Nach Zerstörung von Kreuzweg im Bistum Augsburg

Bischof Meier beklagt Vandalismus und Verunglimpfung der Kirche

Aktualisiert am 28.03.2022  –  Lesedauer: 
 Bertram Meier
Bild: © KNA/Dieter Mayr

Wettenhausen ‐ 150.000 Euro Schaden: Ein Kreuzweg im Bistum Augsburg wurde vor gut einer Woche fast komplett zerstört. Jetzt nahm Bischof Bertram Meier dazu Stellung – und beklagte nicht nur den Vandalismus, sondern auch eine zunehmende Verunglimpfung der Kirche.

  • Teilen:

Der Augsburger Bischof Bertram Meier macht eine stärker werdende Verletzung religiöser Gefühle in der Gesellschaft aus. Es gebe eine zunehmende Tendenz, "Gott und Seine Kirche mit Hassparolen und Schmierereien, mit 'Fake News' und Kampagnen zu verunglimpfen", sagte Meier am Sonntag bei einer Kreuzwegandacht in Wettenhausen. Dort war der örtliche Kreuzweg des Kalvarienbergs vor gut einer Woche nahezu komplett zerstört worden. Der Schaden wird auf mindestens 150.000 Euro geschätzt. Schon zuvor hatte es mehrfach Beschädigungen an den Figuren gegeben.

Meier unterstrich, dass in der katholischen Kirche zwar "nicht alles Gold ist, was glänzt". Dies tue ihm Leid und beschäme ihn. "Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass die große Mehrheit der Gläubigen, auch der Kleriker durch ihr tagtäglich gelebtes Zeugnis dem Evangelium alle Ehre machen. Darauf bin ich stolz, dafür bin ich dankbar."

Die Beschädigung des Kalvarienbergs sei für ihn ein Fingerzeig, betonte der Augsburger Bischof. "Auch eine Entgleisung wie hier in Wettenhausen sollte uns als Christen nicht dazu verleiten, uns entweder ins Schneckenhaus oder gar in einen Bunker zurückzuziehen. Halten wir Jesus Christus hoch, der das Kreuz getragen hat nach Golgatha." Mit Blick auf die möglichen Täter erinnerte Meier an die Worte Jesu während dieses Weges: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." (KNA)