Rücktritt von umstrittenem Weihbischof aus Los Angeles
Thomas J. Curry war in Vertuschung von Missbrauchsfällen verwickelt

Rücktritt von umstrittenem Weihbischof aus Los Angeles

In den 1980er Jahren war Thomas J. Curry im Erzbistum Los Angeles in die Vertuschung von Missbrauchsfällen verwickelt. Jetzt hat Papst Franziskus den Rücktritt des Weihbischofs angenommen.

Vatikanstadt - 03.04.2018

Der Papst hat den Rücktritt von Weihbischof Thomas J. Curry (75) aus Los Angeles angenommen. Das teilte der Vatikan am Dienstag mit. Curry war in früheren Jahren in die Vertuschung von Missbrauchsfällen im zahlenmäßig größten Bistum der USA verwickelt. Anfang 2013 war bekannt geworden, dass der frühere Erzbischof von Los Angeles, Kardinal Roger Mahony, und Curry als sein Personalverantwortlicher in den 1980er Jahren gezielt pädophil auffällig gewordene Priester einer Therapie und der staatlichen Strafverfolgung entzogen hatten.

Im Februar 2013 hatte Erzbischof Jose Gomez Velasco seinen Amtsvorgänger Mahony von allen verbliebenen Aufgaben entbunden. Nach Medienberichten hatte Gomez damals auch mitgeteilt, dass Curry, der 1994 zum Weihbischof des Erzbistums ernannt worden war, seinen Rücktritt angeboten habe. Damals wurde das Angebot nicht angenommen. Das Kirchenrecht sieht für Bischöfe mit 75 Jahren einen Amtsverzicht vor. (KNA)