Glaube
27
September
Tagesliturgie
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Vinzenz von Paul ist ein Ordensgründer, der aus Südfrankreich stammt. Er wurde im Jahr 1600, noch nicht zwanzig Jahre alt, zum Priester geweiht. Hatte er diesen Beruf zunächst gewählt, um aus der Armut herauszukommen, so vollzog sich in dem jungen Priester bald ein tiefer Wandel. Als Hausgeistlicher des Grafen de Gondi entdeckte Vinzenz die Verlassenheit und religiöse Unwissenheit der Landbevölkerung und stellte die mangelhafte Bildung vieler Geistlicher fest. Aus kleinen Anfängen entstand 1625 die Kongregation der Lazaristen, so genannt nach dem ehemaligen Priorat St-Lazare, das der Kongregation seit 1633 als Mutterhaus dient. Die Aufgabe der Lazaristen sah Vinzenz in der Abhaltung von Volksmissionen und in der Heranbildung eines guten Klerus, um die Arbeit an Ort und Stelle weiterzuführen. In Zusammenarbeit mit Louise de Marillac gründete Vinzenz die Töchter der Liebe (Barmherzige Schwestern, Vinzentinerinnen). Er starb 1660 in der Nacht zum 27. September.

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Gebet des Tages

Barmherziger Gott,
du hast den heiligen Vinzenz von Paul berufen,
den Armen zu helfen
und für die Ausbildung guter Priester zu sorgen.

Schenke auch uns apostolischen Eifer;
hilf uns, die Not der Armen zu sehen,
und mach uns bereit, ihnen zu helfen.

(aus dem Tagesgebet)

Ijob 3, 1-3.11-17.20-23

Lesung aus dem Buch Ijob

Ijob tat seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag. Ijob ergriff das Wort und sprach: Ausgelöscht sei der Tag, an dem ich geboren bin, die Nacht, die sprach: Ein Mann ist empfangen.

Warum starb ich nicht vom Mutterschoß weg, kam ich aus dem Mutterleib und verschied nicht gleich? Weshalb nur kamen Knie mir entgegen, wozu Brüste, dass ich daran trank?

Still läge ich jetzt und könnte rasten, entschlafen wäre ich und hätte Ruhe bei Königen, bei Ratsherren im Land, die Grabkammern für sich erbauten,o oder bei Fürsten, reich an Gold, die ihre Häuser mit Silber gefüllt.

Wie die verscharrte Fehlgeburt wäre ich nicht mehr, Kindern gleich, die das Licht nie geschaut. Dort hören Frevler auf zu toben, dort ruhen aus, deren Kraft erschöpft ist.

Warum schenkt er dem Elenden Licht und Leben denen, die verbittert sind? Sie warten auf den Tod, der nicht kommt, sie suchen ihn mehr als verborgene Schätze.

Sie würden sich freuen über einen Hügel; fänden sie ein Grab, sie würden frohlocken. Wozu Licht für den Mann auf verborgenem Weg, den Gott von allen Seiten einschließt?

Lk 9, 51-56

Aus dem heiligen Evangelium nach Lukas

Als die Zeit herankam, in der Jesus in den Himmel aufgenommen werden sollte, entschloss er sich, nach Jerusalem zu gehen.

Und er schickte Boten vor sich her. Diese kamen in ein samaritisches Dorf und wollten eine Unterkunft für ihn besorgen. Aber man nahm ihn nicht auf, weil er auf dem Weg nach Jerusalem war.

Als die Jünger Jakobus und Johannes das sahen, sagten sie: Herr, sollen wir befehlen, dass Feuer vom Himmel fällt und sie vernichtet?

Da wandte er sich um und wies sie zurecht. Und sie gingen zusammen in ein anderes Dorf.

 

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