Glaube
28
August
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Jesus sucht in der Gemeinschaft des Mahles die Menschen mit seiner Botschaft anzusprechen. Den Gästen im Haus des Pharisäers erteilt er eine Lehre, die wie eine kluge Verhaltensweise beim Hochzeitsmahl und auch sonst aussieht: "Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz." Aber der tiefere Sinn dieser Regel wird am Gründonnerstag sichtbar: Es geht um die Grundhaltung der dienenden Liebe: "Ich bin unter euch wie einer, der dient". Auch bei der Frage, wen soll man einladen, ist es nicht eine Frage des Aufrechnens; Gott selber lädt uns in seiner Mahlgemeinschaft zum Fest der eigenen, selbstlos schenkenden Liebe.

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Gebet des Tages

Groß bist du, o Herr,
und deines Lobes ist kein Ende;
groß ist die Fülle deiner Kraft,
und deine Weisheit ist unermeßlich.

Und loben will dich der Mensch,
ein so geringer Teil deiner Schöpfung.

Zu dir hin hast
du uns erschaffen,
und unruhig ist unser Herz,
bis es zur Ruhe kommt in dir.

(Augustinus, Bekenntnisse)

Sir 3, 17-18.20.28-29 (19-21.30-31)

Lesung aus dem Buch Jesus Sirach

Mein Sohn, bei all deinem Tun bleibe bescheiden, und du wirst mehr geliebt werden als einer, der Gaben verteilt. Je größer du bist, umso mehr bescheide dich, dann wirst du Gnade finden bei Gott.

Denn groß ist die Macht Gottes, und von den Demütigen wird er verherrlicht. Für die Wunde des Übermütigen gibt es keine Heilung, denn ein giftiges Kraut hat in ihm seine Wurzeln. Ein weises Herz versteht die Sinnsprüche [der Weisen], ein Ohr, das auf die Weisheit hört, macht Freude.

Hebr 12, 18-19.22-24a

Lesung aus dem Hebräerbrief

Schwestern und Brüder!

Ihr seid nicht zu einem sichtbaren, lodernden Feuer hingetreten, zu dunklen Wolken, zu Finsternis und Sturmwind, zum Klang der Posaunen und zum Schall der Worte, bei denen die Hörer flehten, diese Stimme solle nicht weiter zu ihnen reden;

Ihr seid vielmehr zum Berg Zion hingetreten, zur Stadt des lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, zu Tausenden von Engeln, zu einer festlichen Versammlung und zur Gemeinschaft der Erstgeborenen, die im Himmel verzeichnet sind; zu Gott, dem Richter aller, zu den Geistern der schon vollendeten Gerechten, zum Mittler eines neuen Bundes.

Lk 14, 1.7-14

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau. Als er bemerkte, wie sich die Gäste die Ehrenplätze aussuchten, nahm er das zum Anlass, ihnen eine Lehre zu erteilen. Er sagte zu ihnen:

Wenn du zu einer Hochzeit eingeladen bist, such dir nicht den Ehrenplatz aus. Denn es könnte ein anderer eingeladen sein, der vornehmer ist als du, und dann würde der Gastgeber, der dich und ihn eingeladen hat, kommen und zu dir sagen: Mach diesem hier Platz! Du aber wärst beschämt und müsstest den untersten Platz einnehmen.

Wenn du also eingeladen bist, setz dich lieber, wenn du hinkommst, auf den untersten Platz; dann wird der Gastgeber zu dir kommen und sagen: Mein Freund, rück weiter hinauf! Das wird für dich eine Ehre sein vor allen anderen Gästen.

Denn wer sich selbst erhöht, wird erniedrigt, und wer sich selbst erniedrigt, wird erhöht werden. Dann sagte er zu dem Gastgeber: Wenn du mittags oder abends ein Essen gibst, so lade nicht deine Freunde oder deine Brüder, deine Verwandten oder reiche Nachbarn ein; sonst laden auch sie dich ein, und damit ist dir wieder alles vergolten.

Nein, wenn du ein Essen gibst, dann lade Arme, Krüppel, Lahme und Blinde ein. Du wirst selig sein, denn sie können es dir nicht vergelten; es wird dir vergolten werden bei der Auferstehung der Gerechten.



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