Papst Franziskus spricht vor Kardinälen und Bischöfen im Vatikan.
Kurienkardinal unglücklich über neues Restaurant

Medien: Kardinal beschwert sich beim Papst

Der Vatikan hat für eines seiner Häuser beim Petersplatz einen prominenten Mieter angeworben. Offenbar zum Missfallen der Bewohner. Einer der Kurienkardinäle soll sich nun direkt an Franziskus gewandt haben.

Rom - 14.10.2016

Die geplante Neueröffnung einer McDonald's-Filiale wenige Meter vom Vatikan entfernt hat offenbar Protest in höchsten kirchlichen Kreisen hervorgerufen. Nach Kritik von Vertretern des römischen Stadtviertels soll sich laut italienischen Medienberichten vom Freitag nun auch ein Kardinal beim Papst persönlich beschwert haben. Der Vatikan ist Eigentümer des Gebäudes, in das die McDonald's-Filiale im Frühjahr 2017 einziehen soll. Im gleichen Gebäude wohnen sechs Kardinäle.

Einer von ihnen soll sich nun in einem Brief an Franziskus gewandt haben. Unter den Kardinälen herrsche Unmut über den neuen Nachbarn, zitieren Medien aus dem Schreiben. Sie fürchteten negative Konsequenzen für die kleinen Läden und Handwerksbetriebe in der Nachbarschaft. McDonald's selbst äußerte sich bislang nicht zu dem Vorhaben.

Vatikan dementiert Umbaukosten für Hausbewohner

Medienberichte, wonach die Kardinäle und übrigen Bewohner des Gebäudes sich an den Kosten für den Einbau eines Rauchabzugs beteiligen sollten, der für die McDonald's-Filiale nötig sei, dementierte das vatikanische Presseamt. (KNA)

Linktipp: Gibt es bald Big Macs am Petersplatz?

Angeblich will der Fast-Food-Riese McDonald's eine neue Filiale eröffnen: direkt am Vatikan. Das Gebäude mit dem Lokal hinter dem Petersplatz gehört dem Vatikan selbst - und hat einige hochrangige Bewohner. (Artikel von Mai 2016)