Kalenderblatt

Demetrios von Thessaloniki

Während die meisten Deutschen bei Demetrios (3.-4. Jahrhundert) nur mit den Schultern zucken, können Griechen, Bulgaren, Russen und Serben leidenschaftlich um dessen Schutz streiten. Obwohl seine historische Existenz nicht bewiesen werden kann, zählt der "Heilige Ritter" zu den beliebtesten Heiligen der Ostkirche. Über sein Leben existieren zahlreiche Legenden. Wahrscheinlich erlitt er um 304 während der Diokletianischen Christenverfolgung in Sirmium (heute Serbien) den Märtyrertod. Der Tradition nach entstammte Demetrios einer einflussreichen römischen Familie und diente in der Armee. Als er sich weigerte, seine Glaubensgeschwister zu verfolgen, offenbarte er sich damit als Christ und wurde selbst hingerichtet. Gut 100 Jahre später wurden seine Gebeine nach Thessaloniki gebracht, wo sein Grab bis heute verehrt wird. Weil aus seinem Schrein heilsames Öl ausströmt, nennen die Gläubigen ihn auch "den Myrrheverströmenden". Von hier aus verbreitete sich der Kult um Demetrios in ganz Osteuropa. Die westeuropäischen Kreuzfahrer brachten seine Verehrung in ihre Heimatländer mit.

Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.
Thema
Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.
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Regionenkonferenz Frankfurt

Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland

Wie geht es nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland weiter? Bei der Frühjahrs-Vollversammlung 2019 in Lingen beschlossen die deutschen Bischöfe einen Synodalen Weg. Gemeinsam mit allen Gläubigen wollen sie Reformen anstoßen. Die Themen: Machtmissbrauch, Sexualmoral, Zölibat und die Rolle der Frau.