Suche
In Gemeinden in Schottland und den USA wurden erhebliche Summen veruntreut

Pfarrer verzockt 122.000 Euro aus der Gemeindekasse

Dieser Inhalt ist nur erlaubt, wenn Sie Cookies vom Typ "readspeaker" zulassen.

Glücksspiel kann süchtig machen.
London/Washington - Er hat es gestanden: Ein katholischer Pfarrer aus Schottland hat sich an der Gemeindekasse bedient und das Geld online verspielt. Die Reaktionen seiner Gemeindemitglieder fielen sehr deutlich aus.

Das zuständige Gericht im schottischen Kilmarnock befand Pfarrer Graeme Bell (41) für schuldig, das Geld gestohlen zu haben, heißt es im Bericht weiter. Im Vorfeld der Verhaftung Bells hatten sich besorgte Mitglieder der Gemeinde "Our Lady Star of Sea" in der Kleinstadt Saltcoats laut der Zeitung an ihren Bischof William Nolan von Galloway gewandt. Einer habe schließlich die Polizei eingeschaltet. Die Gemeinde sei entsetzt angesichts der verspielten Summe; es stehe die Frage im Raum, ob das Geld zurückerstattet werde, wird ein Gemeindemitglied zitiert. Es herrsche Frustration und Ärger unter anderem über zu wenig Information. Man erwarte zudem eine Entschuldigung Bells sowie der Kirche.

100.000 Dollar in Drogen umgesetzt

Unterdessen wurde ein Fall aus den USA bekannt, bei dem die Sekretärin einer Methodistenkirche im US-Bundesstaat South Carolina fast 100.000 Dollar (88.000 Euro) veruntreute. Die 53-Jährige aus der Kleinstadt Lugoff zweigte laut einem Bericht des Lokalsenders WLTX (Dienstag Ortszeit) über Monate Geld aus dem kirchlichen Vermögen ab, um damit ihre Drogensucht zu finanzieren. Aufgeflogen sei der Skandal bei einer Routineüberprüfung. "Der Vorfall sollte ein Weckruf für alle Kirchen sein, in denen Woche für Woche beträchtliche Mengen Geld gesammelt werden", wird der örtliche Sheriff zitiert. Der Pastor der Gemeinde erklärte: "Wir sind eine liebende, spirituelle Familie und wissen, dass wir diese Sache gemeinsam überstehen werden." (kim/KNA)

kna-katholisch-swarm-node2 (0.013s)