Synodalversammlung: kfd-Frauen ziehen "überwiegend positives" Fazit
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Nach dreitägigen Beratungen bei dem Reformprozess

Synodalversammlung: kfd-Frauen ziehen "überwiegend positives" Fazit

"Die Themen, die uns Frauen wichtig sind, wurden sehr ernsthaft und engagiert diskutiert": Die Synodalen der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands haben ein positives Fazit der zweiten Synodalversammlung des Synodalen Wegs gezogen.

Düsseldorf/Frankfurt am Main - 03.10.2021

Die Katholische Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) hat ein "überwiegend positives" Fazit der zweiten Synodalversammlung des Synodalen Wegs gezogen. "Es gab eine verbindliche und verbindende Atmosphäre. Die Themen, die uns Frauen wichtig sind, wurden sehr ernsthaft und engagiert diskutiert", hieß es in einer am Samstagabend verbreiteten Stellungnahme der vier kfd-Synodalen. Eine große Mehrheit der Delegierten des innerkirchlichen Reformprozesses stehe hinter den Forderungen nach einer gleichberechtigten Kirche, sagte die stellvertretende kfd-Bundesvorsitzende Agnes Wuckelt.

"Hoffnung macht insbesondere die große Zustimmung zur Änderung der Predigtordnung, nach der Frauen und Männer in der Predigt die Heilige Schrift in der Eucharistiefeier auslegen können", ergänzte die Geistliche Begleiterin der kfd, Ulrike Göken-Huismann. Zuversichtlich stimme die kfd-Synodalen auch, dass die Vielfalt sexueller Orientierungen von der Versammlung mehrheitlich anerkannt werde. "Hier ist deutlich ein Perspektivwechsel sicht- und hörbar geworden", so die kfd-Bundesgeschäftsführerin Brigitte Vielhaus. Es sei sinnvoll, dass der Synodale Weg jetzt entschieden weitergehe. Die katholische Kirche brauche "diese Synodalität, noch mehr Transparenz und Mitbestimmung", betonte Lucia Lagoda aus dem kfd-Bundesvorstand.

Nach dreitägigen Beratungen war die zweite Synodalversammlung des Synodalen Wegs am Samstagnachmittag in Frankfurt am Main zu Ende gegangen. Zuvor hatten die 212 anwesenden Synodalen intensiv über die Themen Macht, Zölibat, Sexualmoral und über die Rolle der Frauen in der Kirche beraten. Im Rahmen der Tagung wurde zudem über 13 von 16 Papieren abgestimmt. Dabei setzten sich in vielen Abstimmungen breite Mehrheiten für grundlegende Reformen durch. Bei zentralen Punkten müsste allerdings erst noch der Papst oder ein weltweites Konzil zustimmen. (stz)