Rückblick auf den Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe

Bischof Bätzing: Frage nach Frauenpriestertum liegt auf dem Tisch

Aktualisiert am 25.11.2022  –  Lesedauer: 

Koblenz ‐ Die "Frauen-Frage" ist heiß diskutiert in der katholischen Kirche. Der Vatikan sieht keinen Spielraum für Änderungen beim Thema Frauenpriestertum. Für Bischof Georg Bätzing ist die Frage jedoch nicht geklärt.

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Der Limburger Bischof Georg Bätzing will ein unverrückbares Nein aus dem Vatikan zum Frauenpriestertum nicht hinnehmen. Auch wenn Rom diesen Punkt als geklärt sehe, sei es doch eine drängende Frage, sagte Bätzing laut Pressestelle des Bistums Trier am Donnerstag beim Katholischen Forum in Koblenz: "Sie wird gestellt und liegt damit auf dem Tisch." Beim Ad-limina-Besuch der deutschen Bischöfe vergangene Woche im Vatikan hätten die Kurienchefs deutlich gemacht, dass die Frage, ob Frauen Priesterinnen werden könnten, nicht verhandelbar sei.

Bätzing indes betonte, Frauen seien das zentrale Zukunftsthema. "Die Zugänge zum kirchlichen Amt müssen geebnet werden oder die Zukunft der Kirche in unserm Land ist schwer vorstellbar", sagte Bätzing, der auch Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) ist. "Wir müssen unsere Anliegen aus Deutschland kraftvoll verteidigen." Zugleich dämpfte er auch Erwartungen, dass am Ende des Synodalen Wegs der Zölibat aufgehoben und Frauen zum Weiheamt zugelassen würden. "Bei den weltkirchlichen Fragen können wir nur um Bearbeitung bitten", sagte Bätzing. "Wir tun das, was uns möglich ist." (red)

Hinweis, 25.11., 15:35 Uhr: Die Pressestelle Trier hat ihre ursprüngliche Mitteilung in zentralen Aussagen Bätzings korrigiert.