Abgas-Skandal
Der KKV-Bundesvorsitzende äußerte sich zu VW in einer Erklärung

Katholikenverband: VW-Manager sollen auf Boni verzichten

In Anbetracht des derzeitigen "unwürdigen Gerangels" müsse das "peinliche Feilschen der Mitglieder des VW-Vorstands um die Bonuszahlungen" ein Ende haben, sagte KKV-Bundesvorsitzender, Bernd-M. Wehner, in einer in München veröffentlichten Erklärung.

München - 17.04.2016

"Es wäre jedenfalls ein starkes Zeichen der Verantwortung vor allem auch gegenüber den Mitarbeitern, wenn der VW-Vorstand im Hinblick auf den selbstverschuldeten Abgasskandal auf die komplette Zahlung der Boni verzichten würde - auch wenn sie vertraglich zugesichert sind." Bereits zu Beginn des Abgasskandals hatte der katholische Sozialverband dafür plädiert, dass die für die Manipulation verantwortlichen Manager für die Schadensbeseitigung auch mit ihrem Privatvermögen zur Haftung herangezogen werden müssten, betonte Wehner.

Der ehrbare Kaufmann übernimmt Verantwortung

Der KKV sehe in dem Verhalten von VW nicht nur einen groben Vertrauensbruch, sondern auch einen Missbrauch wirtschaftlicher Macht. Gleichzeitig werde damit der Begriff des "Ehrbaren Kaufmanns" ad absurdum geführt: "Der ehrbare Kaufmann übernimmt Verantwortung - persönliche, langfristige Verantwortung, für sein Unternehmen." Deshalb sollten auch bei VW die Verantwortlichen mit gutem Beispiel vorangehen und auf ihre Boni verzichten. (KNA)

Bundesverband der Katholiken in Wirtschaft und Verwaltung

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