Prälat César Ortiz-Echagüe ist tot

Langjähriger Leiter des Opus Dei in Deutschland stirbt mit 99

Porträtfoto von César Ortiz-Echagüe im Kollarhemd
Bild: Opus Dei Deutschland

Der ehemalige Leiter des Opus Dei in Deutschland, Prälat César Ortiz-Echagüe Rubio, ist tot. Der langjährige Regionalvikar starb am Sonntag im Alter von 99 Jahren in Madrid, teilte seine Gemeinschaft am Montag mit. Ortiz-Echagüe gehörte zur ersten Generation des Opus Dei und leitete die deutsche Region der Prälatur von 1984 bis 1996. Sein direkter Nachfolger, der amtierende Regionalvikar des Opus Dei in Mitteleuropa, Prälat Christoph Bockamp, würdigte den Verstorbenen in einem Nachruf: "Mit Prälat César Ortiz verlieren wir eine ganz große Persönlichkeit, die mit ihrer Liebenswürdigkeit und seelsorglichem Eifer die Geschichte des Opus Dei in Deutschland maßgeblich geprägt hat."

Ortiz-Echagüe wurde 1927 in Madrid geboren. Sein Vater, der Ingenieur und Unternehmer José Ortiz-Echagüe, war unter anderem Gründer der spanischen Automobilfirma Seat. 1945 wurde Ortiz-Echagüe Mitglied des Opus Dei und arbeitete nach seinem Studium als Architekt. Unter anderem entwarf er die Architekturschule der vom Opus Dei getragenen Universität von Navarra in Pamplona, wo er außerordentlicher Professor wurde, und koordinierte den Bau des Wallfahrtsorts Torreciudad in den Pyrenäen. Nach dem Tod des Opus-Dei-Gründers Josemaría Escrivá wurde er in die Zentralleitung des Opus Dei berufen. Erst im Alter von 56 Jahren wurde Ortiz-Echagüe 1983 zum Priester geweiht, ein Jahr später wurde er Regionalvikar in Deutschland. Nach dem Ende seiner Amtszeit lebte er zunächst in Essen. Die letzten zehn Jahre seines Lebens verbrachte er zurückgezogen in seiner Heimatstadt Madrid, wo er nach kurzem Klinikaufenthalt starb.

Das Opus Dei wurde 1928 vom später heiliggesprochenen spanischen Priester Josemaría Escrivá de Balaguer (1902–1975) als katholische Laienbewegung gegründet. Weltweit gehören dem Werk nach eigenen Angaben rund 95.000 Mitglieder in 69 Ländern an. In Deutschland ist das Opus Dei seit 1952 präsent. Heute besteht die Region Mitteleuropa mit Sitz in Köln neben Deutschland aus der Schweiz, Österreich, Ungarn und Rumänien und hat etwa 1.300 Mitglieder. (fxn)