Ostern: Das Fest der Auferstehung
Dossier

Ostern: Das Fest der Auferstehung

Ostern ist das älteste und höchste Fest im Kirchenjahr. In der Osternacht zwischen Karsamstag und Ostersonntag feiern Christen die Auferstehung Jesu Christi. Rund um das Osterfest gibt es zahlreiche Bräuche und Riten. Das Dossier informiert über Ostern und die Auferstehung.

Die längste Messe der Welt

Ostern - Gründonnerstag, Karfreitag und die Osternacht sind die intensivsten liturgischen Feiern des Kirchenjahrs – und irgendwie anders. Wir erklären die einzelnen Teile einer scheinbar rätselhaften Liturgie.

  Artikel lesen

Verhüllte Kreuze, verlöschte Kerzen

Dossier: Ostern - Kurz erklärt: Was passiert in der Karwoche in den Kirchen? Katholisch.de erklärt die Liturgie dieser Woche, die eine Vielfalt von Symbolen enthält.

  Artikel lesen

Samstag ist "Kleine Auferstehung"

Dossier: Ostern - Für die Griechen ist Ostern das höchste Kirchenfest. Orthodoxe Ostern werden immer am ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond der ersten Tagundnachtgleiche des Jahres gefeiert.

  Artikel lesen

Jesus ging mit ihnen

Ostern - Das Evangelium vom Ostermontag handelt vom "Emmausgang". Zwei Jünger Jesu treffen unterwegs den auferstandenen Christus - allerdings erkennen sie ihn zunächst nicht. Erst als er das Brot bricht, wird ihnen klar: Der Herr ist wirklich auferstanden!

  Artikel lesen

Karwoche und Ostern – Das müssen Sie wissen

Heilige Woche - Die Karwoche bildet den Höhepunkt der Fastenzeit und mündet ins Osterfest, das höchste Fest der Kirche. Doch was wird an den einzelnen Tagen genau gefeiert und wie sehen die Gottesdienste aus?

  Artikel lesen

Das katholisch.de-Osterquiz

Buntes - Was feiern Christen an Ostern? Woher kommt der Brauch mit den Ostereiern? Das weiß doch jedes Kind! Wirklich? Testen Sie Ihr Wissen rund um das Fest der Auferstehung.

  Artikel lesen

Von Hasen und Eiern

Dossier: Ostern - Im Laufe der Jahrhunderte haben sich viele Symbole rund um das Osterfest etabliert. Das Ei hat viele verschiedene Bedeutungen, die sich zum Teil auf das christliche Osterfest übertragen haben.

  Artikel lesen

Die Ostergeschichte für Kinder erzählt

Kinder - Ostern ist das wichtigste Fest für uns Christen. Dann feiern wir die Auferstehung Jesu. Was an Ostern passiert ist, erklärt katholisch.de in leicht verständlicher Sprache. Die Geschichte beginnt an Palmsonntag.

  Artikel lesen

Die Bedeutung der Osterkerze

Ostern - Lumen Christi! In der Osternacht wird die Osterkerze feierlich am Osterfeuer entzündet. Sie sollte allerdings einige Kriterien erfüllen. Wir erklären, was es damit auf sich hat.

  Artikel lesen

Gute Freunde und böse Buben

Bibel - Es ist eine der bekanntesten Geschichten der Welt: Der biblische Bericht von Jesu Tod und Auferstehung. Katholisch.de stellt die wichtigsten Personen der Ostergeschichte in Kurzporträts vor.

  Artikel lesen

Vom Zionsberg nach Golgota

Bibel - Es sind Orte, die Weltgeschichte geschrieben haben: Die biblischen Stätten, die unmittelbar mit der Passionsgeschichte Jesu Christi verbunden sind. Katholisch.de stellt die vier wichtigsten Orte vor.

  Artikel lesen

Leuchtend wie ein Blitz

Dossier: Ostern - Alle Evangelien berichten über das leere Grab und die Auferstehung. Aber in Details unterscheiden sie sich. Lesen und vergleichen Sie hier die Auferstehungsgeschichten der vier Evangelien nach Matthäus, Markus, Lukas und Johannes.

  Artikel lesen

Jesus lebt

Dossier: Ostern - Der Evangeliumstext von der Auferstehung Jesu wird hier für Kinder nacherzählt. Aber was bedeutet diese Geschichte und Ostern? Im Anschluss gibt es für Kinder eine Deutung der Ereignisse.

  Artikel lesen

"Stärker als der Tod"

Dossier: Ostern - Der Würzburger Weihbischof Ulrich Boom war vor seiner Weihe im Januar 2009 fast 25 Jahre als Priester in der Gemeindeseelsorge tätig. Im Interview gibt Boom Antworten auf Fragen rund um das Osterfest.

  Artikel lesen

Hoch zu Ross

Dossier: Ostern - Bei den katholischen Sorben hat der Brauch des Osterreitens Tradition, ebenso wie das Ostersaatreiten von Ostritz zum Kloster St. Marienthal. Tausende Besucher kommen jedes Jahr zu Ostern in die Lausitz, um an diesen Ereignissen teilzunehmen.

  Artikel lesen

Osterlachen und andere Glücksfälle

Dossier: Ostern - Im Mittelalter war es üblich, die Angst vor dem Tod an Ostern wegzulachen. Der Berliner Religionswissenschaftler Harald Alexander Korp beschäftigt sich mit dem Sinn von Humor in Religionen und berichtet mehr über den Brauch.

  Artikel lesen

Gerecht und lecker

Dossier: Ostern - Bunte Eier und schmunzelnde Schokoladenhasen: Die Schoko-Leckereien in allen Farben und Formen sind aus vielen Osternestern nicht mehr wegzudenken. Doch wo kommt der Kakao dafür eigentlich her - und ist er unter gerechten Arbeitsbedingungen entstanden?

  Artikel lesen

Info

Ostern ist vor Pfingsten und Weihnachten der höchste Feiertag der Katholischen Kirche. An Ostern feiern Christen die Auferstehung Jesu und seinen Sieg über den Tod. Ostern gehört zu den beweglichen Feiertagen und ist abhängig vom Frühlingsvollmond – infolgedessen verändert sich das Datum des alljährlichen Osterfestes, es findet jedoch immer im März oder April statt. Christen wie Nicht-Christen verbinden mit Ostern die Freude auf den Frühling, auf Licht und Wärme. Diese Freude wird durch die vorhergehende österliche Bußzeit, die mit dem Aschermittwoch beginnende 40-tägige Fastenzeit, verstärkt. Die Herkunft des Wortes Ostern ist nicht eindeutig: vieles spricht für eine Ableitung vom altgermanischen „Austro“, das heißt „Morgenröte“, aber auch die germanische Frühlingsgöttin Ostara könnte die Namensgeberin für das Osterfest gewesen sein.

Ursprünglich feierten die frühen christlichen Gemeinden an jedem Sonntag die Begegnung mit dem Auferstandenen. Erst im 2./3. Jahrhundert entwickelte sich eine alljährliche selbständige Feier: das erste Konzil von Nizäa im Jahre 325 legte fest, dass die Feier der Auferstehung Christi am Sonntag nach dem Frühlingsvollmond begangen werden sollte. In der bis heute jährlich stattfindenden Osterfeier wird das Geheimnis der Auferstehung Christi liturgisch in besonderer Weise gegenwärtig. Wie das alttestamentliche Paschafest, das an die Befreiung der Israeliten aus der Versklavung in Ägypten erinnert und wesentlich für das jüdische Selbstverständnis ist, ist die Auferstehung des gekreuzigten Jesus, das sogenannte Osterereignis, das entscheidende Datum für das christliche Selbstverständnis.

Für die zeitliche Nähe von Ostern zum jüdischen Paschafest bieten die neutestamentlichen Schriften eindeutige Anhaltspunkte. Nach dem Bericht der Evangelisten ist Jesus am oder kurz vor dem jüdischen Paschafest gekreuzigt und nach seiner Bestattung von einigen seiner Jünger als Lebender gesehen und erkannt worden. Die Auferstehung Jesu ist jedoch nicht als wundergleiche Totenerweckung zurück in das irdische Leben zu verstehen. Der auferstandene Christus erscheint – so die Erzählungen der Evangelien – in einem verwandelten Leib und ist als solcher nicht unmittelbar zu erkennen. „Da wurden ihre Augen aufgetan und sie erkannten ihn; und er entschwand ihren Blicken“, steht im Evangelium des Lukas (24,31). Das leere Grab der vier Evangelisten als Beweis für die Auferweckung Jesu zu nehmen, greift jedoch ebenso kurz wie der Verweis des Apostels Paulus im Brief an die Korinther auf die zahllosen Erscheinungen des Auferstandenen. Entscheidend ist die durch die eigene Wahrnehmung der Jünger und Jüngerinnen Jesu gewonnene Überzeugung, die in den Evangelien mit den Erzählungen um Jesu Tod und Auferstehung auch für andere glaub-würdig gemacht wird.

An Ostern vollendet sich der im Weihnachtsfest angekündigte Heilsplan Gottes. Jesus Christus, der zu uns kam als das „Licht der Welt“ (Johannes 8,12), wird an Ostern zum Licht der Hoffnung. Die Lichtsymbolik spielt an Ostern eine ähnlich große Rolle wie an Weihnachten. Die Osternachtfeier, die je nach dem am Abend vor Ostersonntag oder am frühen Ostermorgen stattfindet, beginnt in der Regel außerhalb der Kirche an einem Feuer, dem sogenannten Osterfeuer. Daran wird die Osterkerze, Symbol für den auferstandenen Christus, angezündet und mit den Worten „Lumen Christi“ (lateinisch für: Licht Christi) brennend in die noch dunkle Kirche getragen. Die Flamme der Osterkerze wird an die Gläubigen weitergereicht, so dass der Kirchenraum immer mehr vom Licht, dem Symbol der Auferstehung, erhellt wird. Untrennbar zu Ostern gehören aber auch die vorausgehenden Tage Gründonnerstag und Karfreitag, denn nur in der Einheit von Leiden, Tod und Auferstehung erschließt sich das Ostergeheimnis Jesu Christi. Die Verkündigung des auferstandenen Christus verbindet sich mit Leben und Wirken der Person Jesu. Für Christen bedeutet Ostern die Hoffnung auf eine Zukunft, die jenseits unserer Geschichte liegt und diese vollenden wird und die einen anderen Blick auf die Gegenwart und eine neue Perspektive für das eigene Leben ermöglicht.

Im Laufe der Jahrhunderte hat sich ein vielfältiges österliches Brauchtum entwickelt. Eine zentrale Rolle spielen bis heute Eier, die seit dem 7./ 8. Jahrhundert als flüssiges Fleisch galten und während der Fastenzeit verboten waren. Seit dem Mittalter war es Brauch, Eier an Ostern als Abgabe an Klöster oder Grundherren, Pfarrer oder Messdiener zu entrichten, aber auch an Lehrer, Krankenhauspatienten oder Arme zu verschenken. Bis heute ist das Osterfest ein Anlass zum Schenken und Eierschmuck in allen denkbaren Variationen darf bei der Osterdekoration nicht fehlen. Traditionen wie Osterfeuer werden ebenso gepflegt wie der Osterspaziergang am Ostermontag, der auf den Emmausgang zurückgeht. Großer Beliebtheit erfreut sich seit dem 17. Jahrhundert auch der Osterhase. Inzwischen verdeckt die Kommerzialisierung von Ostern die eigentliche Osterbotschaft.

RSS-Feeds  |  Jobs  |  Impressum  |  Über uns  |  Datenschutz  |  © 2018