Patriarch Bartholomaios I.
Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie eröffnet renovierte Georgskirche

Wien-Besuch von Patriarch Bartholomaios I. steht bevor

Das Ehrenoberhaupt der Weltorthodoxie, Patriarch Bartholomaios I., besucht am Sonntag Wien. Anlass ist die Wiedereröffnung der renovierten Georgskirche, der ältesten orthodoxen Kirche Österreichs.

Wien - 22.04.2016

Wien ist die einzige Station der zweitägigen Kurzvisite des 76-jährigen Kirchenführers. Es sind auch private Begegnungen mit dem Wiener Kardinal Christoph Schönborn und dem scheidenden Bundespräsidenten Heinz Fischer vorgesehen.

Bartholomaios I. ist das Ehrenoberhaupt der rund 300 Millionen orthodoxen Christen weltweit. Die Entstehung der griechisch-orthodoxen Gemeinde in Österreich reicht bis ins späte 17. Jahrhundert zurück, als sich zahlreiche griechische Händler und Familien in den österreichischen Gebieten niederließen. Auch orthodoxe Christen russischer, serbischer, bulgarischer und anderer Herkunft fanden in der Kirche eine geistige Heimat.

Der griechisch-orthodoxe Patriarch von Konstantinopel wird in Wien die sogenannte Göttliche Liturgie feiern. Dies ist die Eucharistiefeier in den orthodoxen Kirchen, entsprechend der Heiligen Messe oder der Abendmahlsfeier im Westen. Sie steht im Zentrum des ostkirchlichen liturgischen Lebens. Die orthodoxen Kirchen zeichnen sich durch eine besonders feierliche Form des Gottesdienstes aus, der mehrere Stunden dauern kann. (KNA)

Ökumene: Was verbindet? Was trennt?

Ein Haus mit vielen Wohnungen: So lässt sich - vereinfacht - die Ökumene beschreiben. Das Haus, das viele Kirchen und Gemeinschaften beherbergt, umspannt die ganze Welt. Die Familien in diesem Gebäude sind Katholiken, Protestanten, Orthodoxe, Kopten, Altkatholiken, Anglikaner und Freikirchler.