Neue Leitung für deutsche Jesuiten

Nach sechs Jahren erhalten die Jesuiten in Deutschland und Schweden einen neuen Leiter: Pater Johannes Siebner wurde vom Ordensgeneral zum neuen Provinzial ernannt. Vor ihm stehen große Aufgaben.

Orden | Bonn/Rom - 07.11.2016

Die Deutsche Provinz des Jesuitenordens erhält einen neuen Provinzial. Pater Johannes Siebner löst den bisherigen Provinzial Stefan Kiechle nach sechs Jahren ab. Dies gab der Generalobere der Jesuiten, Arturo Sosa, am Montag in Rom bekannt. Derzeit tagt dort die Generalkongregation des Ordens. Siebner tritt sein Amt 2017 an, das genaue Datum steht noch nicht fest.

Der 55-jährige Berliner ist zur Zeit Rektor des Bonner Aloisisuskollegs, einer der drei von Jesuiten getragenen Gymnasien in Deutschland. Zuvor war der Politikwissenschaftler und Theologe für den Jesuiten-Flüchtlingsdienst, in der Jugendarbeit und als Lehrer tätig.

Der Provinzial wird nach den Ordensregeln der Jesuiten vom Generaloberen des Ordens ernannt, seine Amtszeit beträgt in der Regel sechs Jahre. Neben der administrativen Leitung der Ordensprovinz gehört zu seinen Aufgaben vor allem die so genannte "cura personalis", das regelmäßige Gespräch mit jedem Jesuiten über seine Arbeit und sein Leben im Orden.

Die Deutsche Provinz der Jesuiten mit Sitz in München zählt nach eigenen Angaben 346 Mitglieder an 30 Orten in Deutschland und Schweden. Sie steht vor tiefgreifenden Änderungen. Geplant ist eine Zusammenlegung der Provinzen von Deutschland, Österreich, der Schweiz, Ungarn und Litauen. (fxn)

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Eine Kanonenkugel und ein zertrümmertes Knie beim Ritterspross Ignatius von Loyola trug dazu bei, dass der größte Männerorden der Kirche gegründet wurde. Die Jesuiten kümmern sich verstärkt um Bildung.

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