Bischof Gregor Maria Hanke, Bistum Eichstätt
Bild: © KNA
Führung des Hilfswerks wird ausgetauscht

Kirche in Not: Bischof Hanke legt Amt nieder

Der bisherige Vorsitzende von "Kirche in Not Deutschland", Bischof Gregor Maria Hanke, hat sein Amt niedergelegt. Der Führungswechsel geschieht auf Wunsch des Hilfswerks selbst, das damit ganz bestimmte Ziele verfolgt.

München - 16.06.2018

Die deutsche Sektion des internationalen katholischen Hilfswerks "Kirche in Not" bekommt eine neue Führung. Betroffen sind Vorstand und Geschäftsführung, wie das Hilfswerk am Donnerstag in München mitteilte. Der bisherige Vorsitzende, der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke (63), hat sein Amt, das er seit August 2014 innehatte, zum 14. Juni niedergelegt. Geschäftsführerin Karin Maria Fenbert (52) wird laut Mitteilung voraussichtlich zum 1. August "Kirche in Not" verlassen. Ihre Nachfolge wird vom neuen Vorstand entschieden.

Amt wurde nur noch provisorisch ausgeübt

Der bisherige Vorstand mit Hanke habe sein Amt seit dem vergangenen Jahr kirchenrechtlich nur noch provisorisch ausgeübt, so die Mitteilung. Nun solle auf Wunsch der internationalen Zentrale von "Kirche in Not" die deutsche Sektion personell und strukturell neu ausgerichtet werden. Ziel sei, den eingetragenen Verein an die zentrale Struktur der Stiftung anzupassen, die schon in einer Reihe der 23 nationalen Sektionen des weltweiten Werkes umgesetzt sei. Hanke habe mit der Leitung vereinbart, diese Neuregelung auf den Weg zu bringen, um danach Neuwahlen anzusetzen.

"Kirche in Not" ist eine Stiftung päpstlichen Rechts. Ein neuer Vorsitzender wird bei der nächsten Mitgliederversammlung, die voraussichtlich im Herbst 2018 stattfinden wird, gewählt werden und muss von der päpstlichen Stiftung kirchenrechtlich bestätigt werden. Der neue Vorsitzende beruft anschließend den neuen Geschäftsführer, der ebenfalls bestätigt werden muss. Fenbert hatte dieses Amt seit 2009 ausgeübt. Bis zur Bestätigung der neuen Führungsstruktur vertrete der stellvertretende Vorsitzende Josef Dohrenbusch den Verein nach außen, hieß es. (tmg/KNA)