Buntheit als Reichtum
Nach Hofmanns Worten gehen Nachrichten über Unglücke und Dramen, die auf den Wegen der Flucht geschehen, fast täglich durch die Medien. Europa tue sich schwer, eine gemeinsame Lösung für dieses Problem zu finden. Viele wollten die Türen verschließen und sagen, dass sie nicht helfen könnten. "Das ist eine engherzige Antwort, die wir Christen nicht akzeptieren dürfen", betonte der Bischof. Außerdem seien die Ursachen für die Flucht häufig auch mit einer gescheiterten Politik der reichen Welt verbunden.
Wer im Fremden Jesus erkenne, gehe auf dem Weg des Evangeliums, unterstrich Hofmann. Zugleich erinnerte er daran, dass nach dem Zweiten Weltkrieg die Aufnahme vieler Flüchtlinge und danach vieler sogenannter Gastarbeiter geholfen habe, Deutschland so wieder aufzubauen, dass die Menschen heute in Frieden und Wohlstand lebten: "Sicherlich hat sich unser Land verändert. Wir sind bunter geworden. Das ist keine Gefahr, sondern ein Reichtum."