Es geht um den Fall eines vor 16 Jahren verstorbenen Gemeindepfarrers

Erzbistum Bamberg sucht Missbrauchsbetroffene per Pressemitteilung

Aktualisiert am 22.09.2022  –  Lesedauer: 

Bamberg ‐ Unter Namensnennung des Geistlichen und der Pfarrei: Das Erzbistum Bamberg ruft Missbrauchsbetroffene per Pressemitteilung dazu auf, sich zu melden. Erste Vorwürfe gegen den Priester habe es schon kurz nach seinem Tod 2006 gegeben.

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Das Erzbistum Bamberg sucht Betroffene von sexuellem Missbrauch im Frankenwald durch einen vor 16 Jahren verstorbenen Gemeindepfarrer per Pressemitteilung. Am Mittwoch wurden diese unter Namensnennung des Geistlichen und der Pfarrei aufgerufen, sich zu melden. Wegen seines Todes seien keine strafrechtlichen Ermittlungen mehr möglich, hieß es zur Begründung.

Schon nach dem Tod des Priesters 2006 habe es erste Vorwürfe gegen ihn gegeben, so Generalvikar Georg Kestel. Die Erzdiözese habe Anerkennungszahlungen geleistet und Therapiekosten übernommen. Die bisher bekannten Betroffenen seien Mitglieder der Gemeinde gewesen, in der der Beschuldigte 25 Jahre lang Pfarrer war.

Weitere Betroffene könnten sich auf Wunsch vertraulich bei einem der zuständigen Ansprechpartner melden. Gremien, Seelsorgeteams und der Bürgermeister der Gemeinde seien über die dem Erzbistum vorliegenden Erkenntnisse informiert. (KNA)