinger" und der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Scholz bedankte sich bei den Sternsingern und übergab eine Spende. Das Projekt zur gesundheitlichen Unterstützung von Müttern und deren Kindern im Südsudan sei wirklich "sehr, sehr wichtig", so der Kanzler. Das passe auch zu dem diesjährigen Motto. Mit Blick auf die Pandemie erinnere es zudem an die weltweite Verantwortung der Politik. (tmg/KNA)