US-Bischöfe ziehen sich zu Gebetswoche über Missbrauch zurück
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Papst Franziskus wünschte diesen Schritt

US-Bischöfe ziehen sich zu Gebetswoche über Missbrauch zurück

Über Ursachen und Folgen des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker sollen sie nachdenken. Ab Mittwoch ziehen sich die Bischöfe der USA zu einer Klausurwoche zurück - auf ausdrücklichen Wunsch des Papstes.

Washington/Chicago - 01.01.2019

Die katholischen US-Bischöfe kommen vor dem Hintergrund des Missbrauchsskandals ab Mittwoch zu einer geistlichen Klausurwoche zusammen. Bis kommenden Dienstag (8. Januar) ziehen sich die Oberhirten in ein Priesterseminar des Erzbistums Chicago zurück, um auf Wunsch von Papst Franziskus über Ursachen und Folgen des sexuellen Missbrauchs durch Kleriker nachzudenken. Geleitet werden die Exerzitien vom päpstlichen Prediger, Kapuzinerpater Raniero Cantalamessa.

Nach Angaben der US-Bischofskonferenz wollen mehr als 200 der insgesamt 271 aktiven und 185 emeritierten Bischöfe teilnehmen. Eine Diskussion über Missbrauchsermittlungen sei nicht vorgesehen, sagte eine Sprecherin des Erzbistums Chicago laut Medienberichten Ende Dezember. Das Treffen im Mundelein Seminary nördlich von Chicago sei "strikt eine Zeit für Gebet, Fasten und geistliche Vorträge".

Für den 21. bis 24. Februar hat Papst Franziskus die Spitzen der Bischofskonferenzen weltweit in den Vatikan einberufen, um über Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal zu beraten. (KNA)