Das sind die 10 christlichsten Hashtags

Alles Gute zum Geburtstag, lieber Hashtag! Seit zehn Jahren erfüllt das Raute-Zeichen in den Sozialen Medien eine wichtige Funktion. Katholisch.de stellt die erfolgreichsten religiösen Hashtags vor und erklärt sie.

Social Media | Bonn - 23.08.2017

Laut Wikipedia ist der Hashtag – das Raute-Symbol auf der Tastatur – ein "mit Doppelkreuz versehenes Schlagwort, das dazu dient, Nachrichten mit bestimmten Inhalten oder zu bestimmten Themen in sozialen Netzwerken auffindbar zu machen." Und auch die Kirche kann in Hashtags sprechen. Das sind die Favoriten der Redaktion und ihre Geschichten.

#dnkgtt

Unter diesem Hashtag finden sich fast 2.000 Beiträge auf Instagram und noch viel mehr Kurznachrichten auf Twitter. Was sie wollen? Natürlich Gott danken. Für den Tag, für schöne Erlebnisse oder persönliche Erfolge. Bei diesem Hashtag werden bewusst die Vokale weggelassen (statt "Danke Gott"). Das rhetorische Stilmittel wird als "Apokope" bezeichnet und beschreibt den Wegfall eines Lautes oder einer Silbe.

Einfach nur #obrigadodeus #dnkgtt

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#ashtag

Aufgrund dieses Hahstags haben sich ganze theologische Debatten entwickelt. Der Hintergrund: Katholiken sollten ihr Aschekreuz fotografieren und unter den Hashtag "ashtag" in die sozialen Netzwerke stellen. Die Kritik daran: Katholiken hätten damit genau das gemacht, was die Bibel ihnen an diesem Tag verbietet: "(…) damit die Leute nicht merken, dass du fastest, sondern nur dein Vater, der auch das Verborgene sieht; und dein Vater, der das Verborgene sieht, wird es dir vergelten" (Mt 6,18). Dennoch finden sich unter diesem Hashtag viele Katholiken, die stolz zu ihrem Glauben stehen – und auch lustige Beiträge.

#tagesevangelium

Wer das Evangelium des Tages sucht, sollte diesen Hashtag bei Instagram verfolgen. Bistümer, Konvente oder Privatpersonen posten in den sozialen Netzwerken morgens eine Zeile aus dem Evangelium als Impuls für den Tag.

#hallelujah

Diese Hashtags wollen vor allem eines sagen: Schaut her, ich bin Christ, ich bin katholisch und ich bin stolz darauf. Fotos nach Hochzeit, Taufe oder Kommunion, Rosenkränze oder Kirchenbilder finden sich unter diesen Hashtags auf Instagram genauso wie Gebete oder Zitate auf Twitter. Manche Katholiken verwenden auch #gernekatholisch, #catholic oder #proudtobecatholic.

#PopeBars

Ein Phänomen, das Ende 2015 auf Twitter viral ging. Zu deutsch bedeutet #PopeBars sinngemäß "Papstzeilen". Papst Franziskus als Rap-Star? Der Hintergrund war ein Bild mit dem Heiligen Vater in typischer Rapper-Manier war: den Blick fest auf die Menge gerichtet, das Mikrofon dicht vor dem Mund. Das sind die erfolgreichsten Papstzeilen.

#AddAWordRuinATheologian

"Ergänze ein Wort, verhunze einen Theologen" – dieses Hashtagspielchen war 2014 auf Twitter erfolgreich. Die Idee sei zufällig entstanden. Ein baptistischer Pfarrer aus Georgia twitterte als Erster unter diesem Hashtag. Erst acht Monate später verbreitete sich das Spiel bis nach Deutschland – mit einigen witzigen Tweets.

#Vatikansportarten

Anlässlich der Olympischen Sommerspiele 2016 etablierte sich dieser Hashtag auf Twitter. So viele Nationen wie nie nahmen in Rio De Janeiro teil. Doch ein Staat fehlte: der Vatikan. Der Grund war vielen Twitter-Usern natürlich klar: Die Sportarten waren eindeutig zu weltlich. Sie hatten da andere Vorschläge.

#instakirche

Ein Hashtag, der katholisch.de besonders am Herzen liegt. Ein Hashtag für ein Gotteshaus? Nicht ganz, denn unter diesem Hashtag hat die Redaktion Kirchenführungen, sogenannte Instawalks, für Instagramer ins Leben gerufen. Fotografieren und Posten ist dabei ausdrücklich erwünscht. Seit Frühjahr 2016 fanden in verschiedenen Bistümern Instawalks statt: von Hamburg bis nach Passau. Der nächste ist im September in Bonn, weitere sind noch in Planung.

#amorislaetitia

Ein Papstschreiben in den Twittertrends. Kurz nach Veröffentlichung des nachsynodalen Schreibens von Franziskus im April 2016 explodierten die Sozialen Netzwerke. Die Vorfreude und Spannung wich Freude – und auch Enttäuschung. Heute finden sich unter diesem Hashtag vor allem Diskussionen um die allseits bekannte Fußnote 351 – der Umgang mit wiederverheirateten Geschiedenen.

#omg

"Oh my God" oder "O mein Gott" – ein Hashtag, der mittlerweile vor allem im säkularen Milieu genutzt wird. Empörung, Begeisterung, Freude: Dieser Hashtag deckt alle Emotionsspannen ab. Für Christen, die den Namen Gottes nicht so leichtfertig in den Mund nehmen, kann "OMG" auch "Oh my goodness" oder "Oh my Gosh" bedeuten.

#OMG!
#OMG!!! – Oh Mein Gott!!! – das kann für Begeisterung und Empörung stehen.
 katholisch.de

Von Julia Martin

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