Tempo-30-Zonen und Pilgerwege
Italiens Ministerrat gibt Grünes Licht für Heilig-Jahr-Arbeiten

Tempo-30-Zonen und Pilgerwege

Der italienische Ministerrat hat der Stadt Rom Grünes Licht für ihre geplanten Arbeiten zum bevorstehenden Heiligen Jahr gegeben. Neben dem Ausbau der Infrastruktur steht vor allem das Thema Sauberkeit auf der Agenda.

Rom - 27.08.2015

Damit können die geplanten Arbeiten für Empfangsstrukturen von Pilgern und Besuchern, aber auch zum Ausbau an Bahnhöfen und zur Anlage von Fußgängerwegen Mitte September beginnen. Bislang war der römischen Stadtverwaltung Untätigkeit bei den Vorbereitungen zum Heiligen Jahr vorgeworfen worden, das am 8. Dezember beginnt. Bis zu 30 Millionen Besucher werden erwartet.

Die Pläne der Stadt Rom reichen vom Ausbau von vier Pilgerwegen zum Petersplatz über die Beseitigung illegaler Müllabladeplätze und die Reinigung beschmierter Mauern bis zur Einführung von Tempo-30-Zonen. Zudem sollen 10.000 neue Abfallbehälter in den Besucherzonen aufgestellt werden. Insbesondere die Verhältnisse rund um die Bahnhöfe Ostiense, Tiburtina und San Pietro sollen verbessert werden. Vor wenigen Tagen hatte der Mitte-Links-Politiker Francesco Rutelli, der während des Heiligen Jahres 2000 Bürgermeister Roms war, Zweifel an der Vorbereitung der Stadt für das bevorstehende Großereignis geäußert.

Vor vergangenem Heiligen Jahr ebenfalls zahlreiche Bauprojekte

Am 8. Dezember beginnt ein Außerordentliches Heiliges Jahr der Barmherzigkeit mit der Öffnung der Heiligen Pforte durch Papst Franziskus im Petersdom. Es geht bis 20. November 2016. Der Papst hatte das Jubiläumsjahr erst Mitte März angekündigt. Damit blieb dem Vatikan wie auch der Stadt Rom wenig Zeit für die Vorbereitungen. Vor dem Jubiläum 2000 hatte die Stadtverwaltung fünf Jahre Zeit.

Damals waren zahlreiche und umfangreiche Bau-, Umbau- und Restaurierungsprojekte umgesetzt worden. Dazu gehörten unter anderem eine wichtige Fußgängerunterführung vom Süden her zum Petersplatz, ein riesiges Parkhaus für Busse im Gianicolo-Hügel und mehrere unterirdische Straßenführungen rund um den Vatikan. Zudem wurden zahlreiche Plätze in der Stadt restauriert und Fassaden bedeutender Palazzi gereinigt. (KNA)