Panoramablick über die Donau auf die Altstadt von Regensburg und den Dom St. Peter.
Bistum: Bessere Unterbringungsmöglichkeiten und Privatsphäre

Flüchtlinge ziehen vom Dom in Pfarrheim um

Nach knapp einwöchigem Aufenthalt im Regensburger Dom sind die rund 45 Flüchtlinge in ein nahe gelegenes Pfarrheim umgezogen. Wie es langfristig mit den Betroffenen weitergehen soll, ist weiterhin unklar.

Regensburg - 11.07.2016

Im Pfarrheim Sankt Emmeram am Rande der Altstadt würden nun mobile Duschen und Trennwände errichtet, um eine "gewisse Privatsphäre" zu ermöglichen. Den Flüchtlingen sei zugesichert worden, dass die Behörden auch im neuen Quartier nicht eingriffen. Die Flüchtlinge hatten sich am vergangenen Dienstag im Dom niedergelassen. Sie fordern ein Bleiberecht und protestieren gegen die Einstufung einiger Balkan-Staaten als sichere Herkunftsländer.  Am Freitag besichtigten die Asylbewerber zusammen das Pfarrheim und stimmten dem Vorschlag der Kirchenvertreter zu.

Schötz betonte, dass den Menschen nach wie vor kein Kirchenasyl gewährt werde. Es handele sich um eine geduldete Präsenz. Die politischen Fragen müssten auf politischer Ebene geklärt werden. Wie lange die Situation noch dauern soll, ist unklar. "Wir entscheiden von Tag zu Tag", erläuterte Schötz. Die Kinder unter den Flüchtlingen sollen aber in den kommenden Tagen wieder zur Schule gehen. Zudem wurde in dem Pfarrheim ein Zimmer bereitgestellt, in dem die zum Teil kranken Menschen untersucht werden können.  (stz/dpa/KNA)

Linktipp: Flüchtlinge verlassen bald den Dom

Die rund 45 Flüchtlinge, die seit Dienstag den Regensburger Dom besetzt haben, werden bald in ein Pfarrheim umziehen. Sie stimmten am Samstag einem entsprechenden Vorschlag des Bistums zu.