Neuer Aufruf zum Verlassen des Pfarrheims
Am Mittwoch appellierte Fuchs laut Bischöflicher Pressestelle noch einmal an die Vernunft und Verantwortung der Gruppe und bat darum, das Pfarrheim zu räumen. Damit könne sie vermeiden, dass die staatlichen Behörden bald andere Maßnahme ergreifen müssten. Wörtlich heißt es in dem Schreiben: "Jetzt liegt es noch in ihrer Hand."
Vor gut einer Woche hatte Fuchs in einer mehrseitigen Erklärung auf Versuche der Hilfe und Klärung seitens des Bistums hingewiesen, aber auch auf "unerfüllbare Forderungen und massive Drohungen" der Gruppe. Dadurch sei ein Verbleib in dem Haus nicht mehr zu verantworten. Das Bistum habe deshalb die Bitte an die Behörden um eine geduldete Präsenz zurückgenommen. Als "letztes Mittel" bleibe eine Anzeige wegen Hausfriedensbruchs.
Bistum lässt Tür aus Sicherheitsgründen entfernen
Laut der Mitteilung von diesem Mittwoch war die äußere Zugangstür zum Pfarrheim-Gelände seit einigen Tagen von innen verschlossen gewesen. Das Bistum habe deshalb am Dienstag diese Tür aus Sicherheitsgründen entfernen lassen. Außerdem gelte ab sofort die Regel, dass kein Erwachsener, der das Gebäude verlasse, dorthin zurückkehren könne. Ärztliche Notversorgung sei gewährleistet. Auch seien die Sicherheitskräfte verstärkt worden.
Die zunächst aus 45 Personen bestehende Gruppe aus Albanien und dem Kosovo hatte Anfang Juli den Regensburger Dom besetzt und war dann in die kirchliche Unterkunft gezogen. In der Zwischenzeit haben 19 Flüchtlinge das Pfarrheim bereits verlassen. Acht von ihnen sind in die Aufnahme- und Rückführungseinrichtung (ARE) Manching-Ingolstadt zurückgekehrt. Die Menschen werden seit Beginn der Aktion von der Kirche mit Nahrung und Feldbetten versorgt und erhalten bei Bedarf medizinische Hilfe. Es handelt sich aber nicht um einen Fall von Kirchenasyl. (bod/KNA)