Kalenderblatt

Jakobus der Ältere

Seine Pilgerstätte in Santiago de Compostela erfreut sich Dank des andauernden Pilgertrends ungebrochener Beliebtheit – und der selbstbewusste Jakobus hätte wohl nichts dagegen gehabt. Er war ein Sohn des Fischers Zebedäus und zählt zusammen mit seinem jüngeren Bruder Johannes zu den erstberufenen Jüngern (vgl. Mt 4,21f). Jakobus und Johannes sollen sehr ungestüm (vgl. Lk 9,54f) gewesen sein und dafür von Jesus den Beinamen "Donnersöhne" (Mk 3,17) erhalten haben. Die Brüder hatten bereits eine besondere Stellung unter den Jüngern inne und durften besondere Ereignisse wie die Verklärung miterleben (vgl. 17,1), doch ihre ambitionierte Mutter Salome hatte noch weitere Pläne und bat Jesus: "Versprich, dass meine beiden Söhne in deinem Reich rechts und links neben dir sitzen dürfen!" (Mt 20,21) – sehr zum Unmut der anderen Jünger. Nach Ostern soll Jakobus als erster der Apostel für seinen Glauben gestorben sein (vgl. Apg 12,1f). Der Legende nach erschien Jakobus im 9. Jahrhundert einem spanischen Einsiedler und zeigte ihm das vergessene Apostelgrab in Compostela. Zur Erklärung, wie die Reliquien des galiläischen Fischers auf die iberische Halbinsel gekommen seien sollen, existieren verschiedene Traditionen. Fest steht, dass Jakobus zum spanischen Nationalheiligen avancierte und der Jakobsweg im Mittelalter sogar das römische Petrusgrab an Beliebtheit übertraf.

Thema
Mitglieder der traditionalistischen Piusbruderschaft bei einem Gottesdienst.

Traditionalisten

Lange spielten sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Doch als Papst Benedikt XVI. die Messe nach tridentinischem Ritus 2007 wieder erlaubte, fanden auch sie wieder mehr Beachtung: die Traditionalisten. Die bekanntesten unter ihnen sind die Piusbrüder.
Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.