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Strukturreform soll keine weiteren Pfarreien zusammenlegen

Münsters Bischof Genn mahnt Pfarreien zu mehr Zusammenarbeit

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Bischof Felix Genn
Münster - Im Mai hatte Bischof Felix Genn eine erneute Strukturreform für die Diözese Münster angekündigt. Das bedeute aber keine weiteren Pfarrei-Zusammenlegungen, versicherte er nun. Zudem sagte er, wie viele Weltkirche-Priester im Bistum arbeiten sollten.

Das Bistum Münster will im Rahmen seiner Strukturreform keine weiteren Pfarreien zusammenlegen. Das versicherte Bischof Felix Genn bei einer Klausurtagung der Bistumsleitung, wie die Diözese am Dienstag mitteilte. Allerdings mahnte er "mehr Bereitschaft zur Zusammenarbeit zwischen den Pfarreien sowie zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen" an.

Generalvikar Klaus Winterkamp wies darauf hin, dass die Zahlen von Katholiken, Personal und Finanzen rückläufig seien. Daher müsse die Seelsorge auch in größeren Einheiten gestaltet werden. "Das heißt nicht, dass die Verantwortung für die Entwicklung der Pastoral künftig nicht mehr in den Pfarreien und Gemeinden liegen wird", betonte Winterkamp. Es wachse aber die Notwendigkeit, auf lokaler und regionaler Ebene Kooperationen für verschiedene Handlungsfelder in der Seelsorge zu ermöglichen. Die Teamarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen werde ein größeres Gewicht gewinnen, ebenso das Engagement von Ehrenamtlichen insgesamt.

Verhältnis Diözesanpriester/Weltkirche-Priester

Genn legte nach den Angaben fest, dass das Verhältnis der aus dem Bistum stammenden aktiven Priester zu den in der Diözese tätigen Geistlichen aus dem Ausland zwei zu eins betragen solle. Aktuell sind den Angaben zufolge im Bistum Münster 379 Diözesanpriester und 180 Priester der Weltkirche im Einsatz.

Im Bistum Münster wurden in den vergangenen Jahren bereits mehrere Pfarreien zusammengelegt, was teils zu Kritik geführt hatte. Genn hatte im Mai eine erneute Strukturreform für die Diözese angekündigt. Dafür wollte die Bistumsleitung auf ihrer Klausurtagung "erste Skizzen und Überlegungen" vorbereiten, die nun unter anderem in den verschiedenen Räten und Gremien der Diözese diskutiert werden sollen. Im Kern bewege ihn die Sorge, "wie wir als Bistum Münster in Zukunft lebendig Kirche sein wollen und können, selbst wenn unsere personellen und wirtschaftlichen Ressourcen deutlich schwinden", erklärte Genn damals. "Dabei geht es um nichts weniger als um die Frage, wie wir auch unter anderen Vorzeichen christliches Leben in unserer Gesellschaft sichtbar gestalten." Konkrete Ergebnisse hatte der Bischof für Ende 2022 angekündigt. (tmg/KNA)

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