Pfarrer findet 21.600 Euro auf Altar

Verteilt auf mehrere Briefumschläge fand Pfarrer Joachim von Kölichen die Summe in seiner Kirche. Zunächst gab er das Geld ordnungsgemäß im Fundbüro ab. Doch nun kommen die Scheine zurück.

Buntes | Bonn - 07.03.2018

21.600 Euro in mehreren Umschlägen, hinterlassen auf dem schlichten Holzaltar der Paulanerkirche im bayerischen Amberg: Vor gut einem halben Jahr machte der evangelische Pfarrer Joachim von Kölichen diese kuriose Entdeckung. Seit Anfang dieser Woche ist nun klar, dass die Paulaner-Gemeinde das Geld behalten darf.

"Grüne, gelbe und lila Scheine"

Wie der Bayerische Rundfunk (BR) berichtet, ist die Frist von sechs Monaten, in denen das Geld auf dem örtlichen Fundamt aufbewahrt werden musste, abgelaufen. Anfang der Woche bekam von Kölichen dazu den offiziellen Bescheid.

Am Abend des 22. August 2017 wollte der Pfarrer gerade die Kirche zuschließen, als ihm die weißen Umschläge auf dem Holzaltar auffielen. "Ich öffnete den ersten und fand grüne Scheine, ich öffnete den zweiten und fand gelbe und lila Scheine, also 200- und 500- Euro-Noten", erinnert er sich gegenüber dem BR.

Da sich kein Spender meldete, schossen die Spekulationen über die Herkunft des unverhofften Geldsegens ins Kraut: Wenn es sich um einen Spender handelte, warum verteilte der das Geld auf verschiedene Umschläge und verlangte keine Spendenquittung? Oder steckte hinter den Briefumschlägen doch etwas Kriminelles – das organisierte Verbrechen oder sogar eine schiefgegangene Entführung? Die Ermittlungen der Polizei liefen jedoch ins Leere.

Neue Stühle, neue Lautsprecher

So kommt das Geld nun der Gemeinde zugute. Die hat auch schon konkrete Pläne für die Verwendung: Die Paulanerkirche, in der die Scheine gefunden wurden, soll mit einer modernen Lautsprecheranlage ausgestattet werden. Weitere Kirchen in der Gemeinde bekommen eine neue Orgel und neue Stühle. (gho)

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