"Böser Geist" sei für Taten des russischen Präsidenten verantwortlich

Um Putin von Dämonen zu befreien: Priester betet täglich Exorzismus

Aktualisiert am 01.03.2022  –  Lesedauer: 
Ein Priester mit einem Kreuz in der Hand.
Bild: © KNA

Lwiw ‐ Was kann die Kirche tun, um den Menschen im ukrainischen Kriegsgebiet beizustehen und vielleicht sogar die Gewalt zu beenden? Ein Priester hatte eine ungewöhnliche Idee: Er betet täglich einen Exorzismus für Präsident Putin.

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Der ukrainische Priester Tikhon Kulbaka betet jeden Tag einen Exorzismus für den russischen Präsidenten Wladimir Putin. Kulbaka habe mit dem täglichen Ritual zu Beginn der russischen Invasion auf dem Staatsgebiet der Ukraine in der vergangenen Woche begonnen, teilte der Geistliche auf seinem Facebook-Profil mit. "Ein böser Geist könnte die Handlungen dieses Mannes auslösen", schrieb Kulbaka dort mit Blick auf den Krieg in der Ukraine. Mit dem täglichen Exorzismus wolle er Putin dem "dämonischen Einfluss entziehen und bewirken, dass er dem Bösen abschwört", so der Priester. Kulbaka ist Priester der Ukrainischen griechisch-katholischen Kirche, die zu den katholischen Ostkirchen zählt, die in voller Gemeinschaft mit dem Papst stehen.

Kulbaka rief Priester dazu auf, ihn bei seinen Bemühungen zu unterstützen und ebenfalls täglich einen Exorzismus an Putin vorzunehmen. Laien legte er entsprechende Befreiungsgebete und Anrufungen des heiligen Erzengels Michael ans Herz. Kulbaka ist Priester des Erzbischöflichen Exarchats Donezk in der Ostukraine, aktuell jedoch in Lwiw im Westen des Landes als Psychologe und Familienmediator tätig. Nach Beginn des Krieges im Osten der Ukraine 2014 befand er sich für zwölf Tage in Gefangenschaft der Separatistenarmee, weil er Gebetstreffen für den Verbleib der Region Donezk in der Ukraine veranstaltet hatte. (rom)