Gedenkfeier im Zeichen von Dank und Buße
Vatikan und Lutherischer Weltbund geben Infos zum Reformationsgedenken bekannt

Gedenkfeier im Zeichen von Dank und Buße

Vatikan und Lutherischer Weltbund haben neue Informationen zum Reformationsgedenken bekannt gegeben. Für Papst Franziskus steht in Schweden zudem ein ausgesprochen katholisches Hochfest auf dem Programm.

Vatikanstadt/Genf - 01.06.2016

Man wolle sowohl die "Gaben der Reformation" würdigen wie auch um Vergebung für die andauernde Trennung bitten, hieß es weiter. Die Gedenkfeier wird den Angaben zufolge in zwei Veranstaltungen abgehalten: Zuerst soll in der lutherischen Kathedrale von Lund ein Gebetsgottesdienst stattfinden, den der Papst zusammen mit dem Präsidenten des Lutherischen Weltbundes, Bischof Munib Younan, und dem Generalsekretär der Organisation, Martin Junge, leitet. Darauf folgt eine Begegnung für ein breiteres Publikum in der Malmö Arena.

In der Mehrzweckarena, Austragungsort des Eurovision Song Contest 2013, mit einem Fassungsvermögen von bis zu 15.500 Personen wolle man den Schwerpunkt auf die Glaubensverkündigung und das soziale Engagement von Katholiken und Lutheranern weltweit legen. Unter anderem gehe es um die Tätigkeiten der Hilfsorganisationen der beiden Kirchen, LWF World Services und Caritas Internationalis, auf den Gebieten Flüchtlingshilfe, Frieden und Klimaschutz, hieß es in der Mitteilung. Organisiert werde das Treffen in Kooperation der Lutherischen Kirche von Schweden mit dem katholischen Bistum Stockholm.

Franziskus feiert Allerheiligen in Schweden

Nach Vatikanangaben wird Papst Franziskus im Anschluss an die ökumenischen Feiern noch die katholische Gemeinde Schwedens besuchen. So sei am Morgen des 1. November eine öffentliche Eucharistiefeier geplant. Das genaue Programm werde später veröffentlicht. (KNA)

Linktipp: Gedämpfte Freude

Franziskus fährt im Oktober zum Reformationsgedenken mit dem Lutherischen Weltbund nach Schweden. Darauf hat die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) auffällig zurückhaltend reagiert. Schließlich steht der Besuch in Konkurrenz zu eigenen Veranstaltungen.