Weihnachten: Gott wird Mensch
Dossier

Weihnachten: Gott wird Mensch

Alljährlich feiern die Christen am 25. Dezember die Geburt Jesu. Unser Dossier informiert über die Bedeutung von Weihnachten, bekannte Bräuche sowie spannende Hintergründe rund um das Fest.

Staunen und Warten

Liturgie - Sie sind ein kleiner Schatz der kirchlichen Liturgie: Die sieben O-Antiphonen. Katholisch.de erklärt, was es mit diesen alttestamentlichen Sätzen auf sich hat, die uns ab dem 17. Dezember zum Weihnachtsfest führen sollen.

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Lieblingsgedichte

Weihnachten - Wer mit Weihnachtsgedichten groß geworden ist, für den bleiben sie für immer. Vier katholisch.de-Redakteure stellen ihre Lieblingsgedichte und -geschichten vor.

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Freude oder Zwang?

Pro & Contra - Unsere Redakteurin Janina Mogendorf kann sich Weihnachten ohne Konsum nicht vorstellen und sieht darin durchaus einen Wert. Frank Schäfer von den "Jesus Freaks" hat dagegen genug vom Geld ausgeben und seinen eigenen Weg gefunden.

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Weihnachtsfreude fairschenkt

Konsum - Die letzten Advents-Verkaufswochen stehen an. Keine Lust auf Konsumwahn und ein schlechtes ökologisches Gewissen beim Geschenkkauf? Katholisch.de zeigt, wie man soziale, regionale oder fair gehandelte Geschenke findet.

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Quiz: Wie gut kennen Sie Weihnachten?

Weihnachten - Was feiern die Christen eigentlich an Weihnachten? Testen Sie Ihr Wissen rund um das Fest.

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Das Weihnachtsevangelium nach Lukas mal anders

Weihnachten - Das Weihnachtsevangelium erzählt davon, wie Gott Mensch wird. Eine besondere Version des Textes trägt der Schauspieler René Heinersdorff vor. Damit wünscht katholisch.de gesegnete Weihnachten!

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Die Weihnachtsgeschichte für Kinder erzählt

Kinder - An Weihnachten feiern wir die Geburt Jesu Christi. Die Geburt war eine ganz besondere, denn Jesus ist der Sohn Gottes. Katholisch.de erklärt die Weihnachtsgeschichte für Kinder.

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Spickzettel Christmette

Liturgie - Was passiert in der Christmette und wann kniet man sich hin? Für alle, die die genauen Abläufe in der Kirche nicht kennen, hat katholisch.de einen Spickzettel, den man sich ausdrucken und mitnehmen kann.

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Advent: Zeit der Vorbereitung

Advent - Der Advent ist die vierwöchige Vorbereitungszeit auf Weihnachten. Das Wort kommt vom lateinischen "adventus" und lässt sich mit "Ankunft" übersetzen. Was Sie sonst noch über den Advent wissen müssen, erfahren Sie hier.

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Stimmt ins Lob der Engel ein!

Advents- und Weihnachtslieder - Singen gehört zu Advent und Weihnachten wie Plätzchen, Krippe und Adventskranz. Wenn in der Christmette "Stille Nacht" gesungen wird, ist Christ, der Retter, da. Katholisch.de-Mitarbeiter stellen ihre liebsten Advents- und Weihnachtslieder vor.

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Wenn Weihnachten zerbricht

Seelsorge - Was geschieht an Weihnachten, wenn die Familie zerbricht, wenn Freunde sich abwenden, wenn Rituale nicht mehr vollzogen werden können? "Einsamkeit ist das größte Thema an Weihnachten", sagt Andreas Brauns, der das "Weihnachtstelefon" organisiert.

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Treuer Begleiter und wunderbarer Schriftsteller

Lukas - Was wäre die Bibel ohne die Weihnachtsgeschichte von Lukas? Der Evangelist erzählt von der Geburt Jesu, obwohl er den Heiland nach eigener Aussage nie kennengelernt hat. Am 18. Oktober ist sein Gedenktag.

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"...weil in der Herberge kein Platz für sie war"

Weihnachten - An einem Abend im Jahr sind alle Kirchen im Land bis auf die letzten Reihen gefüllt - zur Christmette am 24. Dezember. Wenn die ersten Lieder gesungen und die ersten Gebete gesprochen sind, ist es Zeit für die wohl bekannteste Evangeliumsstelle von Lukas.

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Adventskranz

Dossier: Advent und Weihnachten - Ganze 28 Kerzen, Tannenschmuck und 1,20 Meter Durchmesser - so sah die Urform des beliebten Gestecks aus. Der evangelische Pfarrer Johann Hinrich Wichern hängte 1839 im Betsaal der Anstalt zur Betreuung gefährdeter Jugendlicher ein Holzrad mit Kerzen auf.

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Weihnachtskrippe

Dossier: Advent und Weihnachten - Dass der Gottes Sohn in einem ärmlichen Stall auf die Welt kommt, gehört zu den wunderlichsten Aspekten der Weihnachtsgeschichte. Dem Brauchtumsexperten Manfred Becker-Huberti zufolge hat es die Krippenverehrung bereits zu Beginn des Mittelalters gegeben.

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Das erste Mal basteln...

Humor - Als Oma hat man es ziemlich leicht: Man darf das Kind verwöhnen, muss es aber nicht erziehen. Zum Dank beschließt die Mama, dass ihre zweijährige Tochter zum ersten Mal ein Geschenk für Oma basteln soll. Ein Erlebnisbericht.

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Sitzen, stehen, knien

Gottesdienst - Wenn zu Hochfesten die Gottesdienste besonders gut besucht sind, kennt nicht jeder die genauen Abläufe. Katholisch.de erklärt die einzelnen Elemente einer Messe.

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Adam, Eva und das Jesuskind

Weihnachten - Einer alten Erzählung zufolge betrat kurz nach Jesu Geburt eine alte, von vielen Lebensjahren gebeugte Frau den Stall zu Bethlehem: Eva. Pater Lukas Rüdiger beschreibt, was die Figur aus dem Alten Testament mit Weihnachten zu tun hat.

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Kulturschock Christmette

Weihnachten - Unsere Autorin Franziska Jäger ist weder getauft noch Kirchengängerin. An Heiligabend besuchte sie zum ersten Mal den Weihnachtsgottesdienst in ihrer Heimat Stralsund an der Ostsee - ein Erfahrungsbericht.

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"Last Christmas" oder "Stille Nacht"?

Gesellschaft - Umfragen gibt es zu Weihnachten wie Nadeln am Christbaum. Was ist das Lieblingslied der Menschen? Geht noch jemand in die Kirche? Katholisch.de hat in den Statistiken nach guten Nachrichten gesucht.

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Die Theologie des Weihnachtsgebäcks

Weihnachten - In der Advents- und Weihnachtszeit sind sie allgegenwärtig: Spekulatius, Christstollen und Dominosteine. Doch Weihnachtsgebäck schmeckt nicht nur lecker - hinter ihm steckt oft auch eine religiöse Bedeutung.

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Weihnachtsgewürze

Dossier: Advent und Weihnachten - Was wären Kuchen und Plätzchen auf der weihnachtlichen Kaffeetafel ohne Vanille, Zimt oder Anis? Woher kommen die typischen Weihnachtsgewürze eigentlich, und wie werden sie in der Küche eingesetzt?

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Es könnte so schön sein ...

Dossier: Advent und Weihnachten - An Weihnachten kommt es in vielen Familien zu Ärger und Stress. Der Psychologe und Lebensberater Werner Hübner gibt Tipps, wie man Probleme und Enttäuschungen vor und an den Feiertagen vermeiden kann.

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Die beliebtesten Lieder und Gedichte zu Nikolaus

Nikolaus - "Lasst uns froh und munter sein ..." Dieser Klassiker wird jedes Jahr rund um den 6. Dezember gesungen. Aber wissen Sie, wie es in der zweiten Strophe weiter geht? Nein? Wir machen Sie textsicher!

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Von Sternen und Engeln

Brauchtum - Die Advents- und Weihnachtszeit ist voller Symbole, die mal mehr und mal weniger einen kirchlichen Hintergrund haben. Katholisch.de stellt einige vor und erläutert Hintergründe und religiöse Bedeutung.

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Weihnachtspflanzen

Dossier: Advent und Weihnachten - Nicht nur Zweige von Nadelbäumen sind in der Adventszeit beliebt. Wir winden gern auch Stechpalmen- und Mistelzweige in Gestecke und schmücken die Wohnung mit Weihnachtssternen und Christrosen. Was bedeuten die Pflanzen?

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Von drei Messen über Gaukeleien zur Bescherung

Brauchtum - Der Heiligabend bildet in Deutschland den Höhepunkt des Weihnachtsfestes. Das war nicht immer so: Ein Papst forderte drei Messen und das Volk wollte sich zeitweise lieber im Wirtshaus einstimmen. Katholisch.de zeichnet die Geschichte der Bräuche an Heiligabend nach.

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Gegen das schwarze Ungetüm

Seelsorge - Die Angst ist Tag und Nacht da, aber nie zu greifen. Auch im Gefängnis in Heidelberg spürt man sie. Seelsorger Hermann Bunse hat gegen die Angst ein Krippenprojekt initiiert. Ihre Figuren erzählen die weihnachtliche Botschaft neu.

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Advent und Weihnachten

Geschichte - Die Zeit vom ersten Advent bis zu Maria Lichtmess ist die Zeit der Rituale. Der historische Geburtstag Jesu ist unbekannt, aber seit dem vierten Jahrhundert wird die Geburt Christi am 25. Dezember gefeiert.

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Inbegriff des Neuanfangs

Weihnachten - Ein neuer Mensch werden. Hinter diesen Worten verbirgt sich eine weit verbreitete Sehnsucht. Weihnachten kann Anstoß dafür seien, das kindliche Staunen und Wünschen neu zu lernen.

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O Tannenbaum…

Brauchtum - Es gibt sie in riesengroß und winzig, bunt behangen und einfach geschmückt. Kein Weihnachten ohne Weihnachtsbaum. Doch nicht nur im Christentum, auch in vielen anderen Kulturen haben Bäume eine symbolische Bedeutung und stehen für das Leben. Daher kann man auch kein bestimmtes Datum für die "Erfindung des Weihnachtsbaumes" festlegen. Sicher ist, dass es bereits im Mittelalter einen Vorläufer des heute so beliebten Weihnachtssymbols gab.

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Von Weihnachtsgurken und Kindleinwiegen

Weihnachten - Die Weihnachtszeit ist eine Zeit voller Bräuche. Allerdings ist manches Brauchtum auch verschwunden. Oder wissen Sie, was es mit der Weihnachtsgurke oder dem Frautragen auf sich hat? Katholisch.de stellt vergessene Bräuche vor.

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Weihnachten allein zu Haus?

Weihnachten - Weihnachten ist das Fest der Familie. Das suggeriert nicht nur die Werbung. Da wundert es nicht, dass das Feiertagsideal der harmonischen Krippen-Szenerie entspricht. Doch was machen diejenigen, bei denen es nicht so ist?

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Endlich Zeit

Service - Die Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr bietet viel Raum für familiäre Aktionen. Sie ist besonders festlich, denn Weihnachten wirkt noch nach. Katholisch.de bringt Familien auf Ideen, wie sie diese Tage bis Neujahr mit Sinn erfüllen können.

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Weihnachtsgebäck

Dossier: Advent und Weihnachten - In der Adventszeit zieht ein verführerischer Duft zieht durch Küchen, Bäckereien und über die Weihnachtsmärkte. Stollen, Lebkuchen, Printen und Spekulatius gehören zu den traditionellen Weihnachtsgebäcken. Erfahren Sie mehr über ihre Geschichte.

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Das erste Mal backen...

Advent - So ein erstes Mal Plätzchen backen braucht eine gewisse Vorbereitung. Das gilt für alle ersten Male mit Baby. Die Mama berichtet, was sie in der Weihnachtsbäckerei mit einem 15 Monate alten Kleinkind erlebt.

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Polnische Weihnachten

Weihnachten - Michael Richmann hat an Heiligabend eine Familie in Polen besucht. Agathe Lukassek hat die Bräuche ihrer schlesischen Familie nach Deutschland importiert. Ein Erlebnisbericht aus zwei Perspektiven.

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Stille Nacht, heilige Nacht

Dossier: Advent und Weihnachten - Ob man sie mag oder nicht - Weihnachtslieder gehören zum Fest einfach dazu. Das wohl bekannteste ist "Stille Nacht". Die Entstehungsgeschichte mutet fast ein bisschen märchenhaft an, es entstand sehr spontan aus der Not heraus.

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Christbaumschmuck

Dossier: Advent und Weihnachten - In den Wochen vor Weihnachten ist es Zeit, die Kisten mit dem Weihnachtsschmuck vom Dachboden zu holen. Vor allem der Schmuck für den Weihnachtsbaum hat fast immer eine christliche Bedeutung. Katholisch.de stellt sie vor.

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Der Heilige, den jeder kennt

6. Dezember: Nikolaus - Einer der beliebtesten Heiligen ist Nikolaus. Seinen Gedenktag am 6. Dezember kennt wohl buchstäblich jedes Kind. Und das Brauchtum drumherum ist aus der Vorweihnachtszeit nicht wegzudenken.

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Info

Weihnachten wird als Fest der Geburt Christi am 25. Dezember gefeiert. Mit Ostern und Pfingsten gehört Weihnachten zu den drei Hauptfesten im Kirchenjahr. Dabei ist Weihnachten eindeutig das beliebteste Kirchenfest, das alljährlich bei vielen Christen, aber auch bei Nicht-Christen eine sentimentale Gemütsverfassung hervorruft. Durch das mit menschlichen Sehnsüchten arbeitende Weihnachtsgeschäft entsteht eine fast romantische Weihnachtsstimmung schon vorher im Advent, der vierwöchigen Vorbereitungszeit auf das Weihnachtsfest. Das Wort Weihnachten stammt von der mittelhochdeutschen Wendung „ze wihen naht“, was mit „geweihte, heilige Nacht“ übersetzt wird. Der römisch-katholische Weihnachtsfestkreis dauert vom ersten Adventssonntag bis zum Fest „Taufe des Herrn“ am ersten Sonntag nach dem 6. Januar, der auch als Dreikönigstag bekannt ist. Die Weihnachtszeit eröffnet das Kirchenjahr und ist so zeitlicher Vorläufer der Osterzeit. Symbolisch wird mit dem in der Geburtsnacht Jesu erschienenen Licht auf das Licht der Osternacht hingedeutet.

Die Symbolik des Lichtes spielt eine entscheidende Rolle im Hinblick auf die Entstehung von Weihnachten. Denn hinter dem 25. Dezember steht nicht das geschichtliche Geburtsdatum Christi. Vermutlich – so die vorherrschende Meinung der Forscher ¬ scheint das Datum eine Reaktion der römischen Christen auf ein heidnisches Staatsfest gewesen zu sein: das Geburtsfest des unbesiegbaren Sonnengottes. Nach einer Kalendernotiz wird die Feier der Geburt Christi am 25. Dezember zum ersten Mal im Jahr 336 in der Stadt Rom gefeiert. Dass die Weihnachtsfeier das Fest des Sonnengottes ablösen kann, zeigt, dass nach dem Zeitalter der Christenverfolgungen der christliche Glaube anfängt zu boomen. Die christliche Umwidmung des ursprünglich heidnischen Festes ist insofern nicht abwegig, als im Neuen Testament Christus selbst das „Licht der Welt“ (Johannes 8,12) genannt wird und als das „wahre Licht, das jeden Menschen erleuchtet“ (Johannes 1,9) in diese Welt gekommen ist. Während die antiken Kulturen den 25. Dezember als Tag der Wintersonnenwende feiern, wird Weihnachten als Geburtstag von Jesus Christus aus christlicher Perspektive zur Sonnenwende der Weltgeschichte. Dahinter steht der Glaube, dass am Ende der Zeit in Christi Wiederkunft alle Finsternis überwunden sein wird. Weihnachten ist also weit mehr als nur das Gedächtnis des Geburt Christi: Nicht das Bedürfnis neben Tod und Auferstehung Christi auch seine Geburt feiern zu wollen, ist hier ausschlaggebend, sondern Jesu Christi Person und sein Heilswerk erhalten mit dem Weihnachtsfest bleibende Geltung.

Insofern ist es ohne Bedeutung, dass Weihnachten nicht das geschichtliche Geburtsdatum Jesu Christi ist. Dass Jesus wirklich gelebt hat, darüber besteht in der historischen Jesusforschung kein Zweifel, doch der Bibel geht es um mehr: Im Neuen Testament berichten die so genannten Kindheitsgeschichten der Evangelisten Matthäus und Lukas von den Umständen der Geburt Jesu in Bethlehem: Im Vordergrund steht der in den Evangelien festgehaltene Glaube der Christen des 1. Jahrhunderts, dass Jesus Christus schon als neugeborenes Kind Sohn Gottes bzw. der verheißene Messias ist.

Am Zeugnis der Evangelien orientiert sich auch die heutige Weihnachtsliturgie. Beeinflusst durch einen im 6. Jahrhundert ausgebildeten Brauch der Papstliturgie gibt es drei, zu verschiedenen Tageszeiten stattfindende Messen. Die unterschiedlichen Texte für diese drei Weihnachtsmessen haben jeweils andere Schwerpunkte: Die Christmette in der Nacht (Heiligabend) vor Weihnachten, verkündet „die große Freude“, die allen Völkern zuteil geworden ist. Die Hirtenmesse am frühen Morgen des ersten Weihnachtstags stellt die Hirten in den Mittelpunkt, die den neugeborenen Jesus aufsuchen und nimmt so die Menschwerdung als Hoffnung auf Erlösung in den Blick. Das Hochamt am Weihnachtstag konzentriert sich auf Gottes Heilsplan, der in besonderer Weise im Prolog des Johannesevangeliums zum Ausdruck kommt.

Weihnachtliche Frömmigkeit und weihnachtliches Brauchtum haben über die Jahrhunderte hinweg vielfältige Formen angenommen. Wesentlich geprägt sind sie vom Datum der Wintersonnenwende, vom Jahreswechsel und der Geschichte vom Jesuskind in der Krippe. Weihnachts- und Krippenspiele gibt es bis heute und Segens- und Orakelbräuche, die sich an Silvester auch in unserer Zeit großer Beliebtheit erfreuen, gehen auf die Zeit zurück, als an Weihnachten noch der Jahreswechsel gefeiert wurde. Die Lichtsymbolik spiegelt sich nicht nur in der weihnachtlichen Bildsprache, sondern zeigt sich seit dem 16. Jahrhundert im Brauch des Christ- oder Weihnachtsbaums, der heute schon vor Beginn der Adventszeit Innenstädte, Gärten und Häuser erleuchtet. Hinzu kommt die Tradition des gegenseitigen Beschenkens. Ursprünglich waren Geschenke in der Katholischen Kirche mit dem Nikolaustag verbunden. Seit der Reformation im 16. Jahrhundert werden am Weihnachtstag die Kinder beschenkt – Martin Luther hat diesen Brauch eingeführt, um die Aufmerksamkeit auf das göttliche Geschenk der Geburt Jesu zu richten.

Gegenwärtig wird Weihnachten als „Fest der Liebe“ vermarktet und läuft Gefahr, als reines Geschenke- und Familienfest seinen christlichen Inhalt zu verlieren. Auf der anderen Seite übt Weihnachten auch heute noch eine unglaubliche Faszination auf die Menschen aus und veranlasst auch die der Kirche entfremdeten Menschen, einmal im Jahr zum Weihnachtsgottesdienst in die Kirche zu gehen.

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