"Habe Claudios Worte noch lebhaft in Erinnerung..."

Papst Franziskus "tief traurig" nach Tod von Kardinal Hummes

Aktualisiert am 05.07.2022  –  Lesedauer: 

Vatikanstadt ‐ "Ich habe Claudios Worte noch lebhaft in Erinnerung, als er mich am 13. März 2013 bat, die Armen nicht zu vergessen": Papst Franziskus zeigt sich nach dem Tod seines Freundes Kardinal Hummes betroffen und zugleich dankbar.

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Papst Franziskus hat sich "tief traurig" über den Tod des brasilianischen Kardinals Claudio Hummes gezeigt. Zugleich bekundete er große Dankbarkeit für die langen Jahre "seines hingebungsvollen und eifrigen Dienstes", schreibt der Papst in einem am Dienstag veröffentlichten Telegramm an den Erzbischof von Sao Paolo, Kardinal Odilo Pedro Scherer. "Ich habe Claudios Worte noch lebhaft in Erinnerung, als er mich am 13. März 2013 bat, die Armen nicht zu vergessen", so Franziskus in Erinnerung an seinen brasilianischen Freund und den Tag seiner Wahl zum Papst.

Hummes, früherer Leiter der Römischen Kleruskongregation (2006-2010), war am Montag (Ortszeit) im Alter von 87 Jahren gestorben. Als Klerus-Präfekt war er unter Papst Benedikt XVI. (2005-2013) für einen großen Teil der damals rund 275.000 Diözesanpriester in der Weltkirche zuständig. Zuvor leitete er mit dem sechs Millionen Katholiken zählenden Erzbistum Sao Paulo in Brasilien acht Jahre lang eine der größten Diözesen der Welt. Von 1996 bis 1998 war Hummes Erzbischof von Fortaleza. Viele Jahre lang war er zudem Berater der Brasilianischen Bischofskonferenz für Ökumene-Fragen. Johannes Paul II. machte den Nachfahren deutscher Einwanderer aus dem Hunsrück 2001 zum Kardinal.

Nach Hummes' Tod zählt das Kardinalskollegium noch 207 Mitglieder; davon sind 116 unter 80 Jahre alt und damit zur Papstwahl berechtigt. Ende August nimmt Papst Franziskus 20 weitere Männer in seinen Senat auf, davon 16 Stimmberechtigte. Zuletzt war aus den Reihen der Kardinäle der langjährige Kardinalstaatssekretär Angelo Sodano mit 94 Jahren gestorben. (tmg/KNA)