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Prisca und Aquila
Der große Völkerapostel Paulus wusste, was er diesem außergewöhnlichen Ehepaar zu verdanken hatte: "Grüßt Prisca und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus, die für mein Leben ihren eigenen Kopf hingehalten haben […]." (Röm 16,3f) Die beiden waren christgläubige Juden aus Rom und arbeiteten - wie Paulus – gemeinsam als Zeltmacher (moderner Zeltmacher siehe Bild). Nachdem Kaiser Claudius im Jahr 49 alle Juden aus der Hauptstadt vertrieben hatte, gingen Prisca und Aquila nach Korinth (heute Griechenland). Dort traf das Handwerkerehepaar auf Paulus, den sie bei sich aufnahmen. Ihre Hausgemeinde wurde zur Keimzelle der Völkermission (vgl. Apg 18,2f). Später zogen Prisca und Aquila nach Ephesus (heute Efes in der Türkei), erklärten anderen ihren Glauben (vgl. Apg 18,26) und gründeten eine weitere Gemeinde (vgl. 1 Kor 16,19). Erst nach dem Tod des Claudius im Jahr 54 konnte das Ehepaar nach Rom zurückkehren, wo ihr Haus zum Ausgangspunkt der weiteren paulinischen Mission wurde: "[A]lle Gemeinden der Heiden sind ihnen dankbar." (Röm 16,4) Dass Prisca – anders als in der Antike üblich – in vier von sechs Fällen vor ihrem Mann Aquila genannt wird, legt die Vermutung nahe, dass sie eine bedeutendere Rolle in der jungen Glaubensgemeinschaft innehatte.
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