Schweiklberger Abt Rhabanus Petri tritt zurück

Zehn Jahre war Benediktinerpater Rhabanus Petri Abt der Abtei Schweiklberg. Nun tritt er auf eigenen Wunsch zurück. Seine Pläne: Unter anderem will er wieder für "Die Priester" ins Aufnahmestudio.

Orden | Schweiklberg - 26.07.2017

Der Abt der Benediktiner-Abtei Schweiklberg, Rhabanus Petri, tritt zurück. Am Montag sei Abtpräses Jeremias Schröder im Mutterhaus Sankt Ottilien seinem Wunsch gefolgt und habe das Rücktrittsgesuch angenommen, sagte der 54-Jährige am Mittwoch gegenüber katholisch.de. Petri wird Ende Juli nach zehn Jahren aus seinem Amt scheiden und nach St. Ottilien zurückkehren. Der frühere Cellerar Matthias Wenig (81) wird die Abtei Schweiklberg leiten, bis die Nachfolge geklärt ist. Das Kloster im niederbayerischen Vilshofen an der Donau gehört zur Benediktinerkongregation von St. Ottilien. Aktuell leben dort mit dem amtierenden Abt noch 26 Ordensmänner inklusive eines Novizen.

Petri hatte zuvor bereits ein "Sabbatical" genommen und die vergangenen zwei Monate zur Einkehr im "Shalom Center" im US-amerikanischen Philadelphia verbracht. Sein Rücktritt sei keine überstürzte Entscheidung, sondern ein langer Prozess gewesen, sagt er nun. Presseberichte, die behaupten, er würde das Kloster im Groll verlassen, weist er zurück. "Natürlich gab und gibt es Spannungen. Als Abt muss man auch einmal Entscheidungen treffen, die nicht jedem gefallen", so der Abt. Er habe sich aber nicht mit dem Konvent verworfen und will das Kloster auch künftig besuchen.

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Als Grund für seinen Rücktritt gab Petri die enge Verbindung zur Erzabtei Sankt Ottilien an. "Hier habe ich mein Noviziat absolviert, wurde zum Diakon und Priester geweiht. Ich bin tief in diese Gemeinschaft eingewebt", sagt er. Als er damals St. Ottilien verlassen habe, sei das unter der Bedingung geschehen, diese Entscheidung nach zehn Jahren zu überprüfen. Das habe er nun getan.

Als Seelsorge und Sänger tätig

In St. Ottilien wird Petri ab August als Gastmeister tätig sein. Als Abstieg sieht er das aber nicht. "Es berührt mich wenig, dass ich dann nicht mehr Abt Rhabanus, sondern Pater Rhabanus bin und keine Pontifikalien mehr tragen darf", sagt er. Es gehe ihm um die Gemeinschaft im Konvent und die Beziehung zu Gott. "Und ich habe festgestellt, dass ich gerne wieder in der Seelsorge tätig sein möchte. Darauf freue ich mich sehr", so Petri.

Neben der Seelsorge will der Abt sich dann auch wieder einem anderen Projekt widmen: der Musik. Denn Petri ist Mitglied der Band "Die Priester", die mit ihren bisherigen drei Alben in den Charts platzierten waren. Der Erstling "Spiritus die" (2011) wurde mit Gold in Österreich und Deutschland ausgezeichnet. "Wir werden bald wieder eine neue CD aufnehmen", sagt Petri. Seine Bandkollegen seien schon im Studio gewesen. Er will ihnen ab August folgen. (bod)

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