Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung
Aufgekreuzt - 14.06.2026 (00:31:40)

Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung

Ein Segen – das kann eine kleine Geste sein oder ganze Bücher füllen. Aber wer darf in der katholischen Kirche überhaupt einen Segen spenden? Warum ist Segen heute so beliebt? Und wann hat ein Segen auch eine kirchenpolitische Bedeutung? Das bespricht Host Christoph Brüwer mit Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann.
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Kalenderblatt
Dorothea von Montau

Dorothea von Montau

Als Papst Paul VI. die Patronin des Deutschen Ordens und Preußens 1976 heilig sprach, war ihre Heimat bereits polnisch geworden und Preußen von der Landkarte verschwunden: Dorothea von Montau (1347-1394). Sie entstammte einer aus den Niederlanden eingewanderten Bauernfamilie und wuchs in bescheidenem Wohlstand auf. Bereits als Kind soll die fromme Dorothea schwere Bußübungen auf sich genommen haben. Mit 16 Jahren musste sie einen deutlich älteren Waffenschmied aus Danzig (heutige Stadt siehe Bild) heiraten. Gemeinsam hatten sie neun Kinder, von denen jedoch nur eine Tochter überlebte. Kurz nach der Hochzeit erlebte Dorothea die erste von vielen mystischen Visionen. Ihr Ehemann hatte dafür aber kein Verständnis: Mit Gewalt versuchte er, Dorothea ihre intensive Frömmigkeit auszutreiben. Schließlich gab er auf und gestattete seiner Frau mehrjährige Pilgerreisen durch Europa. Als Dorothea zurückkehrte, war ihr Mann bereits verstorben. Die Witwe verschenkte ihren Besitz und widmete sich von nun an ganz Gott. Ihre Visionen erregten weiter Argwohn: 1391 wäre Dorothea beinahe als Hexe verbrannt worden. Daraufhin ging die Mystikerin als Reklusin an den Dom in Marienwerder (heute Kwidzyn), wo sie für viele Gläubige zur geistlichen Ratgeberin wurde. Sie starb am 25. Juni 1394.

Thema
Mitglieder der traditionalistischen Piusbruderschaft bei einem Gottesdienst.

Traditionalisten

Lange spielten sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Doch als Papst Benedikt XVI. die Messe nach tridentinischem Ritus 2007 wieder erlaubte, fanden auch sie wieder mehr Beachtung: die Traditionalisten. Die bekanntesten unter ihnen sind die Piusbrüder.
Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.