Todesursache nur bei einem Tier klar

Trauer in Speyer: Zwei von drei Dom-Uhu-Jungen tot aufgefunden

Aktualisiert am 08.07.2022  –  Lesedauer: 

Speyer ‐ Groß war die Freude, als das am Speyerer Dom brütende Uhupaar in diesem Frühjahr drei Junge bekommen hatte. Nun die traurige Nachricht: Zwei der Tiere wurden tot aufgefunden. Bei einem ist die Todesursache bislang unklar.

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Von den drei im Ostturm des Speyerer Doms geschlüpften Uhus ist nur noch ein Jungvogel am Leben. Zwei junge Eulen seien tot im Umfeld des Doms entdeckt worden, teilte der Speyerer Vogelsachverständige Sven Ofer am Freitag mit. Ein Uhu sei in einem Springbrunnen ertrunken, beim anderen sei die Todesursache unklar. "Umso mehr hoffen wir, dass das letzte verbliebene Jungtier gut durch die nächsten Monate kommt." Die Uhus waren im März geschlüpft. Mit der Stadt Speyer sei man nun im Gespräch, um an den rund um den Dom gelegenen Brunnen und Wasserstellen kleine "Ausstiegshilfen" zu installieren, damit ins Wasser gefallene Vögel aus den Becken klettern könnten.

Uhus sind streng geschützt und waren wegen gnadenloser Jagd in Europa nahezu ausgestorben. In den 1960er-Jahren gab es in Deutschland nur noch weniger als 50 Bruten. Inzwischen wird die Population auf etwa 3.000 Brutpaare geschätzt. Der Uhu (Bubo bubo) ist mit einer Spannweite von bis zu 1,80 Metern die größte Eulenart. Markant sind seine orangefarbenen, kreisrunden Augen. Seinen Namen hat der Uhu wegen seines markanten Rufs. (KNA)