Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung
Aufgekreuzt - 14.06.2026 (00:31:40)

Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung

Ein Segen – das kann eine kleine Geste sein oder ganze Bücher füllen. Aber wer darf in der katholischen Kirche überhaupt einen Segen spenden? Warum ist Segen heute so beliebt? Und wann hat ein Segen auch eine kirchenpolitische Bedeutung? Das bespricht Host Christoph Brüwer mit Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann.
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Romuald

Romuald

Schon einmal von den Kamadulensern gehört? Die wenigsten werden ihnen im Leben begegnen, denn dieser kleine Orden mit knapp 100 Mitgliedern lebt sehr abgeschieden. Gegründet wurden die Kamadulenser von Romuald von Camaldoli (um 952-1027). Als Romuald etwa 20 Jahre alt war, musste er mitansehen, wie sein Vater einen Verwandten bei einem Duell tötete. Aus Sorge um das Seelenheil seines Vaters ging Romuald an seiner statt für vierzig Tage zur Buße in das Benediktinerkloster San Apollinare bei Ravenna – und fand überraschend Gefallen am Mönchsleben. Romuald blieb drei Jahre und legte die Gelübde ab. Dass er dem Kloster moralischen Verfall vorwarf, ärgerte seine Mitbrüder so sehr, dass sie ihm nach dem Leben trachteten. Nur durch Flucht konnte Romuald einem Mordanschlag entgehen und führte an verschiedenen Orten ein zurückgezogenes Einsiedlerleben. 1010 gründete Romuald sein bekanntestes Kloster, Camáldoli, von dem sich auch der spätere Ordensname ableitete. Auf der Suche nach dem "richtigen" Mönchsleben verband Romuald die Benediktsregel mit Elementen des ägyptischen Einsiedlertums. Er starb am 19. Juni 1027, die Heiligsprechung erfolgte 1032.  

Auf dem Bild sieht man einen betenden Kamaldulenser auf dem Eulenberg in Bieniszew.

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