Bischof Gerhard Feige, der Vorsitzende der Ökumenekommission der Bischofskonferenz, bezeichnete das Internetprojekt als gute Möglichkeit, sich mit dem vom Päpstlichen Rat zur Förderung der Einheit der Christen und dem Lutherischem Weltbund (LWB) herausgegebenen Dokument auseinanderzusetzen, dessen Impulse aufzunehmen und darüber ins Gespräch zu kommen. "Ich sehe das Projekt als ein Teilstück des Weges, auf dem wir gemeinsam unterwegs sind, zum Reformationsjahr 2017, aber auch unterwegs zu Jesus Christus", so Feige.
Der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands, Bischof Karl-Hinrich Manzke, würdigte das Projekt "als Chance für einen weitgefächerten Dialog zu ökumenischen Themen". Mit der Internetseite lüden die Kirchen dazu ein, sich an der Diskussion zu Themen des Glaubens und des ökumenischen Miteinanders zu beteiligen.
Der Magdeburger Bischof Gerhard Feige ist Vorsitzender der Ökumenekommission.
Projekt will Diskussionen anregen
Die gemeinsame Internetseite, die bis zum 21. November online bleiben soll, bietet die Möglichkeit, das Dokument "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" zu kommentieren und über den Text ins Gespräch zu kommen. Darüber hinaus sollen Kurzbeiträge prominenter Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Gesellschaft und Kirche zu weiteren Diskussionen anregen. Die ersten Beiträge stammen unter anderem von Bundestagspräsident Norbert Lammert und dem ehemaligen Umweltminister Klaus Töpfer.
Eine thematische Bündelung der Beiträge auf der Internetseite findet nach Angaben der beiden Kirchen anhand der fünf ökumenischen Imperative des Dokuments "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" statt, die zu Veränderung und Einheit aufrufen. Die Ergebnisse der Diskussionen sollen darüber hinaus in konkrete Handlungsoptionen für das ökumenische Miteinander einmünden. (stz)
Dossier: Ökumene
Ein Haus mit vielen Wohnungen: So lässt sich - vereinfacht - die Ökumene beschreiben. Das Haus, das viele christliche Kirchen und Gemeinschaften beherbergt, umspannt die ganze Welt. Die Familien in diesem Gebäude sind Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Kopten, Altkatholiken, Anglikaner und Freikirchler. Katholisch.de informiert in einem Dossier über Geschichte und gegenwart der Ökumene
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