Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung
Aufgekreuzt - 14.06.2026 (00:31:40)

Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung

Ein Segen – das kann eine kleine Geste sein oder ganze Bücher füllen. Aber wer darf in der katholischen Kirche überhaupt einen Segen spenden? Warum ist Segen heute so beliebt? Und wann hat ein Segen auch eine kirchenpolitische Bedeutung? Das bespricht Host Christoph Brüwer mit Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann.
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Kalenderblatt
Geburt Johannes der Täufer

Geburt Johannes der Täufer

Die Kirche gedenkt der Heiligen immer an deren Todestag, gewissermaßen ihrem "himmlischen Geburtstag". Immer? Es gibt zwei prominente Ausnahmen: Am 8. September feiert die Kirche das Fest Mariä Geburt und am heutigen Tag begeht sie das Hochfest der Geburt Johannes' des Täufers. Der Evangelist Lukas (vgl. Lk 1,5-25) erzählt, dass die Eltern Zacharias und Elisabet alt waren und die Hoffnung auf Nachkommen längst aufgegeben hatten. Als der greise Zacharias gerade im Tempel seinen Priesterdienst erfüllte, erschien ihm ein Engel und kündigte ihm die Geburt eines Sohnes namens Johannes (hebr. "Gott ist gnädig") an. Weil Zacharias an der Botschaft zweifelte, ließ ihn der Engel bis zur Beschneidung seines Sohnes verstummen. Für die Datierung des Geburtstags gibt es einen doppelten Grund: Elisabet, die Cousine der Jungfrau Maria, war im sechsten Monat mit Johannes schwanger, als der Engel Gabriel ihr die Geburt Jesu ankündigte (vgl. Lk 1,36). Der Tradition nach liegen Jesus (Dezember) und Johannes (Juni) damit genau ein halbes Jahr auseinander. Im Johannesevangelium sagt der Täufer: "Er [Jesus] muss wachsen, ich aber muss abnehmen" (Joh 3,30). Dem entsprach die Lichtsymbolik des alten (julianischen) Kalenders: Der 24. Juni markierte als Sommersonnenwende die kürzeste Nacht und den längsten Tag. Ab diesem Termin nehmen die Tage immer weiter ab – bis zur Wintersonnenwende am 25. Dezember.

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Missbrauch

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2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.
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Regionenkonferenz Frankfurt

Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland

Wie geht es nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland weiter? Bei der Frühjahrs-Vollversammlung 2019 in Lingen beschlossen die deutschen Bischöfe einen Synodalen Weg. Gemeinsam mit allen Gläubigen wollen sie Reformen anstoßen. Die Themen: Machtmissbrauch, Sexualmoral, Zölibat und die Rolle der Frau.
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Weltweiter synodaler Prozess

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Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.