Wie Propheten oft umgedeutet wurden
Aufgekreuzt - 01.06.2026 (00:29:12)

Wie Propheten oft umgedeutet wurden

Das Alte Testament ist voll von Texten von oder über Propheten. Doch welche Bedeutung haben sie? Darüber spricht Host Christoph Paul Hartmann mit dem Jenaer Alttestamentler Hannes Bezzel.
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Kalenderblatt
Karl Lwanga und Gefährten

Karl Lwanga und Gefährten

Ein gebotener Gedenktag für afrikanische Glaubenszeugen – das hat im Heiligenkalender noch immer Seltenheitswert. Heute aber erinnert die Kirche weltweit Karl Lwanga und seine Gefährten. Lwanga wurde 1860 geboren und wuchs auf der Insel Bubembe im Viktoriasee (heutiges Uganda) auf. Mit etwa 18 Jahren kam er als Page an den Hof des Königs Mwanga II. In dieser Zeit wandte sich ein Teil der Bevölkerung dem Christentum zu – darunter auch Lwanga. Er ließ sich am 15. November 1885 von Pater Giraud taufen und nahm zu Ehren der missionierenden Weißen Väter den Namen ihres Gründers an: Karl (frz. Charles). Der König aber fürchtete die Fremden: Die ausländischen Missionare wollten Afrika unterjochen und verfolgten europäische Kolonialinteressen. Getaufte Landsleute seien darum als Kollaborateure und Spione zu verfolgen, befand der Herrscher. Ausgerechnet an seinem Königshof aber gab es viele Christen. Anteil daran hatte auch Karl Lwanga, der dort als hochrangiger Page diente und den christlichen Glauben als Katechet weiterverbreitete. Nach internen Verschwörungsvorwürfen kündigte der König eine Gerichtssitzung für den nächsten Tag an. Karl Lwanga versammelte seine Kameraden zum Nachtgebet und taufte vier Katechumenen. Am Morgen erklärte der König: "Diejenigen von euch, die nicht beten, sollen an meiner Seite bleiben; die anderen sollen sich gegenüber an der Schilfwand aufstellen." Karl Lwanga ging voran, 15 andere folgten ihm. Vier von ihnen wurden als Menschenopfer lokalen Göttern dargebracht. Karl Lwanga hingegen wurde mit weiteren Gefährten am 3. Juni lebendig verbrannt. Papst Paul VI. sprach die Patrone der Jugend Afrikas 1964 heilig. Die ihnen geweihte Basilika in Uganda ist heute ein bedeutendes Wallfahrtszentrum.

Das Bild zeigt den Ausschnitt einer Wandmalerei in der Kirche Sankt Charles Lwanga in Oshakati.

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