Papst Franziskus wäscht Häftlingen in der Haftanstalt Rebibbia am Gründonnerstag 2015 die Füße.
Offizielle Bestätigung aus dem Vatikan gibt es dafür bislang nicht

Medien: Papst will Flüchtlingen die Füße waschen

Papst Franziskus will laut Medienberichten am Gründonnerstag Flüchtlingen die Füße waschen. Eine Bestätigung aus dem Vatikan gibt es bislang nicht. Die Demutsgeste der Fußwaschung erinnert an das Letzte Abendmahl Jesu.

Vatikanstadt - 14.03.2016

In den vergangenen Jahren hatte der Papst diesen traditionellen Ritus während der Messe am Nachmittag des Gründonnerstags zweimal im Gefängnis und einmal in einem Altenheim an Häftlingen und alten Menschen vollzogen. Darunter waren auch Frauen; eine von ihnen war Muslimin.

Damit setzte sich der Papst über das Kirchenrecht hinweg, das bis vor kurzem nur männliche Katholiken zu diesem Ritus zuließ. Franziskus änderte die betreffende Vorschrift im Februar in einem Punkt und ließ ausdrücklich auch Frauen zu. Franziskus' Vorgänger Johannes Paul II. (1978-2005) und Benedikt XVI. (2005-2013) hatten ihrer Amtszeit Bischöfen und Priestern die Füße gewaschen. (KNA)

Linktipp: Fußwaschung an Frauen offiziell erlaubt

Die Bischöfe haben einen geänderten Ritus der Fußwaschung beschlossen, an dem nun offiziell auch Frauen teilhaben können. Damit folgen sie einer Vorgabe des Papstes. In der Praxis war die Fußwaschung für Frauen bereits in vielen Gemeinden üblich.