Kalenderblatt

Johannes Eudes

Für seine Eltern war Johannes Eudes (1601-1680) nicht nur ein Wunsch-, sondern ein Wunderkind. Jahrelang hatten sie zur Jungfrau Maria um ein Kind gebetet – aus Dank weihten sie ihren Sohn nach der Geburt der Gottesmutter. So besuchte Johannes die Jesuitenschule im französischen Caen und trat 1622 der Weltpriestergemeinschaft der "Oratorianer" bei. In den folgenden Jahren betreute er Pestkranke und wurde von seinem Orden auf Volksmissionen geschickt. Entgegen damaligen Strömungen betonte Johannes dabei nicht die Strenge Gottes, sondern seine übergroße Barmherzigkeit. Auf Reisen begegnete Johannes immer wieder unzureichend ausgebildeten Priestern, die ihr Amt schlecht ausübten. Deshalb wollte er sich für eine Verbesserung der Priesterausbildung einsetzen, was seine Vorgesetzten jedoch ablehnten. Schweren Herzens verließ Johannes daraufhin seinen Orden und gründete 1643 die "Kongregation von Jesus und Maria" (heute bekannt als Eudisten). Wo immer die Gemeinschaft hinzog, förderte sie die Herz-Jesu-Verehrung. 1641 gründete Johannes in Caen ein Zufluchtshaus für ehemalige Sexarbeiterinnnen, aus denen sich später die "Schwestern vom Guten Hirten" entwickelten. Johannes Eudes starb am 19. August 1680 und wurde 1925 heiliggesprochen. 

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Ein AfD-Plakat vor einer Kirche

Die Kirche und die AfD

Seit der Gründung der AfD im Jahr 2013 war das Verhältnis zwischen der Partei und der katholischen Kirche distanziert. Im Zuge der zunehmenden Radikalisierung der AfD ist die Kirche seither immer stärker auf Distanz gegangen. Im Februar 2024 hat sie die Partei schließlich als für Christen "nicht wählbar" bezeichnet.
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Papst Leo XIV. winkt lächelnd im September 2025 auf dem Petersplatz im Vatikan.

Papst Leo XIV.

Seit dem 8. Mai 2025 ist Robert Francis Prevost der 267. Bischof von Rom. Der US-Amerikaner gab sich den Namen Leo XIV. Auf dieser Themenseite bündelt katholisch.de die Berichterstattung über das amtierende Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche.
Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.