Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung
Aufgekreuzt - 14.06.2026 (00:31:40)

Segen: Kleine Zeichen mit großer Bedeutung

Ein Segen – das kann eine kleine Geste sein oder ganze Bücher füllen. Aber wer darf in der katholischen Kirche überhaupt einen Segen spenden? Warum ist Segen heute so beliebt? Und wann hat ein Segen auch eine kirchenpolitische Bedeutung? Das bespricht Host Christoph Brüwer mit Liturgiewissenschaftler Benedikt Kranemann.
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Etheldreda (Edeltraud)

Etheldreda (Edeltraud)

Heiratspolitik war seit jeher ein beliebtes Mittel einflussreicher Adelsfamilien – doch diese angelsächsische Prinzessin hatte ihren ganz eigenen Kopf. Etheldreda (um 635-679) war die Tochter des Königs Anna von Ostanglien. Aus machtstrategischen Gründen musste sie als junges Mädchen den Adligen Tondberht heiraten, der ihr als Hochzeitsgeschenk die Insel Ely übergab. Doch statt sich ihrem vermeintlichen Schicksal zu fügen, legte Etheldreda ein Jungfräulichkeitsgelübde ab und überzeugte ihren Ehemann, diese radikale Entscheidung zu akzeptieren. Nach Tondberhts Tod im Jahr 655 zog sich die Witwe nach Ely zurück. Doch die Ruhe währte nur kurz: Fünf Jahre später musste Etheldreda den erst 15-jährigen northumbrischen Prinzen Ecgrifth heiraten. Mit dessen Thronbesteigung im Jahr 670 stieg Etheldreda zur Königin von Northumbria auf. Im Laufe der Jahre drängte Ecgrifth immer stärker auf den Vollzug der Ehe. Schließlich ergriff Etheldreda die Flucht und trat mithilfe des Bischofs Wilfrith von York in ein Kloster ein. Durch ihr Nonnengelübde entzog sie sich endgültig dem Zugriff ihrer Familie. 673 kehrte Etheldreda auf ihre geliebte Insel Ely zurück und gründete dort ein Doppelkloster, dem sie selbst als Äbtissin vorstand. Sie starb am 23. Juni 679. Bis heute zählt Etheldreda zu den beliebtesten Heiligen Großbritanniens. 

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Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland

Wie geht es nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland weiter? Bei der Frühjahrs-Vollversammlung 2019 in Lingen beschlossen die deutschen Bischöfe einen Synodalen Weg. Gemeinsam mit allen Gläubigen wollen sie Reformen anstoßen. Die Themen: Machtmissbrauch, Sexualmoral, Zölibat und die Rolle der Frau.
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