Kalenderblatt

Pius X.

Papst Pius X. (1903-1914) war vehementer Antimodernist und volksnaher Reformer zugleich. Als der geborene Bauernsohn zum Kirchenoberhaupt gewählt wurde, beherrschte er weder moderne Fremdsprachen noch konnte er auf eine höhere wissenschaftlich-theologisch Ausbildung zurückblicken. Er misstraute progressiven Bewegungen, setzte immer mehr Bücher auf den Index der verbotenen Schriften und führte 1910 den für alle Geistlichen verpflichtenden "Antimodernisteneid" ein. Bis heute beruft sich die nach ihm benannte traditionalistische Piusbruderschaft auf ihn. Während Pius X. mit vielen Politikern seiner Zeit aneinandergeriet, unterstützte er bis in den Ersten Weltkrieg hinein den österreichischen Kaiser Franz Joseph I. Gleichzeitig war der bescheidene Papst mit 40-jähriger Seelsorgeerfahrung beim einfachen Volk sehr beliebt. Er förderte die aktive Teilnahme der Laien am Gottesdienst und setzte sich für einen häufigeren und früheren Kommunionempfang ein. Vielen gilt Pius X. bis heute als "Papst der Kinderkommunion". Papst Pius XII. sprach seinen Amtsvorgänger 1954 heilig. 

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Regionenkonferenz Frankfurt

Der Synodale Weg der Kirche in Deutschland

Wie geht es nach dem Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche in Deutschland weiter? Bei der Frühjahrs-Vollversammlung 2019 in Lingen beschlossen die deutschen Bischöfe einen Synodalen Weg. Gemeinsam mit allen Gläubigen wollen sie Reformen anstoßen. Die Themen: Machtmissbrauch, Sexualmoral, Zölibat und die Rolle der Frau.
Thema
Missbrauch

Missbrauch

2010 wurde erstmals eine größere Zahl von Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche in Deutschland bekannt. Seitdem bemüht sich die Kirche um eine Aufarbeitung der Geschehnisse. Bei ihrer Vollversammlung veröffentlichten die deutschen Bischöfe am 25. September 2018 eine Studie, die die Missbrauchsfälle im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz zwischen 1946 und 2014 dokumentiert.
Thema
Ukrainekrieg

Der Ukraine-Krieg und die Kirchen

Noch vor Kurzem war es für die meisten Menschen undenkbar: ein Krieg mitten in Europa. Mit dem Angriff russischer Truppen auf die Ukraine Ende Februar hat sich das geändert. In dem Konflikt spielen auch die Kirchen eine wichtige Rolle.