Kalenderblatt

Eva-Maria Buch

Eva-Maria Buch (1921-1943) habe "die Verschlagenheit einer Katholikin und die Staatsfeindlichkeit einer Kommunistin" – so beschrieb sie der Richter, der die junge Frau am 3. Februar 1943 zum Tode verurteilte. Als einziges Kind tiefgläubiger Eltern hatte Eva-Maria zunächst eine wohlbehütete Kindheit in Berlin erlebt und das katholische Ursulinenlyzeum besucht. Nachdem die Schule von den Nationalsozialisten geschlossen worden war, begann Eva-Maria eine Ausbildung als Dolmetscherin. Nebenher arbeitete sie als Aushilfe in einem Antiquariat, wo sie den ehemaligen Journalisten und KZ-Häftling Wilhelm Guddorf kennenlernte. Über ihn kam sie mit der Widerstandsgruppe um Harro Schulze-Boysen und Arvid Harnack in Kontakt, der sie sich aus Glaubensüberzeugung anschloss. Eva-Maria übersetzte zahlreiche Flugschriften, in denen sie ausländische Zwangsarbeiter zur Sabotage aufrief. Im Oktober 1942 wurde sie in einer Verhaftungswelle gegen die von den Nazis "Rote Kapelle" genannten Widerstandsgruppen festgenommen. Ihren Eltern schrieb sie unmittelbar vor ihrer Hinrichtung am 5. August 1943: "Auf ein frohes Widersehen im anderen Leben." Die katholische Kirche nahm Eva-Maria 1999 als Glaubenszeugin in das Verzeichnis der Märtyrer auf. 

Thema
Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Thema
Mitglieder der traditionalistischen Piusbruderschaft bei einem Gottesdienst.

Traditionalisten

Lange spielten sie in der öffentlichen Wahrnehmung kaum eine Rolle. Doch als Papst Benedikt XVI. die Messe nach tridentinischem Ritus 2007 wieder erlaubte, fanden auch sie wieder mehr Beachtung: die Traditionalisten. Die bekanntesten unter ihnen sind die Piusbrüder.