CSU-Generalsekretär fordert deutsches Islam-Gesetz
Andreas Scheuer will Finanzierung von Moscheen aus dem Ausland beenden

CSU-Generalsekretär fordert deutsches Islam-Gesetz

CSU-Generalsekretär Andreas Scheuer hat ein deutsches Islam-Gesetz gefordert. Es solle die Finanzierung von Moscheen und Imamen aus dem Ausland beenden. Unterstützung bekommt er vom CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach.

Berlin - 13.04.2016

CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach unterstützt den Vorschlag. Die Finanzierung von Moscheen oder islamischen Kindergärten aus dem Ausland, etwa aus der Türkei oder aus Saudi-Arabien, müsse beendet werden. "Alle Imame müssen in Deutschland ausgebildet sein und unsere Grundwerte teilen", betonte Scheuer. Es könne nicht sein, dass andere, "zum Teil extreme" Wertvorstellungen importiert würden.

Zudem müsse Deutsch die Sprache der Moscheen werden, so der Politiker. "Das aufgeklärte Europa muss seinen eigenen Islam kultivieren. Da stehen wir noch am Anfang unserer Bemühungen. Wir müssen da nun endlich durchstarten." Bosbach sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Donnerstag), es gebe einen "dringenden Handlungsbedarf". Die Forderung sei richtig, dass Imame, "die bei uns lehren und für die Moscheegemeinden arbeiten, in Deutschland ausgebildet sein müssten".

Dann würden sie nicht nur die gesellschaftlichen Verhältnisse kennen, sondern es würden auch "keine Lehrinhalte verbreitet werden, die mit den Normen unserer freiheitlich demokratischen Ordnung nicht vereinbar sind". Zugleich sagte Bosbach, die Türkei oder Saudi-Arabien finanzierten Moscheen und Moscheegemeinden in Deutschland, "weil sie von außen politischen Einfluss auf die Arbeit dieser Gemeinden nehmen wollen". Das sei aber nicht "integrationsfördernd und kann daher nicht im Interesse unseres Landes sein". (KNA)