Niedriges Niveau wie in Vorjahren

NRW-Bistümer geben Zahl ihrer Priesterweihen bekannt

Aktualisiert am 25.05.2022  –  Lesedauer: 

Bonn ‐ Wie viele Neupriester wird es 2022 in den fünf nordrhein-westfälischen Diözesen geben? Die (Erz-)Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn gaben jetzt ihre Zahlen bekannt und auch die Weihetermine.

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Die fünf (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen bekommen in diesem Jahr zwölf neue Priester. Damit bleibt die Zahl der Priesterweihen auf dem gleichen niedrigen Niveau wie im Vorjahr. 2020 wurden in den NRW-Diözesen zehn Männer zu Priestern geweiht, 2019 waren es 16.

Den Anfang macht das Bistum Essen, wo am 3. Juni ein Mann die Priesterweihe empfängt; im Vorjahr war es ebenfalls einer. Am 4. Juni folgt das Erzbistum Paderborn mit zwei Weihekandidaten (2021: vier) sowie das Bistum Aachen mit zwei Kandidaten (2021: einer). Im Bistum Münster empfangen am 5. Juni drei Männer die Priesterweihe (2021: zwei). Den Abschluss macht das Erzbistum Köln am 24. Juni mit vier Neupriestern wie im Vorjahr. Die Weihegottesdienste aus Paderborn, Münster und Köln werden live im Internet übertragen. Das Bistum Aachen begleitet das Ereignis auf seiner Homepage und den Social-Media-Kanälen mit aktuellen Beiträgen.

Gut besuchte Gottesdienste

Die Feierlichkeiten zählen zu den bestbesuchten Gottesdiensten in den Kathedralkirchen. In der Regel nehmen Familien und Freunde der Weihekandidaten, viele Wegbegleiter und bereits geweihte Priester teil. In den vergangenen beiden Jahren waren die Weihegottesdienste allerdings von Corona-Maßnahmen geprägt. So musste die begrenzte Zahl an Teilnehmenden Abstand halten und Maske tragen. Mittlerweile sind diese Auflagen in NRW weitgehend entfallen.

Das Priesteramt in der katholischen Kirche können in der Regel nur unverheiratete Männer ausüben. Die Weihe gilt als Sakrament und wird von einem Bischof durch Handauflegung und Gebet gespendet. Die Gesamtzahl der Priesterweihen in der Kirche in Deutschland hat sich seit Jahren auf einem niedrigen Niveau eingependelt. Mehr als 100 waren es letztmals 2007. In den vergangenen zwei Jahrzehnten ist die Zahl um mehr als 60 Prozent gesunken. Im Jahr 2000 gab es noch 154 Weihen. (tmg/KNA)