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Das gemeinsame Reformationsgedenken sei "Motor für Ökumene"

Protestanten: Ökumenisches Miteinander ist "Schatz"

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Ordinanden sitzen am 26.04.2015 während ihrer Weihe im Dom "Sankt Mauritius und Katharina" in Magdeburg (Sachsen-Anhalt).
Magdeburg - Ein "Motor für die Ökumene" könne das gemeinsam begangene Reformationsgedenken sein, so der evangelische Landesbischof Karl-Hinrich Manzke. Sinnvoll sei es aber nur unter einer bestimmten Voraussetzung.

Das Reformationsgedenken kann nach Auffassung der "Chefökumeniker" der evangelischen Kirche "ein wesentlicher Motor für eine neu aufbrechende Ökumene" sein. Die Reformationsdekade seit 2008 mit ihren Jahresthemen habe "die evangelische Kirche und das Miteinander der Landeskirchen verändert - auch in ökumenischer Hinsicht", stellte der Catholica-Beauftragte der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD), Landesbischof Karl-Hinrich Manzke, in seinem Bericht vor der VELKD-Generalsynode am Samstag in Magdeburg fest. In den vergangenen Jahren hätten sich die Kirchen "auf einen Lernweg begeben, wie und mit welcher Zielsetzung das Reformationsjubiläum auch ökumenisch gefeiert werden kann".

"Wahrhaft historisches Ereignis"

Der pfälzische Kirchenpräsident Christian Schad, der erstmals bei einer Synode den lutherischen Catholica-Bericht aus Sicht der unierten Landeskirchen sowie der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ergänzt hatte, fügte hinzu: "Sinnvoll wird das Jahr 2017 begangen, wenn es den Auftakt zu neuen, unverkrampften ökumenischen Anstrengungen bildet und wir die reformatorischen Grundeinsichten überzeugend und mit Freude zur Sprache bringen." Nach Einschätzung Manzkes haben die zwischen den Kirchen zum Teil scharf ausgetragenen, "aber sicherlich auch notwendigen" Debatten um die Frage "Gedenken oder Jubiläum?" oder um die EKD-Schrift "Rechtfertigung und Freiheit" einer "fruchtbaren Suche nach gemeinsamem und gegenseitigem Verstehen Platz gemacht". Beide Seiten hätten sich verändern lassen, so dass das "ökumenisch begangene Reformationsjahr nun auch zu einem Christuszeugnis aneinander und in der Öffentlichkeit unserer Gesellschaft werden kann".

Als "kirchengeschichtlich wahrhaft historische Ereignis" würdigte der Landesbischof den gemeinsamen Gottesdienst des Päpstlichen Einheitsrats und des Lutherischen Weltbundes mit Papst Franziskus in Lund, an dem er mit anderen Vertretern der VELKD teilgenommen hatte. "Besonders dankbar" sei er, dass am Vorabend bei einem ökumenischen Gottesdienst in Magdeburg die "fünf Imperative" aus dem Konsensdokument "Vom Konflikt zur Gemeinschaft" so formuliert worden seien, "dass wir den Gottesdienst als Lutheraner, Unierte und Reformierte gemeinsam mit Gemeindegliedern des Bistums Magdeburg feiern konnten". Insgesamt, so Manzke, sei "das ökumenische Miteinander auf nationaler und internationaler Ebene ein großer Schatz und unverzichtbarer Bestandteil unseres eigenen Selbstverständnisses". (KNA)

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