Junge Menschen beten und Trauern nach dem Massenmord bei einem Musikfestival in Las Vegas.
Bischof predigt bei interreligiöser Gedenkfeier

Bischof von Las Vegas: Gott weint mit uns

Nach dem Massenmord bei einem Festival haben in Las Vegas Gläubige verschiedener Religionen zusammen gebetet. Bischof Joseph Pepe betonte dabei, dass Gott auch in der Trägodie bei den Menschen sei.

Las Vegas - 04.10.2017

Nach dem Massenmord in der US-Metropole Las Vegas mit mindestens 59 Toten hat der Bischof der Casino-Stadt, Joseph Pepe, die Menschen zum Zusammenhalt aufgerufen. "Angesichts der Tragödie brauchen wir einander", sagte der Bischof bei einem interreligiösen Gebetsgottesdienst in der Guardian Angel Cathedral in Las Vegas, wie die Zeitung "Catholic Herald" am Mittwoch berichtete.

"Angesichts der Gewalt stehen wir zusammen, weil wir nicht zulassen können, dass Hass und Gewalt das letzte Wort haben", betonte der Bischof von Las Vegas. "Wir beten und singen und hören auf das Wort Gottes, um uns daran zu erinnern, dass inmitten dieser Tragödie Gott mit uns ist." Er fügte hinzu: "Gott weint mit unseren Tränen."

Der als Attentäter identifizierte 64-jährige US-Amerikaner Stephen Paddock hatte am Sonntagabend (Ortszeit) aus dem 32. Stock eines Hotels in Las Vegas minutenlang auf Besucher eines Countrymusik-Konzerts geschossen. Nach aktuellen Polizeiangaben wurden mindestens 59 Menschen getötet und mehr als 500 verletzt. Bevor die Polizei Paddocks Suite im Mandalay Bay Hotel stürmte, tötete er sich selbst. Im Hotelzimmer Paddocks fanden die Ermittler 23 Schusswaffen.

Präsident Trump spricht von "Akt des puren Bösen"

Das Tatmotiv blieb weiter unklar. Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte Paddock allein gehandelt. Den Ermittlern zufolge wurden bisher keine Hinweise dafür gefunden, dass die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) in den Massenmord verwickelt sein könnte, auch wenn der IS den Anschlag für sich reklamierte. Das Massaker von Las Vegas gilt als größter Massenmord mit einer Schusswaffe in der jüngeren US-Geschichte. US-Präsident Donald Trump sprach von einem "Akt des puren Bösen". (KNA)