Drei von vier Russen für Papstreise in ihr Land

Drei von vier Russen befürworten einer aktuellen Umfrage zufolge einen Besuch von Papst Franziskus in ihrem Land. Allerdings erklärte der Außenamtschef der russisch-orthodoxen Kirche, gegenwärtig sei kein Besuch von Franziskus in Moskau im Gespräch.

Ökumene | Moskau - 19.02.2016

Drei von vier Russen befürworten einer aktuellen Umfrage zufolge einen Besuch von Papst Franziskus in ihrem Land. Nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts Lewada (Freitag) stehen 20 Prozent der Befragten einer Reise des katholischen Kirchenoberhaupts in das orthodox geprägte Land "ausdrücklich positiv" gegenüber, weitere 56 Prozent «eher positiv». 7 Prozent lehnen eine solche Visite ab.

Bereits im März 2013, wenige Tage nach der Wahl von Franziskus, kam die Idee einer Russland-Reise des Papstes bei 71 Prozent der Russen gut an. Seit der allerersten Begegnung eines russisch-orthodoxen Patriarchen und eines Papstes vor einer Woche auf Kuba wird über einen möglichen Besuch von Franziskus spekuliert.

Der Außenamtschef der russisch-orthodoxen Kirche, Metropolit Hilarion, hatte jedoch am Mittwoch erklärte, gegenwärtig sei weder ein Besuch von Franziskus in Moskau noch ein Besuch des Moskauer Patriarchen Kyrill I. in Rom im Gespräch. Zunächst sollten sich die katholische und russisch-orthodoxe Kirche auf die "schnelle Überwindung des Negativen" konzentrieren, das sich zwischen Orthodoxen und Katholiken angehäuft habe.

Laut der neuen Umfrage bewertet eine Mehrheit von 57 Prozent der Russen die Beziehung zwischen der russisch-orthodoxen und der katholischen Kirche als "normal". 11 Prozent bezeichnen das Verhältnis zwischen den Konfessionen als "vertraut, befreundet", 14 Prozent als "kühl, angespannt". 1 Prozent meinte, beide Kirchen gingen "feindselig" miteinander um. 2013 war das Umfrageergebnis ähnlich. Das unabhängige Institut befragte von 12. bis 15. Februar landesweit 800 Erwachsene. (KNA)

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Historischer Handschlag in Havanna: Papst Franziskus und der Moskauer Patriarch Kyrill I. haben sich am Freitagabend in der kubanischen Haupstadt zu ihrer ersten Begegnung getroffen. Sie unterzeichneten eine achtseitige gemeinsame Erklärung.

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