Die "Hildegard-Küche" liegt im Trend
Sommerrezepte nach Ernährungstipps der heiligen Hildegard von Bingen

Die "Hildegard-Küche" liegt im Trend

Hildegard von Bingen war eine Heilige mit vielen Talenten. So sind von ihr auch zahlreiche Ernährungstipps überliefert. Wir stellen einige Rezepte vor, die Hildegards Weisheiten mit moderner Küche verbinden.

Von Mariusz Turkiewicz |  Leipzig - 31.07.2016

Hildegard von Bingen war eine der ersten, die auf den Zusammenhang von seelischer Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden hinwies. So beschäftigte sie sich auch mit dem Einfluss von Kräutern, Gewürzen und anderen Nahrungsmitteln und hinterließ diese Erkenntnisse in ihren Schriften. Sie unterteilte Nahrungsmittel in gute und schädliche - so galten Erbsen, Lavendel und Lauch als "Küchengifte", während sie Dinkel, Fenchel und Honig besonders empfahl. Basierend auf diesen Empfehlungen stellen wir einige Rezepte vor, die die Hildegard-Küche modern interpretieren.

Herzhafte Zucchini-Feta-Muffins mit Oliven

Zucchini-Muffins sind eine leckere Alternative zu den süßen Muffins.

Rezept und Zubereitung

Zutaten:

  • 250 g Dinkelmehl
  • 2 Eier
  • 200 ml Milch
  • 50 ml Sprudelwasser
  • 100 g Butter
  • 1 TL Salz
  • 1 TL Pfeffer
  • 1 Pck Backpulver (oder alternativ 1-2 TL Kaiser Natron - kurz vorm Backen, den Teig jedoch mit ca. 5-6 EL Essig anrühren)
  • 50 g schwarze Oliven
  • 150-200 g Zucchini
  • 50 g Feta

Zubereitung:

  1. Butter im Topf zerlassen.
  2. Muffinförmchen einfetten oder Papierförmchen verwenden.
  3. Füllung vorbereiten: Zucchini grob raspeln, Feta in kleine Stückchen (ca. 1 cm) schneiden und Oliven kleinhacken.
  4. Ofen auf 180 °C Umluft vorheizen.
  5. Mehl, Backpulver, Salz und Pfeffer in eine große Schüssel geben.
  6. Zerlassene Butter, Milch, Wasser und Eier miteinander verrühren und vorsichtig mithilfe des Handrührgeräts mit der Mehlmischung zu einem glatten Teig vermischen.
  7. Zutaten für die Füllung unter den Teig unterheben und alles anschließend in Muffinförmchen füllen (bis ca. 2/3 der Förmchen-Höhe)
  8. Im Ofen für ca. 25 Minuten backen.

Lachstarte mit Spinat

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt - Wer Fisch nicht gerne isst, belegt seine Tarte einfach mit Gemüse oder Fleisch.

Rezept und Zubereitung

Zutaten für den Teig:

  • 200 g Dinkelmehl
  • 125 g Butter (kalt)
  • 2 EL kaltes Wasser
  • 1 Ei
  • Salz, Pfeffer

Zutaten für den Belag:

  • 2 EL Sahne-Meerrettich
  • 200 g Lachsfilet (frisch oder TK)
  • 75 g Spinat (frisch)
  • 2 Eier
  • 1 EL Mehl
  • 125 ml Milch
  • 125 ml Schlagsahne
  • Dill, Salz und Pfeffer

Zubereitung:

  1. Dinkelmehl, Butter, Wasser, Ei und Gewürze in eine große Schüssel geben und rasch einen Mürbeteig herstellen. Für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank stellen.
  2. Den Teig ausrollen und in eine runde Backform auslegen.
  3. Den Boden mit Meerrettich bestreichen.
  4. Spinat putzen und grob hacken, auf den Meerrettich verteilen.
  5. Lachsfilets in kleine Stücke schneiden und als weitere Schicht verteilen.
  6. Mehl, Milch, Eier, Sahne und Gewürze zu einem Guss mixen und als oberste Schicht über die Tarte gießen.
  7. Im Backofen bei ca. 200 Grad 20 bis 25 Minuten goldbraun backen.

Rote Bete-Salat

Ein Traum für alle Fans der Rüben: Der Rote Bete-Salat.

Rezept und Zubereitung

Zutaten:

  • 300 g rote Bete
  • 250 g Mozzarella
  • 1 Apfel
  • ½  Zwiebel
  • 5 EL Kefir
  • 3 TL Sahne-Meerrettich
  • Saft von ½ Zitrone
  • 2-3 Stiele glatte Petersilie
  • Salz, Pfeffer

Zubereitung:

  1. Rote Bete putzen und in Alufolie umwickeln. Im Backofen bei ca. 200 Grad 1 Stunde garen
  2. Zwiebel fein würfeln. Mozzarella in Stückchen schneiden.
  3. Apfel grob raspeln und mit 1 EL Zitronensaft vermengen.
  4. Rote Bete schälen und in dünne Scheiben schneiden.
  5. Kefir mit Sahne-Meerrettich und dem restlichen Zitronensaft vermischen. Petersilie hacken und untermischen. Salatsoße mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  6. Alle Zutaten in einer Schüssel vermengen und Salatsoße darübergeben. Mit einigen Petersilienblättern garnieren.

Rote Zwiebel-Suppe

Als Beilage zur Rote Zwiebel-Suppe eignen sich überbackene Dinkeltaler.

Rezept und Zubereitung

Zutaten:

  • Suppengrün
  • 600 g rote Zwiebeln
  • 100 ml Rotwein
  • Salz, Pfeffer, Majoran, Kümmel
  • 2 EL Sahne
  • Dinkelbrot (altbacken)
  • 100 g Cranberries (getrocknet)
  • 1 l Gemüsebrühe
  • 100 g Parmesankäse

Zubereitung:

  1. Suppengrün putzen und klein schneiden (Würfel oder Scheiben).
  2. Zwiebeln schälen und in Ringe schneiden.
  3. Suppengrün und Zwiebeln in einem Topf in ein wenig Öl andünsten. Mit Rotwein ablöschen. 2 Minuten köcheln lassen. Danach Gemüsebrühe hinzufügen.
  4. Cranberries hinzufügen. Abschmecken. Sahne zugeben.
  5. Das Dinkelbrot in Scheiben schneiden. Mit einem Glas runde Taler ausstechen und in einer Pfanne mit ein bisschen Butter goldbraun anrösten.
  6. Parmesankäse reiben und die Taler bestreuen.
  7. Im Backofen bei 180 Grad ca. 10 Minuten überbacken (ohne vorzuheizen). Zur Suppe servieren.

Sommerlicher Obstsalat

Ein Obstsalat eignet sich gut als Nachtisch im Sommer.

Rezept und Zubereitung

Zutaten für das Dressing:

  • 3 Zweige Pfefferminze
  • 3 Zweige Zitronenmelisse
  • 3 EL Honig
  • 200 ml Rotwein (trocken)

Zutaten für den Salat:

  • 1 Apfel
  • 200 g Brombeeren
  • 200 g Himbeeren
  • 300 g Wassermelone
  • 1 Blutorange
  • 300 g dunkle Trauben

Zubereitung:

  1. Obst putzen, ggf. schälen und klein würfeln. In einer Schüssel vermengen. Kräuter fein hacken.
  2. In einem Topf Wein, Honig und Kräuter vermengen. Alles aufkochen und ca. 5 Minuten köcheln lassen, anschließend vom Herd nehmen.
  3. Dressing über das Obst gießen und gut durchmischen. Mindestens 30 Minuten ziehen lassen. Gelegentlich immer wieder umrühren. Mit Schlagsahne servieren.

Unser Tipp:

Alternativ zur Blutorange können Sie auch eine Grapefruit verwenden. Sie bringt eine ähnlich herb-süße Note mit in den Obstsalat.

Linktipp: Weitere Rezepte

Für alle, die althergebrachte Weisheiten und Ernährungstipps der heiligen Hildegard mit moderner Küche verbinden möchten, gibt es auf der Seite des Vivat!-Shops noch mehr zu entdecken: Eine umfangreiche Rezepte-Sammlung mit vielen Bildern bietet für jeden Geschmack etwas. Dort steht außerdem die komplette Rezepte-Sammlung zum Download bereit.

Von Mariusz Turkiewicz