Ermittlungen gegen Würzburger Priester eingestellt
Das Bistum erklärte, die Feststellung der Staatsanwaltschaft zeige, dass die Entscheidung der Diözese, den "Vorwurf eines offensichtlich verjährten mutmaßlichen Geschehens" nicht zur Anzeige zu bringen, kein Vertuschungsversuch gewesen sei. Aufgrund der sofortigen Weitergabe zur Aufklärung an den Missbrauchsbeauftragten "gingen und gehen alle Vorwürfe, die in diese Richtung laufen, ins Leere". Die Ermittlungsbehörden prüften bei Verjährung nicht, ob Vorwürfe zuträfen oder falsch seien.
Der "Spiegel" hatte an Karsamstag über eine 44-jährige Frau berichtet, die dem Geistlichen vorwirft, sie als damals 17-jähriges Mädchen missbraucht zu haben. Das Bistum hatte die Darstellung zurückgewiesen, wonach die Diözese den beschuldigten Geistlichen geschützt habe. Innerkirchliche Ermittlungen seien im Dezember 2015 auf Anweisung der vatikanischen Glaubenskongregation eingestellt worden, hieß es. Eine Voruntersuchung hatte den Angaben zufolge ergeben, dass der Vorwurf aus Mangel an Beweisen "begründet nicht aufrechterhalten werden kann". (KNA)
Der Missbrauchsskandal erschütterte die katholische Kirche in ihren Grundfesten. Seit 2010 die ersten Fälle bekannt wurden, bemüht sich die Kirche um Aufarbeitung der Geschehnisse. Katholisch.de dokumentiert die wichtigsten Etappen.