Kalenderblatt

Christophorus

Als Schutzpatron der Autofahrer erfreut sich Christophorus in Deutschland noch heute besonderer Beliebtheit. Wer der Legende nach als Riese das Jesuskind höchstpersönlich über einen Fluss getragen haben soll, der wird gewiss für eine sichere Fahrt sorgen können. Historisch ist die Person des Christophorus nicht mehr zu fassen, denn sein Name (zu Deutsch "Christusträger") wurde in der Antike als genereller Ehrentitel für Märtyrer verwendet. Und so verbanden sich je nach Ort und Zeit ganz unterschiedliche Traditionen mit diesem Heiligen. Im Mittelalter sollte er vor der größten Angst der damaligen Menschen schützen: dem plötzlichen Tod. Ostkirchliche Darstellungen des Christophorus als Hundsköpfiger erinnern auch optisch an den ebenfalls hundeköpfigen altägyptischen Totengott Anubis. In der mittelalterlichen Schaufrömmigkeit sollte allein der Blick auf Christophorus genügen, um zumindest für einen Tag vor dem plötzlichen Tod ohne Sakramente sicher zu sein. Darum wurden vor allem an den Wänden von Wegkirchen riesige Christophorusbilder angebracht. In der katholischen Kalenderreform von 1962 wurde Christophorus zunächst gestrichen, weil seine Existenz legendär sei. Im deutschen Regionalkalender blieb er jedoch aufgrund seiner traditionellen Verehrung bis heute bestehen.

Thema
Weltweiter synodaler Prozess

Weltweiter synodaler Prozess

Papst Franziskus hat 2021 die gesamte katholische Kirche auf einen weltweiten synodalen Prozess geschickt. In mehreren Stufen von den Pfarreien über die Diözesen und die Bischofskonferenzen bis zum Vatikan sollten die Gläubigen und ihre Bischöfe beraten, welche Reformen die Kirche braucht. Bei der Bischofssynode "Für eine synodale Kirche – Gemeinschaft, Teilhabe und Mission" beraten in zwei Sitzungen im Herbst 2023 und im Herbst 2024 die Bischöfe, Kleriker, Ordensleute und Laien über die Eingaben des Prozesses. Bei dieser Synode dürfen zum ersten Mal auch Frauen abstimmen.
Thema
Ein AfD-Plakat vor einer Kirche

Die Kirche und die AfD

Seit der Gründung der AfD im Jahr 2013 war das Verhältnis zwischen der Partei und der katholischen Kirche distanziert. Im Zuge der zunehmenden Radikalisierung der AfD ist die Kirche seither immer stärker auf Distanz gegangen. Im Februar 2024 hat sie die Partei schließlich als für Christen "nicht wählbar" bezeichnet.
Thema
Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.