Härte der Pandemie dort überall zu spüren

Deutsche Bischöfe rufen zu Spenden für Lateinamerika auf

Aktualisiert am 14.12.2020  –  Lesedauer: 

Bonn ‐ Selten sei die Weihnachtskollekte des Hilfswerks Adveniat so wichtig gewesen wie in diesem Jahr, betonen die deutschen Bischöfe. Sie rufen daher zu Spenden und zu Gebet als "besonderes Zeichen der Verbundenheit" mit Lateinamerika auf.

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Die deutschen Bischöfe rufen dazu auf, in der Corona-Pandemie arme Menschen in Lateinamerika nicht zu vergessen. Hintergrund ist die Adveniat-Kollekte in Weihnachtsgottesdiensten. "Seit 1961 schlägt die Weihnachtskollekte eine Brücke der Geschwisterlichkeit und Ermutigung nach Lateinamerika und in die Karibik. Sie hilft dort, wo die Not am größten ist und Menschen dringend auf Unterstützung angewiesen sind", betonten die Bischöfe am Montag in Bonn.

Die Härte der Pandemie sei in Lateinamerika überall zu spüren: "Durch das Zusammenleben in engen Hütten sind Abstandsregeln nicht einzuhalten. Hygienemaßnahmen sind kaum umsetzbar. Viele Menschen haben ihren Broterwerb verloren. Hunderttausende leiden Hunger", hieß es. Selten sei die Weihnachtskollekte des katholischen Hilfswerks Adveniat so wichtig gewesen wie in diesem Jahr. Die Kollekte und auch das Gebet seien "ein besonderes Zeichen der Verbundenheit".

Landbevölkerung ist Virus schutzlos ausgeliefert

Adveniat-Hauptgeschäftsführer Michael Heinz betonte: "Die Landbevölkerung auf dem Kontinent ist dem Virus aufgrund von Armut, chronischen Leiden an Infektionskrankheiten sowie der schlechten Ernährungssituation oft schutzlos ausgeliefert." Deswegen rücke Adveniat mit seiner diesjährigen Weihnachtsaktion unter dem Motto "ÜberLeben auf dem Land" diese Sorgen und Nöte in den Blickpunkt.

"Wir beobachten mit großer Sorge, dass die Menschen in Lateinamerika und der Karibik angesichts der Ausbreitung des Virus vor der Wahl stehen: Ansteckung oder Hunger", erklärte Heinz. Adveniat habe bereits 7,3 Millionen Euro für 427 Projekte zur Bekämpfung der Corona-Pandemie und deren Folgen zur Verfügung gestellt. Versorgt würden die Menschen beispielsweise mit Lebensmitteln, Medikamenten und Hygiene-Artikeln. (KNA)