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Partei gratuliert Polizei zu "Fahndungserfolg"

AfD distanziert sich von Schmierereien an Kirche

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Würzburg/Schweinfurt - Mittwochnacht war eine Kirche in Unterfranken mehrmals mit den Buchstaben "AfD" beschmiert worden. Die Partei leugnet jede Verbindung zur Tat. Inzwischen scheint die Polizei den Täter gefunden zu haben.

Zwei Tage nach Bekanntwerden von Schmierereien mit dem Schriftzug "AfD" an einer unterfränkischen Kirche hat sich die gleichnamige Partei von der Tat distanziert. Sie bedaure, "dass sie durch die Verwendung ihres Namens mit solch unentschuldbaren Straftaten in Verbindung gebracht wird", erklärte der stellvertretende AfD-Bezirkschef Richard Graupner am Freitag in Schweinfurt. Warum der Täter das Parteikürzel verwendet habe, darüber lasse sich nur spekulieren. Womöglich habe er "ein Motiv mit größtmöglichem Provokationsfaktor" gesucht.

Am Donnerstag informierte die Polizei, dringend tatverdächtig sei ein 57-Jähriger Landkreisbewohner, der wegen "gleichgelagerter Fälle" polizeibekannt sei. Die AfD gratulierte zu dem "Fahndungserfolg" und zeigte sich erfreut über die "schnelle Aufklärung". Nun sei zu hoffen, dass der Täter "empfindlich bestraft" werde. Ein Sprecher des Polizeipräsidiums Unterfranken erklärte dazu auf Anfrage, die Ermittlungen stünden "noch am Anfang". Es seien weitere Spurenauswertungen und Vernehmungen erforderlich.

In der Nacht auf Mittwoch war die Pfarrkirche von Oberpleichfeld bei Würzburg mit mehreren "AfD"-Schriftzügen in schwarzer Farbe beschmiert worden. Am folgenden Vormittag wurde das in der Hauptstraße geparkte Auto des Würzburger Weihbischofs Ulrich Boom während eines Firmgottesdienstes verkratzt. Ob der Beschuldigte auch für diese Tat verantwortlich sei, werde noch geprüft, hieß es. (KNA)

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