Die Würzburger Synode: 50 Jahre her – und noch immer aktuell?
Aufgekreuzt - 13.04.2026 (00:26:05)

Die Würzburger Synode: 50 Jahre her – und noch immer aktuell?

Synodalität – dieser Begriff ist in der Kirche gerade in aller Munde. Aber nicht nur gegenwärtig wird über Synodalität gesprochen – vor rund 50 Jahren kam die Kirche in Westdeutschland zu einer Synode in Würzburg zusammen. Welche der Themen auch heute noch aktuell sind, bespricht Host Christoph Brüwer mit Kirchenhistoriker Stephan Knops.
Player wird geladen ...
Kalenderblatt
Hildegund von Schönau

Hildegund von Schönau

Schon im Mittelalter liebten die Menschen Erzählungen über vertauschte Geschlechterrollen in der Kirche – und Hildegund von Schönaus Lebensgeschichte verbreitete sich in kürzester Zeit: Hildegund (1170-1188) war die Tochter des Edelherren Harper von Helpenstein (heute Neuss). Nach dem Tod seiner Frau brach er mit der zwölfjährigen Hildegund zu einer Pilgerreise ins Heilige Land auf. Doch noch bevor er die ersehnten Stätten erreichen konnte, starb der Adlige in Tyros (heute Libanon) an Fieber. Ohne männliche Begleitung aber wäre seine Tochter Belästigungen und Angriffen schutzlos ausgeliefert. So gab er Hildegund auf dem Sterbebett einen letzten Rat: Sie solle Männerkleidung anziehen und den Namen Josef, nach dem Beschützer der Familien und Kinder, annehmen. Mit ihrer neuen Identität vollendete Hildegund nicht nur die Pilgerreise, sondern erlebte zahlreiche Abenteuer: "Josef" arbeitete etwa in geheimer Mission für einen Kölner Domherrn und entging in Augsburg nur knapp dem Galgen. Schließlich bat sie um Aufnahme in das Zisterzienser-Kloster Schönau bei Heidelberg. Hier leistete der auffällig zart gebaute "Jüngling Josef" harte Arbeit beim Ausbau des Klosters – vielleicht zu viel. Sie starb entkräftet am 20. April 1188. Erst bei der Leichenwaschung entdeckten die überraschten Mitbrüder ihr wahres Geschlecht. Hildegunds überlieferte Grabinschrift lautet: "Im Leben war sie scheinbar ein Mann, aber im Tod strahlt sie als Frau." 

Auf dem Bild sieht man den Ort Schönau.

Thema
Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Thema
Papst Franziskus

Papst Franziskus

Von 2013 bis 2025 war Jorge Mario Bergoglio als Papst Franziskus das Oberhaupt der katholischen Kirche. Als erster Jesuit und als erster Papst aus Südamerika schrieb er Kirchengeschichte. An Ostermontag ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.
Thema
Benedikt XVI. im Porträt

Benedikt XVI.

Von 2005 bis 2013 war Joseph Ratzinger als Benedikt XVI. das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche. Seit seinem historischen Rücktritt lebte der emeritierte Papst weitgehend zurückgezogen im Vatikan. An Silvester 2022 ist er mit 95 Jahren verstorben.