Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung
Aufgekreuzt - 14.06.2026 (00:31:40)

Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung

Ein Segen – das kann eine kleine Geste sein oder ganze Bücher füllen. Aber wer darf in der katholischen Kirche überhaupt einen Segen spenden? Warum ist Segen heute so beliebt? Und wann hat ein Segen auch eine kirchenpolitische Bedeutung? Das bespricht Host Christoph Brüwer mit Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann.
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Kalenderblatt
Thomas Morus

Thomas Morus

Als Papst Pius XI. ihn 1935 heiligsprach, wollte die Kirche ein deutliches Zeichen zum religiösen Widerstand gegen den um sich greifenden Totalitarismus setzen. Thomas Morus (1478-1535) war der Sohn eines Londoner Juristen und konnte nur dank eines Stipendiums in Oxford Logik, Latein und Griechisch studieren. Auf Wunsch seines Vaters besuchte Thomas anschließend noch eine Rechtsschule. Er wurde erfolgreicher Anwalt und dachte lange über eine geistliche Berufung nach - bis er 1505 Joan Colt heiratete, mit der er drei Töchter und einen Sohn hatte. Als überzeugter Humanist förderte er die Bildung seiner Töchter ebenso intensiv wie die seines Sohnes. König Heinrich VIII. fiel das Talent des bürgerlichen Anwalts auf und engagierte ihn im Staatsdienst. Hier vermittelte Thomas in vielen Konfliktfällen, trat aber auch als erbitterte Gegner Luthers auf: Unter seiner Führung wurden Anhänger der Reformation verfolgt und hingerichtet. Als sich der König jedoch selbst von der katholischen Kirche abwandte, reichte Thomas seinen Rücktritt ein und zog sich in das Privatleben zurück. 1534 weigerte er sich, seinem katholischen Glauben abzuschwören und den Eid auf Heinrich VIII. zu leisten. Nach Monaten in Gefangenschaft wurde Thomas am 6. Juli 1535 enthauptet und seine Familie enteignet. 2000 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Patron der Regierenden und Politiker.

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Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
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Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.
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Ein AfD-Plakat vor einer Kirche

Die Kirche und die AfD

Seit der Gründung der AfD im Jahr 2013 war das Verhältnis zwischen der Partei und der katholischen Kirche distanziert. Im Zuge der zunehmenden Radikalisierung der AfD ist die Kirche seither immer stärker auf Distanz gegangen. Im Februar 2024 hat sie die Partei schließlich als für Christen "nicht wählbar" bezeichnet.